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CfP: GMM Summer Institute: Selbstreflexivität und Positionierung im eigenen Forschungsprojekt

6. GMMSI: 7. Oktober – 14. Oktober 2021, Porto, Portugal

Die Gesellschaft für Musikwirtschafts- und Musikkulturforschung lädt zum 6. GMM Summer Institute ein.

Download des vollen Programms [PDF]

ZIELE // Das GMM SI versammelt seit 2015 Interessierte, um Fragen zu Musikkultur- und Musikwirtschaftsforschung mit unterschiedlichen Schwerpunkten zu diskutieren. 2021 soll es vor allem um konzeptionelle und methodische Fragen gehen, die sich um die eigene Positionierung im Forschungsvorhaben drehen. Es bietet insbesondere jüngeren Forscher*innen Möglichkeiten der Kooperation und individuelle Hilfestellungen bei ihrer Arbeit. GMM SI-Formate erlauben Interaktionen mit etablierten Forscher*innen und Musikwirtschaftsakteur*innen und den Aufbau von Kontakten in der Regel sowohl zu Wissenschaft als auch der Musikpraxis.

OFFENHEIT // Das GMM SI ist nach Rücksprache mit den wiss. Verantwortlichen offen für weitere thematische Beiträge.

FORM & INHALT // Das GMM SI ermöglicht Teilnehmer*innen auf wiss. Qualifikationsstufen (MA, PhD, Post-doc) Feedback auf die eigene Arbeit (1) und fördert Diskussionen mit Wissenschaftler*innen und Musikwirtschaftsakteur*innen. 2021 stehen Epistemologie, Wissenschaftstheorie, Situationsanalyse und die Entwicklung neuer Musiknetzwerke als Schnitt­stellen von Musikwirtschaft und Musikkultur im Fokus (2). Die konkreten Veranstaltungsformate werden vor Ort mit den Teilnehmer*innen entwickelt. Erstmals sind 2021 auch Formate für die dritte Qualifikationsphase (Bewerbung, Projekte, Habilitation) sowie ein internationales Musikwirtschaftspanel mit Branchenakteuren geplant (3).

NUTZEN FÜR DIE TEILNEHMERINNEN // Das GMM SI vernetzt Akteur*innen und erlaubt Einblicke in aktuelle Forschungs-, Publikations-, Lehr- und Unternehmensprojekte. Teilnehmer*innen erhalten qualifiziertes wiss. Feedback auf der Basis ihrer Präsentationen. Diese sollen ihr Vorhaben mit Blick auf Theorie, Methode, praktische Implikationen und den eigenen Beitrag zur Forschung reflektieren. Von allen Teilnehmer*innen wird eine Projekt-Präsentation und aktive Mitarbeit, z.B. in Form von Feedback oder Mitarbeit an einem interaktiven Format erwartet.

Veranstaltungsort // Übernachtung: Buchen Sie Ihre Unterkunft, nachdem Sie Ihre Teilnahmebestätigung erhalten haben, bitte selbst. Die Veranstaltungen des GMMSI 2021 werden im CASA DIOSCESANA SEMINÁRIO DE VILAR (rua arcediago von zeller, 50, 4050-621 Porto – www.seminarodevilar.pt) stattfinden. Dort können individuell, je nach Reisedaten, Zimmer gebucht werden (EZ/DZ inkl. Frühstück ab 55€/Nacht + 2€ Tax). Bitte reservieren Sie Ihr Zimmer beim Seminário: reservas@seminariodevilar.pt. Die Übernachtungskosten tragen die Teilnehmer*innen selbst.

ANMELDUNG & GEBÜHR // Die Bewerbung zum Kolloquium erfolgt mit Abstract (400 – 500 Wörter) und Kurz-Lebenslauf bis zum 30. April per Mail an Christian Rhein und Svenja Reiner (mail@christianrhein.de; s.reiner@hs-osnabrueck.de). Die Abstracts sollten Auskunft geben über die Forschungsfrage, den Stand der Arbeit und das Format, in dem vor Ort gearbeitet werden soll – denkbar sind neben Vorträgen auch Textwerkstatt, Fishbowl, World Café, u.a. Über die Teilnahme wird umgehend entschieden, damit günstig Porto-Flüge (z.B. fliegen Ryanair und Eurowings Porto aus mehreren deutschen Städten an) gebucht werden können. Die Teilnahme kostet 100 € (GMM-Mitglieder 50€). Nach Bestätigung der Teilnahme und Überweisung des Teilnahme-Beitrags auf das unten angeführte Konto teilen Sie Christian Rhein bitte per Mail (mail@christianrhein.de) Ihre Reisedaten (Ankunftstag und -uhrzeit sowie Abreisetag und -uhrzeit) mit.

Gesellschaft für Musikwirtschafts- und Musikkulturforschung, VR-Bank Altenburger Land eG, Skatbank, IBAN: DE35 8306 5408 0004 8682 34

WISSENSCHAFTLICHE LEITUNG // 

  • Prof. Dr. Barbara HORNBERGER (Hochschule Osnabrück)
  • Prof. Dr. Carsten WINTER (Hochschule für Musik, Theater und Medien, Hannover)
  • Prof. Dr. Rainer WINTER (Alpen Adria Universität Klagenfurt)

VERANSTALTER: GMM e.V. – verantwortlich für das GMMSI: Prof. Dr. Barbara Hornberger & Prof. Dr. Carsten Winter

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Workshop zu Verwertungsgesellschaften in der Medienindustrie: Programm veröffentlicht

Aufnahme von Martin Fisch unter CC-BY 2.0 (Quelle: Flickr)

Am 25. und 26. März findet ein interdisziplinärer Workshop zu Verwertungsgesellschaften statt, den Georg Fischer und Malte Zill in Zusammenarbeit mit der Gesellschaft für Musikwirtschafts- und Musikkulturforschung organisieren. Der Call dazu ist hier zu finden.

