Call for Sessions & Participation: Most Wanted: Music. Call for Participation und Ticketverkauf starten.

 

Berlin, 26. August 2016 – Praktisches Know-how fördern, Vernetzung und Austausch anregen und neue Lösungsmodelle für die Branche entwickeln, das sind die Ziele der am 10. & 11. November 2016 von der Berlin Music Commission, dem Netzwerk der Berliner Musikwirtschaft, veranstalteten Musikbusiness-Konferenz Most Wanted: Music (MW:M). Ursprünglich Teil der Berlin Music Week, hat sich MW:M zu einer eigenständigen Konferenz mit nationaler Relevanz entwickelt.

Den Auftakt des zweitägigen Formats bildet der Konferenzteil, die MW:M #convention, mit über 40 Workshops, Panels und Talks.

Den zweiten Veranstaltungstag bilden die MW:M #satellites – Events, die von einer Vielzahl von Unternehmen, Bildungseinrichtungen, Netzwerken und anderen Partnern aus der Musikwirtschaft an verschiedenen Orten in ganz Berlin durchgeführt werden. In Workshops, Showcases, Parties und Networking Events erhalten Interessierte einen umfassenden Überblick über die vielfältigen Aktivitäten der Berliner Akteure.

Bis zum 30. September 2016 ruft die Berlin Music Commission zu einem Call for Participation auf – Programmvorschläge für Workshops, Panels und Talks können über folgendes Formular eingereicht werden:

Call for Participation

Vorschläge für Satelliten-Events, können hier eingereicht werden:

Call for Satellites

Tickets für Most Wanted: Music gibt es ab sofort auf Eventbrite. Die Teilnahme an der Most Wanted: Music #convention kostet 29,99€ sowie ermäßigt 19,99€ für StudentInnen und Auszubildende. Die Teilnahme an den Most Wanted: Music #satellites ist kostenfrei. Der Most Wanted: Music Newsletter informiert über Updates und Details zum Programm und kann hier abonniert werden: Newsletter

Alle weiteren Infos und regelmäßige Programmupdates gibt es auf www.mwm-berlin.de.

Über die Berlin Music Commission:

Die Berlin Music Commission organisiert und vernetzt Akteure aus allen Bereichen der Musikwirtschaft und ist deren Sprachrohr gegenüber Politik und anderen Branchen. Durch aktive Vernetzung bündeln wir Unterschiede, um neues kreatives und wirtschaftliches Potenzial zu erschließen. Gemeinsam entwickeln wir so langfristige Projekte, die die Akteure fit machen für die Anforderungen einer zunehmend digitalisierten Welt und die Musikwirtschaft weiter entwickeln.

 

GMM-Workshop zu (neuen) Chancen und Herausforderungen für Musiknetzwerke

Am 30. Juni richtete die Fachgruppe „Musiknetzwerke“ der Gesellschaft für Musikwirtschafts- und Musikkulturforschung (GMM) e. V. in Kooperation mit dem Masterprogramm „Medien und Musik“ des Instituts für Journalistik und Kommunikationsforschung (IJK), dem  Förderkreis der Hochschule für Musik, Theater und Medien Hannover (HMTMH), der Musikland Niedersachsen gGmbH, dem MusikHUB von kre|H|tiv Netzwerk Hannover e. V., dem Clustermanagement Musikwirtschaft Mannheim & Region und der Berlin Music Commission (BMC) e.G. einen ersten Forschungs-Workshop „Musiknetzwerke – Neue Chancen und Herausforderungen“ aus. Die Veranstaltung, auf der mit Akteuren maßgeblicher Netzwerke erstmalig systematisch mit Bezug auf den Forschungsstand zur Managemententwicklung Herausforderungen, Probleme und Chancen von Musiknetzwerken und ihren Netzwerkakteuren gesichtet und diskutiert wurden, war ein voller Erfolg.

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Wer oder was treibt bzw. behindert die Entwicklung neuer Netzwerke und ihrer OrganisatorInnen? Was unterscheidet und was eint sie? Was gibt es für aktuelle Entwicklungen und Vorhaben? Fragen wie diese wurden in drei World-Cafés erörtert, u. a. mit Dana Bauers (Pop KW), Leila Döring (KlubNetz), Julia Wartmann (Local Heroes), Christine Preitauer und Kai Schirmeyer (kre|H|tiv), Gunnar Gessner (Musikland Niedersachsen), Hendrik Deutsch (Landesmusikrat), Andreas Burckhardt (LAG Jazz), Arne Jansen (HMTMH), Matthias Rauch (Clustermanagement Musikwirtschaft Mannheim und Region) und Olaf „Gemse“ Kretschmar (Berlin Music Commission).

Die drei je 45-minütigen moderierten und inhaltlich vorbereiteten Gesprächsrunden an Themen-Tischen mit verschiedenen Schwerpunkten erarbeiteten gemeinsam die Gegenwart und mögliche Zukunft der Musikwirtschaft: Für sie wird die Unterstützung, die Musiknetzwerke und ihre OrganisatorInnen mit immer mehr Musicpreneuren erbringen, offenbar immer wichtiger.