Der Workshop steht unter dem Titel: „Monopole im medienindustriellen Komplex? Verwertungsgesellschaften gestern, heute, morgen“. Geplant sind insgesamt zehn Kurzvorträge von Forscher*innen wie Praktiker*innen aus dem Feld.

Der Workshop will Schlaglichter auf verschiedene Fragen und Themen werfen. Darunter: Was ist das Besondere am Organisationstyp VG? Wie lassen sich die Entwicklungspfade von Verwertungsgesellschaften historisch erklären? Und wie sieht ihre Zukunft aus?

Das vollständige Programm ist seit Kurzem veröffentlicht und steht unter diesem Link als PDF zur Verfügung.

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Call for Papers: Monopole im medienindustriellen Komplex? Verwertungsgesellschaften gestern, heute, morgen (Einreichfrist: 30.11.2020)

Aufnahme von Martin Fisch unter CC-BY 2.0 (Quelle: Flickr)

Frist für Beitragsvorschäge: 30.11.2020; Online-Workshop am 25. und 26.03.2021; Abschlusskonferenz am 23. und 24.09.2021. Organisiert von Dr. Georg Fischer und Malte Zill in Kooperation mit der Gesellschaft für Musikwirtschafts- und Musikkulturforschung. Dieser CfP als PDF zum Download.

Monopole im medienindustriellen Komplex? Verwertungsgesellschaften gestern, heute, morgen

In Deutschland gibt es 13 Verwertungsgesellschaften[1], von denen GEMA, VG Wort oder VG Bild-Kunst die größten und bekanntesten sind. Als monopolistische, Ressourcen verwaltende Akteurinnen nehmen Verwertungsgesellschaften schon seit Beginn des 20. Jahrhunderts eine zentrale Rolle für Kreative in den bürokratischen Strukturen der Medienindustrie ein. Dabei laufen die von ihnen bearbeiteten Prozesse oft unbemerkt im Hintergrund ab.

Meist sind es Konflikte mit Nutzer:innen oder Anbieter:innen urheberrechtlich geschützter Werke, die Verwertungsgesellschaften für kurze Phasen medial und diskursiv sichtbar werden lassen, zum Beispiel beim Streit zwischen Youtube und der GEMA oder zwischen Martin Vogel und der VG Wort um die Ausschüttungen bei Privatkopievergütungen. Die Parteien stehen sich hier oft unversöhnlich gegenüber: Den Urheberrechtsorganisationen wird regelmäßig Ausdehnung und Machtkonzentration vorgeworfen – oftmals verbunden mit Fundamentalkritik an ihren als unübersichtlich, ausufernd oder schlicht dysfunktional angesehenen Strukturen. Die Verwertungsgesellschaften lehnen diese Vorwürfe üblicherweise kategorisch ab, belegen ihrerseits moderne Nutzungsszenarien teils mit scharfen Verdikten (etwa „Diebstahl“, „Piraterie“, „Raubkopie“) und stellen auf ihre Funktion als Anwältinnen und Interessensvertretung der Kreativen ab.

So rasant diese Konflikte die mediale Präsenz von Verwertungsgesellschaften ansteigen lassen, so schnell ebbt das Interesse an ihnen wieder ab, wenn eine detaillierte, tiefer gehende Beschäftigung mit Abrechnungsschlüsseln, Verteilungsplänen und Bewertungsmechanismen jenseits einzelner markanter Fälle anstünde. Die Ambivalenz aus Relevanz und Unsichtbarkeit kann ein Hinweis darauf sein, warum der Forschungsgegenstand Verwertungsgesellschaft abseits der Rechtswissenschaft bislang eher sporadisch bearbeitet wurde.[2]

Insbesondere in der sozial-, geschichts-, kultur- und medienwissenschaftlichen Forschung stellen Studien zu Organisationsformen, Wandel und Effekten von Verwertungsgesellschaften also ein Desiderat dar. Dabei wäre eine interdisziplinär aufgestellte, dezidiert sozial- und geschichtswissenschaftlich informierte und systematisch orientierte Forschungsperspektive zur Organisationsform Verwertungsgesellschaft unerlässlich, um die Gefüge der Medienindustrie von der Seite der Verwertungsstrukturen her zu betrachten. Denn Verwertungsgesellschaften sind zentrale Akteurinnen und machtvolle Interessensvertreterinnen, die rechtlich-wirtschaftliche Entwicklungen selbständig vorantreiben, dabei Eigeninteressen als Organisationen verfolgen und ein dichtes Netz reziproker Wirkungsverhältnisse mit Musik, Film, Wissenschaft, Literatur, Kunst, Fotografie und weiteren Feldern ausbilden.

Ausgehend von dieser These laden wir – der Soziologe Georg Fischer und der Musikwissenschaftler Malte Zill in Kooperation mit der GMM – zu einer interdisziplinären wissenschaftlichen Tagung in zwei Teilen ein, um Untersuchungen zu Verwertungsgesellschaften, ihren Praktiken und Organisationsformen vorzustellen und gemeinsam zu diskutieren. Ziel der Tagung ist es, sowohl generalisierbare Perspektiven auf und Aussagen über Verwertungsgesellschaften zu erarbeiten sowie spezifische Fälle und Studien einzelner Verwertungsgesellschaften zu diskutieren. Die Ergebnisse sollen Anfang 2022 in einer gemeinsamen Publikation veröffentlicht werden.

Besonders interessant erscheinen uns folgende Fragen und Themen, die sich um das Gestern, das Heute und das Morgen von Verwertungsgesellschaften drehen:

1. Verortung der Organisationsform Verwertungsgesellschaft in der Medienindustrie

  • Unter welchen Rahmenbedingungen entstanden Verwertungsgesellschaften, wie entwickelten sie sich und inwieweit sind sie miteinander vergleichbar?
  • Welche Mechanismen der Urheberrechtswahrnehmung und -verwertung nutzen Verwertungsgesellschaften? Welche technischen, rechtlichen und bürokratischen
    Mittel werden verwendet? Welche Kunstformen eignen sich besonders gut (oder besonders schlecht) zur urheberrechtlichen Wahrnehmung?
  • Welcher professionelle Hintergrund und welche Ausbildungsprofile lassen sich in den Biographien der Mitarbeiter:innen von Verwertungsgesellschaften feststellen?
  • Welche Funktionen übernehmen die tendenziell monopolistischen Verwertungs-gesellschaften im medienindustriellen Komplex und wie steht es um ihr Verhältnis zur Staatlichkeit?
  • Welche Möglichkeiten bieten Verwertungsgesellschaften als historische Archiv- und Datenquellen? Welche Konsequenzen haben Digitalisierung, Algorithmisierung und Big Data-Analysen für die Verwertungsgesellschaften und ihre Erforschung?

2. Studien zu Praktiken der Verwertungsgesellschaften

  • Wie gestalten Verwertungsgesellschaften das Binnenverhältnis zu ihren Mitgliedern? Welche Wirkungen haben Verwertungsgesellschaften auf ästhetische Produkte und künstlerische Praktiken? Nehmen Verwertungsgesellschaften über die direkte (bspw. über Stiftungen) oder indirekte (über den Verteilungsplan) finanzielle Förderung eine Wertung der ihr treuhänderisch angetragenen Rechte vor?
  • Wie lassen sich die Mitglieder von Verwertungsgesellschaften charakterisieren? Bilden sich Fraktionen, bspw. der Verlage und der Autor:innen, „E- und U-Komponist:innen“? Wie gestaltet sich der Diskurs zwischen diesen einzelnen Gruppen und wie ist Entscheidungsfindung organisiert?
  • Wie vernetzen sich Verwertungsgesellschaften untereinander sowohl national (bspw. GEMA und GVL) als auch international (bspw. multilateral in der CISAC oder bilateral über Gegenseitigkeitsverträge)?
  • Auf welche Weise versuchen Verwertungsgesellschaften auf die Entwicklung des nationalen und internationalen Urheberrechts einzuwirken?
  • Wie positionieren sich Verwertungsgesellschaften gegenüber neuen oder alternativen Rechts- oder Vergütungsmodellen wie Creative Commons-Lizenzen?

3. Verwertungsgesellschaften in gesellschaftlichen Diskursen

  • Mit welchen Selbstzuschreibungen versuchen Verwertungsgesellschaften ihre Arbeit zu legitimieren – mit welchen Fremdzuschreibungen wird ihnen diese Legitimation abgesprochen? Lassen sich rhetorische Strategien und diskursive Muster ausmachen?
  • Wie verhalten sich Verwertungsgesellschaften gegenüber ihren „Kund:innen“, den Nutzer:innen urheberrechtlich geschützter Werke und umgekehrt?
  • Wie positionieren sich Verwertungsgesellschaften in ihren PR-Kampagnen und mit welchen narrativen Mustern werden die Diskussionen über Verwertungsgesellschaften in unterschiedlichen Medien geframed?
  • Welche Informationsasymmetrien entstehen aus der Präsenz der Verwertungs-gesellschaften in den Medien und wie wirken diese auf die Diskussion um das Urheberrecht?
  • Wie beschreiben Verwertungsgesellschaften ihre eigene Geschichte? Wie werden Verwertungsgesellschaften mit historischen Entwicklungen in Verbindung gebracht?
  • Und schließlich: Wie verhalten sich Verwertungsgesellschaften während gesellschaftlichen Krisen, wie beispielsweise Weltkriegen, Wirtschaftskrisen oder Pandemien?

Einreichungen

Wir freuen uns über theoretisch wie empirisch fokussierte Beitragsvorschläge aus den Sozial-, Kultur- und Medienwissenschaften, aus der Geschichte, den Rechtswissenschaften und angrenzenden Disziplinen. Die Tagung versteht sich als interdisziplinäres Arbeitstreffen und soll Raum zur Diskussion und zur Weiterentwicklung von Ideen schaffen. Aufgrund der Corona-Pandemie fassen wir eine zweigeteilte Veranstaltung ins Auge: Für den 25. & 26.03.2021 planen wir einen Online-Workshop mit 15- bis 20-minütigen Impulsvorträgen, die auf vorab eingereichten Arbeitspapieren basieren und ausreichend Zeit zur Diskussion bieten. Die auf dieser Grundlage ausgearbeiteten Artikel möchten wir in größerem Rahmen auf einer Abschlusskonferenz am 23. & 24.09.2021 in Berlin präsentieren und diskutieren.

  • Bitte reichen Sie auf Ihrem geplanten Papier basierende Abstracts (maximal 400 Worte und Literaturangaben) sowie eine kurze biografische Notiz (ca. 100 Worte) bis zum 30. November 2020 ein unter vg.forschung@gmail.com.
  • Die Beiträge sind bis zum 10. März 2021 als Working Paper (5–10 Seiten) auszuarbeiten und werden als Diskussionsgrundlage für den Online-Workshop den Teilnehmer:innen zur Verfügung gestellt.
  • Eine anschließende Publikation ausgewählter Beiträge in einem interdisziplinären und via Open Access zugänglichen Sammelband ist in Vorbereitung.
  • Bei Fragen stehen wir gerne unter vg.forschung@gmail.com zur Verfügung.

Organisation

Dr. Georg Fischer, Soziologe mit Schwerpunkt empirische Urheberrechtsforschung und Redakteur bei iRights.info
Malte Zill, Musikwissenschaftler, promoviert zur Geschichte der Verwertungsgesellschaften im „Dritten Reich“ an der Universität Hamburg
in Kooperation mit der Gesellschaft für Musikwirtschafts- und Musikkulturforschung (GMM)

Literaturverzeichnis

Dommann, Monika (2014): Autoren und Apparate, Frankfurt/Main: S. Fischer.
Dümling, Albrecht (2003): Musik hat ihren Wert, Regensburg: ConBrio.
Fetthauer, Sophie (2007): Musikverlage im „Dritten Reich“, Hamburg: von Bockel.
Fischer, Georg (2020): Sampling in der Musikproduktion. Das Spannungsfeld zwischen Urheberrecht und Kreativität, Marburg: Büchner.
Heker, Harald; Riesenhuber, Karl (Hg.) (2018): Recht und Praxis der GEMA. Handbuch und Kommentar, Berlin: De Gruyter.
Hutter, Michael (2006): Neue Medienökonomik, München: Wilhelm Fink.
Krones, Hartmut (2014): Das Ende der „alten“ A.K.M. (März 1938), die Gründung der „neuen“ AKM (Juni 1945) und die Folgen, Wien: AKM.
Schmidt, Manuela (2005): Die Anfänge der musikalischen Tantiemenbewegung in Deutschland, Berlin: Duncker & Humblot.
Heinemann, Tobias (2017): Die Verteilungspraxis der Verwertungsgesellschaften, Tübingen: Mohr Siebeck.
Keiderling, Thomas (2008): Geist, Recht und Geld. Die VG WORT 1958–2008, Berlin: De Gruyter.
Melichar, Ferdinand (1983): Die Wahrnehmung von Urheberrechten durch Verwertungsgesellschaften: Am Beispiel der VG Wort, München: Hermann Luchterhand.
Zill, Malte (2020): 1933/1945/2012 – Konflikte zwischen „Musikverbrauchern“ und Verwertungsgesellschaften im historischen Kontext, in: Schrör, Simon; Fischer, Georg; Beaucamp, Sophie; Hondros, Konstantin (Hg.): Tipping Points. Freiheit und Restriktion im Urheberrecht, Baden-Baden: Nomos, S. 97–116.


[1] Siehe dazu die Website der Deutschen Patent- und Markenamtes DPMA, das die Verwertungsgesellschaften und die dazugehörigen -einrichtungen kontrolliert: https://www.dpma.de/dpma/wir_ueber_uns/weitere_aufgaben/verwertungsges_urheberrecht/aufsicht_verwertungsges/index.html (10.10..2020).

[2] Monika Dommann (2014) lieferte die vermutlich einzige historische Überblicksdarstellung, die systematisch auf Verwertungsgesellschaften fokussiert. In der Regel sind Verwertungsgesellschaften nur Teil größerer Rahmensetzungen, siehe bspw. Fischer (2020), Fetthauer (2007), Hutter (2006), Krones (2014), Schmidt (2005) oder Zill (2020). Gängig dagegen sind selbstreferentiell angelegte Arbeiten wie Jubiläumsschriften und organisatorische Selbstbeschreibungen, siehe Dümling (2003), Heinemann 2017, Heker/Riesenhuber (2018) oder Keiderling (2008).

Dieser CfP als PDF zum Download.

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“Musik & Empowerment” – A book presentation

On 19th October we held a panel discussion on our new GMM yearbook “Musik & Empowerment”, edited by Michael Ahlers, Lorenz Grünewald-Schukalla, Anita Jóri and Holger Schwetter. The event was hosted in the backyard of Echo Bücher, a book store with a special focus on electronic music and sonic arts. The store used to be in Wedding (Berlin), but this year it was relocated to the legendary record store Hard Wax in Kreuzberg.

From left to right: The authors Mine Welzel, Desirée Blank, Laurene Frey, Katja Brunkhorst and host/editor Anita Jóri.

Four authors of the book accepted our invitation to the panel discussion: Désirée Blank, Katja Brunkhorst, Laurena Frey and Mine Wenzel were the panelists and the discussion was moderated by Anita Jóri. 

The volume “Musik & Empowerment” deals with the connection between music, business and empowerment. Empowerment is understood as the possibility of becoming visible for marginalized or relatively powerless groups. The book discusses different questions of power and exclusion in music cultures and business. How do these power relations look currently? How were they historically? Can it still be assumed that participation in group processes alone is already an essential motor for the emergence of a sense of empowerment? Or, from an individual perspective, is it more about giving individuals more control over their lives? Both aspects are highlighted by different contributions in this book and we also discussed them at this event.

The discussion started with short presentations by the panelists on their chapters in the book.  

Katja Brunkhorst asked how and what women in (punk)rock write (about) themselves and their experiences in such a traditionally male-dominated scene. Being a 40+ woman “still” singing in a rock band herself she also addresses the invisibility of older women in popular culture. She focused on the question of what needs to be done today to challenge and change that status quo towards true empowerment.

Désirée Blank and Laurena Frey demonstrated their survey that examines the perception of gender equality of employees, musicians and other members of the music industry in Mannheim. Their analysis is the first step in acquiring a broader picture of gender (in-)equality in the industry. They also delivered new approaches that can be reviewed in future examinations.

Mine Wenzel digged into the potentials of techno and club cultural scenes for queer, especially trans*identification and life realities. Mine, a trans*nonbinary person themselves, understands her*self as part of the research and offered an inside perspective as musician* and consumer*, by including their own records of recollection as well as interviews with fellow queer participants of the researched scene. Their presentation prevented a breakdown of contemporary, anti-diagnostic, self-determined definitions of gender, sex and gender identity and looks for points of resonance for these lived realities within techno-based music scenes.

After these short presentations, the panel discussed two possible levels of empowerment: community-based empowerment and the individually created empowerment as such. All participants expressed their opinion on the importance of networks and communities that can be empowering for their participants. They all agreed on the power of these organizations that also create safe spaces for marginalized groups. As soon as individuals are empowered by such communities, they are able to bring that collected knowledge and experience into their individual lives and adapt them in their own ways.

It was a very lively and sometimes passionate discussion about highly important topics that are oftentimes excluded from research on music business and culture.

Hereby, we would like to thank the active participation of the panelists and the audience of this event. Also, big thanks to David Armengou from Echo Bücher who kindly hosted us on this warm late summer evening. We hope to continue this fruitful collaboration.

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Neue Veröffentlichung: Musik & Empowerment – Jahrbuch für Musikwirtschafts- und Musikkulturforschung

Die Gesellschaft für Musikwirtschafts- und Musikkulturforschung hat im Juli ihre bereits vierte Ausgabe des Jahrbuchs für Musikwirtschafts- und Musikkulturforschung zum Thema „Musik & Empowerment“ veröffentlicht.

Der Band behandelt die Verbindung von Musik, Wirtschaft und Empowerment, verstanden als die Möglichkeit des Sichtbarwerdens marginalisierter oder relativ machtloser, subalterner Gruppen und allgemein die Frage von Macht und Ausschluss in Musikkulturen und am Musikmarkt. Dies betrifft unter anderem (aber nicht ausschließlich) die momentan stark diskutierten Themenfelder Gender und Diversität. Wie sehen diese Verbindungen aktuell und historisch aus? Kann auch heute noch davon ausgegangen werden, dass allein die Teilnahme an Gruppenprozessen bereits einen wesentlichen Motor für das Entstehen eines Ermächtigungsgefühls darstellt? Oder geht es aus individueller Perspektive stärker darum, Einzelnen mehr Kontrolle über ihr Leben zu ermöglichen? Beide Aspekte werden durch Beiträge in diesem Buch in Form von Studien, aber auch in individuellen Standpunkten und Innenansichten zur Musikwirtschaft und Musikkultur beleuchtet.

Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung: Musik & Empowerment – Michael Ahlers, Lorenz Grünewald-Schukalla, Anita Jóri & Holger Schwetter

Analysen
2 Gendering and music streaming: Discourse and algorithms on a music streaming service – Ann Werner
3 “In the Capital of Electronic Music, Women Rule the Scene” – Really? – Anita Jóri
4 Between empowerment and powerlessness: Individual career trajectories of drug-addicted musicians in Los Angeles- Melanie Ptatscheck
5 Frauenanteil in Basler Bands. Erhebung zur Geschlechtergerechtigkeit und Sichtbarkeit von Frauen in der Basler Popszene – Seline Kunz
6 Electronic trans*Music. Gedanken zu trans*nichtbinärer Identifikation in technoiden Clubszenen – Mine Wenzel
7 Queering Miku. Cyberfeminism and the Art of Queering a Virtual Pop Star- Mari Matsutoya

Standpunkte
8 FUCKING HEROINES . Von unfuckable zu unfuckable WITH!Autobiographisches Schreiben von Frauen im Punk/Rock – Katja Brunkhorst
9 Awesome Hip-Hop-Humans – Eine feministische und queere Hip-Hop-Szene bringt sich in Bewegung .Die Revolution frisst ihre Kinder auch im Hip-Hop – Sookee
10 Die Nationalisierung der deutschsprachigen Popmusik. Neurechte Themen im Popdiskurs – Max Alt

Young Scholars
11 Do It Yourself als Empowerment? Eine explorative Studie – Janike Walter
12 Wahrnehmung von Gleichberechtigung in der Musikwirtschaft  . Akteur*innen in Mannheim und Region – Désirée Blank & Laurena Frey

Veranstaltungsbesprechungen
13 GMM Summer Institute 2019 in Porto: Ein Rückblick – Matthes Köppinghoff
14 Reeperbahn-Festival-International auf der WISE 2019 in Peking – Carsten Winter

Rezensionen
15 Bodo Mrozek: Jugend . Pop . Kultur .Eine transnationale Geschichte – Georg Fischer
16 Dean Vuletic: Postwar Europe and the Eurovision Song Contest – Aida Hollje
17 Maria Eriksson, Rasmus Fleischer, Anna Johansson, Pelle Snickars, Patrick Vonderau: Spotify Teardown. Inside the Black Box of Streaming Music – Holger Schwetter
18 Glaucia Peres da Silva, Konstantin Hondros: Music Practices Across Borders. (E)Valuating Space, Diversity and Exchange – Brigitta Davidjants
19 Ewa Mazierska: Popular Viennese Electronic Music, 1990–2015 .A Cultural History – Anita Jóri
20 Berthold Seliger: Vom Imperiengeschäft- Lorenz Grünewald-Schukalla

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Tagung: Tipping Points – Zum Verhältnis von Freiheit und Restriktion im Urheberrecht

Interdisziplinäre Fachtagung des Weizenbaum-Instituts für die vernetzte Gesellschaft und des Fachausschusses Urheberrecht der Gesellschaft für Musikwirtschafts- und Musikkulturforschung (GMM) am 20. | 21. Februar 2020 in Berlin.

Proteste auf der Straße, auf YouTube oder Twitter, Warnungen vor dem Niedergang der Kreativindustrie, Angst vor Eingriffen in die Meinungsfreiheit, Diskussionen um value gap und upload filter: Nach der Verabschiedung der europäischen Urheberrechtsrichtlinie im März 2019 geht eines der umstrittensten Vorhaben in der Geschichte des Immaterialgüterrechts mit der Umsetzung in den Mitgliedstaaten in die nächste Runde. 

Diese Kontroverse ist Symptom einer tiefgreifenden Veränderung: Das Urheberrecht und seine verwandten Schutzrechte betrafen früher nur wenige Akteur*innen in einer überschaubaren Anzahl von Branchen. Heute sind diese Rechte zu einer alltagsrelevanten Größe geworden. Wir haben es mit einer Situation zu tun, in der die Grenze zwischen Nutzenden und Schöpfenden verschwimmt und urheberrechtlich relevante Formen des Ausdrucks alltäglich werden. Digitale Kommunikationskanäle und Darstellungsformen sowie neue Formen der Auseinandersetzung mit Bestehendem stellen einen tipping point, einen Wende- bzw. Kipppunkt dar, an dem das Recht vor neuen Herausforderungen steht und dadurch auch die Prozesse der Normsetzung und Normenreform beeinflusst werden.

Das Ziel der Tagung besteht darin, verschiedene solcher tipping points zu identifizieren, ihre aktuelle und zukünftige Relevanz sowie ihre gegenseitigen Verbindungen zu diskutieren. Damit möchten wir der interdisziplinären Debatte um das Urheberrecht neue Impulse verleihen. 

Das Tagungsprogramm finden Sie hier

Aufgrund der großen Nachfrage ist die Tagung bereits ausgebucht. Gerne nehmen wir Sie auf die Warteliste und bitten um Kontaktaufnahme per E-Mail: filip.stiglmayer(at)wzb.eu. 

Dieser Beitrag ist ein Crossposting des Beitrags auf der Webseite des Weizenbaum Instituts.

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Abschlussbericht zum 4. Spring Institute der Gesellschaft für Musikwirtschafts- und Musikkulturforschung “Music, Media, Culture and Economy: Konzeptuelle Herausforderungen“, 23.-29. März 2018, Porto, Portugal

In Porto bot die Gesellschaft für Musikwirtschafts- und Musikforschung zum 4. Mal in Form des „Spring Institute“ einen Rahmen für wissenschaftlichen Austausch zwischen Musikforscher_innen und jungen Wissenschaftler_innen. Die jährlich stattfindende Veranstaltung setzte in dieser Ausgabe ihren Fokus auf die inhaltliche Auseinandersetzung mit Forschungsarbeiten von Promovierenden sowie Dissertationsvorhaben des wissenschaftlichen Nachwuchses. Das ermöglichte den Teilnehmer_innen ein fundiertes wissenschaftliches Feedback, neue Impulse für die weitere Bearbeitung der jeweiligen wissenschaftlichen Arbeit, individuelle Hilfestellung sowie spannende Einblicke in andere Forschungsgebiete.

In der thematischen Bandbreit der vorgestellten wissenschaftlichen Arbeiten zeigte sich einmal mehr, dass die Diskussion hinsichtlich der inter- und transdisziplinären Konzeptualisierung von Musikkultur- und Musikwirtschaftsforschung von großer Bedeutung ist.

Einblicke in ein fortgeschrittenes Promotionsvorhaben und erste Ergebnisse erlaubte der Vortrag von Christian Rhein zum Thema „Fassaden-Medien“ und deren praktische Umsetzung im Werbeumfeld. Über Internationalisierungspotentiale innerhalb des Universitätswesens und den Stand seiner Arbeit dazu sprach Alexander Schories, während Felicitas Cardenas Carbajal über ihre konzeptionellen und historisch-empirischen Fortschritte beim Verständnis der Bedeutung von YouTube für die Musikindustrie berichtete. Ebenfalls vorgestellt wurden neue Dissertationsvorhaben von Christine Preitauer, die die Rolle von Musikfestivals mit Konferenzanteil für die Internationalisierung der Musikwirtschaft untersucht, und Matthes Köppinghoff, der sich mit der Entwicklung des Musikjournalismus in Deutschland befasst. Dass man durchaus auch den Themenschwerpunkt wechseln kann, zeigte Gunda Schwaninger den Wissenschaftler_innen und gab spannende Einblicke in ihren Forschungsbereich des „Genetic Counseling“.

Während in den letzten Jahren meist ausschließlich Forscher_innen aus Deutschland am GMM SI teilnahmen, konnten dieses Jahr zwei Wissenschaftler_innen aus China begrüßt werden. So stellte Xue YuFan erste konzeptionelle Ideen und den Forschungsstand hinsichtlich ihres Dissertationsvorhaben im Kontext klassischer Musik vor. Mit ihrem Enthusiasmus begeisterte sie die anderen Teilnehmer_innen für die traditionelle chinesische Musik. Emily Chen widmet sich in ihrem Vorhaben der Herausforderung interkulturelle Transformationsprozesse auf Unternehmensebene zu untersuchen, um so interkulturelle Unternehmenskommunikation in Anbetracht einer digitalen und vernetzten Welt besser verstehen zu können.

Neben der Präsentation der unterschiedlichen wissenschaftlichen Projekte wurde unter Leitung von Prof. Dr. Carsten Winter im Rahmen eines Theoriekolloquiums über die Klassiker der Sozial- und Kommunikationswissenschaften diskutiert. Weitere Methodenkompetenzen erlangten die Teilnehmer_innen im Workshop zur „Grounded Theory“ von Christian Rhein. Natürlich darf neben all dem wissenschaftlichen Austausch das persönliche Miteinander nicht fehlen. Dazu bot Porto wieder eine hervorragende Kulisse: gemeinsame Spaziergänge am Douro, gutes Essen auf der Dachterasse „Intrigo“ und der unumgängliche Besuch der legendären Caipi-Bar förderten nicht nur das Netzwerken untereinander, sondern schürten zusätzlich noch die Vorfreude auf das nächste GMM Institute.

– Felicitas Cardenas Carbajal

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GMM at CTM 2019 – Research Networking Day, 26th January 2019

CTM Festival’s Research Networking Day provides a platform to exchange ideas and experiences for students and researchers from different European graduate and postgraduate programmes traversing the fields of audio, arts, media, design and related theoretical disciplines. A yearly initiative co-organised with the Humboldt University Department of Musicology, the German Association for Music Business and Music Culture Research (GMM), and the “Popular Music and Media” study programme (BA/MA Paderborn University, DE), the RND sought submissions from students, junior researchers and persons pursuing higher levels of research and studies to present projects and findings connected to the CTM 2019 Persistence Theme.

RND 2019 was divided into three modules:

The first module within the 2019 Research Networking Day was hosted by Dahlia Borsche, who is Head of Music at the DAAD Artist-in-Residence programme. Until October 2018 she was Research Associate at the Department of Musicology at Humboldt University Berlin, focusing on contemporary and transcultural music processes.

The presentations of this session focused on ecological questions of electronic music culture / sonic arts.

Max Litjens (University of Amsterdam, NL) talked about the producer Herbarium’s album, Freshness. According to the presenter, the album exposes how rethinking categories through a future imaginary can contribute to imagining a system of relationships that is better suited to confront the current ecological crisis.

Sophia Bauer (Kunsthochschule für Medien Köln, DE) proposed an artistic research project reflection on colonialisation in Kenya. landscape through sound. She examined the soundscapes of two forests in Kenya: the Kereita Forest Block and the Arabuko-Sokoke Forest. By listening to these two forests, she rethought the relationship between colonialism, people, places, and plants, and to reassemble their hierarchies in history.

Aladin Borioli (Freie Universität Berlin, CH/DE) explored the relationship between honeybees and humans. Combining an anthropological approach and artistic practice, his research project investigates contact zones where humans and honeybees meet.

 

The second module was hosted by Christoph Jacke, who is Professor of Theory, Aesthetics, and History of Popular Music (University of Paderborn), and Chair of the German speaking branch of the International Association for the Study of Popular Music (IASPM D-A-CH) among other. His research focus is on media, culture, and communications theory, cultural studies, celebrity studies, and popular music studies.

This module highlighted the most actual issues of media and technological developments and their influences on music production.

Ilana Harris (Humboldt University, DE) talked about ideasthesia, one theoretical approach to synaesthesia. This argument views synaesthesia not as an irregularity resulting from a habituated misfiring or developmental dysregulation, but as a linkage of different sensory precepts under an overarching semantic umbrella for any one single concept. In the presenter’s opinion, ideasthesia can help us to explore the concepts of innovation and social action in their etymological foundations and societal connotations, and furthermore postulate their existence under one overarching semantic network of change.

Pierre Depaz (Film-Universität Konrad Wolf Babelsberg, FR) exanimed how programming in the arts can be understood as a highly relevant locus of conflict between what Jacques Ranciere has defined as the opposition of consensus and dissensus.

Alejandra Cardenas (Technische Universität Berlin, PE/DE) applied Murray Schafer’s method of soundscapes to examine the devotional object of our era, the smartphone, as an effective self-monitoring and surveillance artifact.

Gary Charles (University Of Birmingham, UK) looked at approaches possibly resilient or offensive to machinic learning; drawing examples from punk, grime, contemporary classical, and sound art. Alongside a creative practice centered on uncontrollable systems, attitude-based improvisation, material dirt, and multiplied randomness, the presenter tried to develop both critique and possible methodologies in sound creation.

 

The third module was hosted by Anita Jóri, who is one of the chairpersons of GMM. This session focused on gender-related issues in electronic music culture.

Jilliene Sellner (University of Sussex, UK) emphasised the possibilities and limitations of research methodologies from a European or North American perspective on Middle Eastern region. To do so, she presented her creative collaboration with women sound artists in the Middle Eastern region.

Aude Gouaux-Langlois (UdK Berlin University of the Arts, FR/DE) questioned the perception of the gendered voice in the field of performance. She discussed how parts of Western society influence the human experience of one’s voice. She argued that female and male markers are merely constructions that aim to control the voice and fit it into certain structures (so-called gender norms), and that we shouldn’t underestimate the power of the voice to transcend them.

Finally, based on ethnographic research and interviews with female musicians and sound artists from Mexico, Catharina Rüß (University of Paderborn / University of the Arts in Bremen, DE) demonstrated how women in this region express their own voice with constant performances in an international field of alternative / electronic / experimental music.

 

After the three modules, Dahlia Borsche, Christoph Jacke, Anita Jóri and participants summarized their thoughts on the above-mentioned topics.

 

It was a very productive afternoon and everybody learned a lot from each other by exchanging research methods and topics.

 

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Wer verdient wieviel an einem online verkauften Konzertticket?

(Anm.: Dies ist ein Crossposting von Holger Schwetter´s Blog.)

Das fragt sich vermutlich mancher Ticketkäufer. Und mit dieser Frage kam Anfang Januar über die Webseite der GMM ein Redakteur des Radiosenders Deutschlandfunk Nova auf mich zu. Um sie beantworten zu können, startete ich kleine Recherche. Ich wollte mein Wissen auf den neuesten Stand bringen und musste feststellen: Zur Preiszusammensetzung von Online-Tickets gibt es kaum etwas im Netz und auch nicht in der Musikforschung. Also habe ich mich entschlossen, bei Praktiker*innen nachzufragen und einige vorläufige Erkenntnisse für die werten Leser*innen zusammenzustellen. Mein Blogeintrag stellt keine empirische Studie dar, sondern ist das Ergebnis einer Sichtung der Forschungsliteratur, einer Netz-Recherche und einer kleinen informellen Anfrage bei einem Konzertveranstalter und einem Musiker, der sich selbst vermarktet. Die Angaben dieser beiden Personen, die miteinander geschäftlich nicht verbunden sind, decken sich weitestgehend und werden hier als ein kleiner, hoffentlich aufschlussreicher Einblick in die mögliche Preisgestaltung von Konzerttickets präsentiert. Für wissenschaftlich belastbare Zahlen müsste eine größere Stichprobe hinzugezogen werden.

Der Beitrag folgt der Logik der Preiszusammensetzung und wird sich daher zuerst mit den Musiker*innen und Konzertveranstaltern, und danach mit den Onlinehändlern beschäftigen. Anschließend mache ich eine Modellrechnung und errechne idealtypisch die prozentuale Aufteilung eines online für ca. 30,- € gekauften Konzerttickets.

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Musik und Stadt

Jahrbuch für Musikwirtschafts- und Musikkulturforschung 2/2018

Das  Jahrbuch für Musikwirtschafts- und Musikkulturforschung  dokumentiert aktuelle Forschung, Diskussionen, Publikationen und Veranstaltungen insbesondere zu Entwicklungen der Musikwirtschaft und Musikkultur und ist als thematisches und zugleich offenes Forum konzipiert. Als begutachtete und bewusst inter- und transdisziplinäre Fachpublikation lädt das JMMF sowohl zu thematischen Forschungsbeiträgen, zu aktuellen Forschungsbeiträgen sowie auch zu Rezensionen und Veranstaltungsbesprechungen ein. Vorgesehen sind für jedes Jahrbuch neben Beiträgen zu Titel und Thema jedes Jahrbuchs weiter Beiträge, die rechtliche, politische, ästhetische o.ä. Aspekte aktueller Entwicklungen in Musikwirtschaft und Musikkultur thematisieren.

Der Band Musik & Stadt thematisiert nach der Verleihung des Titels „UNESCO City of Music“ an Hannover und Mannheim das Thema „Musik und Städte“ mit Beiträgen zu konkreten Musikstrategien von Städten wie Berlin, London oder Stockholm, internationalen Vergleichen der Musikförderung sowie Städten als narratives Element in der Musik. Neben Beiträgen zu Titel und Thema des Jahrbuchs werden aktuelle rechtliche, politische, wirtschaftliche sowie ästhetische Aspekte von Musikwirtschaft und Musikkultur behandelt.

Download & weitere Informationen https://doi.org/10.1007/978-3-658-23773-8

Inhaltsverzeichnis

  • Einleitung: Musik und Stadt. Entwicklung, Profilierung und Positionierung – eine Hinführung zum Jahrbuch und seinen Carsten Winter, Lorenz Grünewald-Schukalla, Martin Lücke und Matthias Rauch

Musik und Stadt

  • Where The Music Is? Music Cities im Vergleich. Zahlen und Strukturen in Austin & Toronto –  Matthias Rauch
  • Standorte für Musikunternehmen. Das Beispiel Berlin – Verena Blättermann
  • Popförderung in der Stadt. Das Musicboard Berlin – Martin Lücke und Anita Jóri
  • American Opera through American Content. Die amerikanische Metropole in der gegenwärtig florierenden Suche nach einer „Great American Opera“ – Frédéric Döhl

Thematische Beiträge

  • Anmerkungen zum Rechtsstreit über Musik-Sampling.
    „Kraftwerk (Ralf Hütter) vs. Moses Pelham“ – und zur Frage nach rassismuskritischer, semiotischer Demokratie –Johannes S. Ismaiel-Wendt
  • Vom Dancefloor nach SoundCloud. Der digital turn der Technoszene und die Produktivität der daraus resultierenden Distinktionen – Dennis Mathei
  • Popmusikalische Repräsentation. Eine explorative Studie zur qualitativen Diversität sowie räumlichen und zeitlichen Ausbreitung von Populärer Musik aus Deutschland –Hendrik Neubauer
  • Der subjektive Wert der Pop-Festivals. Mediale Chancen und Herausforderungen von Event-Strategien –Lorenz Grünewald-Schukalla, Bastian Schulz und Carsten Winter
  • Werbung und Musik. Versuch einer Typologie ihrer Beziehung mit einem Plädoyer für mehr interdisziplinäre Forschung – Benedikt Spangardt und Nicolas Ruth

Musik und Land

  • Jugendkulturförderung im ländlichen Raum und ihre Bedeutung für die Entwicklung urbaner Popkultur am Beispiel des Projekts create music Yao Houphouet und Frederik Timme

Buchrezensionen

  • Bastian Lange, Hans-Joachim Bürkner & Elke Schüßler: Akustisches Kapital. Wertschöpfung in der Musikwirtschaft Michael Ahlers
  • Uwe Breitenborn, Thomas Düllo, & Sören Birke: Gravitationsfeld Pop. Was kann Pop? Was will Popkulturwirtschaft? Konstellationen in Berlin und anderswo Yvette Kneisel
  • Joseph Limper & Martin Lücke: Management in der Musikwirtschaft – Peter Tschmuck
  • Alexandra Manske: Kapitalistische Geister in der Kultur- und Kreativwirtschaft. Kreative zwischen wirtschaftlichem Zwang und künstlerischem Drang Aljoscha Paulus

Veranstaltungsbesprechungen

  • Drei Jahre Most Wanted: Music. Das Branchenevent
    der Berlin Music Commission – Lorenz Grünewald-Schukalla, Martin Lücke und Carsten Winter
  • Konferenz der Intermediäre? Das Reeperbahnfestival zwischen Showcases und Business-Netzwerken – Lorenz Grünewald-Schukalla und Georg Fischer
  • Workshop des Zentrums für Zeithistorische Forschung und des Exzellenzclusters Bild, Wissen, Gestaltung – Lorenz Grünewald-Schukalla
  • Das GMM Summer Institut (GMMSI) in Porto – Christine Preitauer