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Konkret wurde in den Diskussionen u.a. die qualitative Vielfalt von Netzwerken und ihre quantitative Zunahme hervorgehoben, wobei für ihre Entwicklung die Bedeutung sowohl digitaler Netzwerkmedien als auch „physischer Orte“ betont wurde: Entfaltet wird der Spielraum für neue Möglichkeiten der musikbezogenen Vernetzung und Kreation von Werten offenkundig am besten im Verbund beider Möglichkeiten, wobei von den GesprächsteilnehmerInnen eingeräumt wurde, dass diesbezüglich z. B. in Hannover noch nicht alle Möglichkeiten ausgeschöpft werden, weshalb die beiden lokalen Mitveranstalter kre|H|tiv und das Musikland Niedersachsen in ihrer Arbeit hier Schwerpunkte setzen – auch in der Kooperation mit der Fachgruppe „Musiknetzwerke“ der GMM.

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Neben den vielen Leistungen, die Musiknetzwerke und Musicpreneure offenbar erbringen, wurden auch neue und große Herausforderungen insbesondere im Kontext der disruptiven Strukturtransformationen von Musikwirtschaft und Musikkultur thematisiert: etwa die immer geringere strukturelle soziale Absicherung der immer häufiger als Soloselbstständige bzw. Mikrounternehmer tätigen Musikakteure oder auch ihre (Netzwerk-)Organisationspraxis betreffende „free-rider“-Probleme, von denen die Akteure allerdings berichteten, dass die meisten von ihnen erst Erfahrungen mit und in Netzwerken machen müssen, um eine „netzwerktypischere ausbalanciertere Sozialität des Nehmens und Gebens“ zu erlernen. Hinsichtlich der (zunehmend prekären) sozioökonomischen Stellung von Künstlern und Kreativen wurde nicht zuletzt auch die Zeitgemäßheit verschiedener Vergütungs- und Sicherungsmodelle kritisch reflektiert, darunter GEMA, KSK und bedingungsloses Grundeinkommen. Im Zusammenhang mit der Frage nach den Akteuren und den Beiträgen, die jene (medial) unternehmerischen Musiker leisten, die heute oft als „Musicpreneure“ bezeichnet werden, rückte außerdem die künstlerische Ausbildung ins Zentrum der Diskussion. Ähnlich wie die aktuelle Jazzstudie forderten auch die anwesenden Akteure eine verstärkte Orientierung der (Hochschul-)Ausbildung an erwerbsstrukturellen Realitäten.

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Spannend mit Blick auf Erwartungen an die künftige Entwicklung der „UNESCO-Cities of Music“ war schließlich der Austausch darüber, ob es Hannover und anderen Städten wie vor allem Mannheim, Hamburg und Berlin gelingen kann, sich im Kontext von Digitalisierung als „Smart Music City“ zu etablieren. Kontrovers erörtert wurden hier einerseits sehr praktische Perspektiven zu Potenzialen und Herausforderungen der Verbindung von (kommunaler/regionaler) analoger und (räumlich unbegrenzter) digitaler (Musik-)Welt. Andererseits wurde hinsichtlich der Entwicklung von „Smart Cities“  debattiert, inwiefern Musiknetzwerke dazu beitragen könnten, diese mit möglichst vielen Musikakteuren „bottom up“ mitzugestalten, um nicht zuletzt in Sachen Musikkultur das Gemeinwohl gegenüber dem Kommerz obsiegen zu lassen.

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Der Brückenschlag zwischen der Wissenschaft und Praxis der Netzwerke und des Netzwerkens wird thematisch in der Fachgruppe „Musiknetzwerke“ der GMM fortgeführt: zum Thema „Smart Music Cities“ auf der Konferenz des Reeperbahnfestivals im September in Hamburg und zur Entwicklung der Musiknetzwerke  auf der MostWanted:Music-Konferenz der Berlin Music Comission im November 2016. Interessierte Musikakteure und WissenschaftlerInnen sind eingeladen, sich bei den genannten Gelegenheiten und in der GMM an der Vernetzung und ihrer weiteren Erforschung zu beteiligen.

Hannover, den 07.07.2016
Text: Aljoscha Paulus
Fotos: Marie-Christine Drunat

Studie zur Berliner Musikwirtschaft: beyond! before! bright!

Im Auftrag der Senatsverwaltung für Wirtschaft, Technologie und Forschung/ Projekt Zukunft wurde von der Beratungsagentur Sound Diplomacy (Katja Hermes, Lucas Knoflach) in Kooperartion mit GMM Vorstand Prof. Dr. Carsten Winter (HMTMH), die Analyse „beyond! before! bright! in Berlin“ verfasst, die sich mit den Chancen und Herausforderungen der Digitalisierung in der Musikwirtschaft in Berlin beschäftigt. Denn Branchenakteure spüren in Berlin auf rasante Weise die zunehmende lokale, nationale und globale digitale Vernetzung. Die deutsche Hauptstadt steht wie keine deutsche Stadt für dynamische Weiterentwicklung (beyond!), für Pioniertum (before!) und Innovation (bright!) in der Musikwirtschaft.

Die Analyse „beyond! before! bright! in Berlin“ kann hier heruntergeladen werden.

Die Analyse soll Orientierung über die derzeitige Situation geben und die Digitalisierungschancen der Musikwirtschaft verorten. Wie gut die Digitalisierung der Berliner Musikwirtschaft gelingt, hängt davon ab, wie gut die Akteure die Chancen und Herausforderungen der Digitalisierung verstehen. Daher wurden 20 repräsentative Teilnehmer, die mit der Digitalisierung von Musik in Berlin vertraut sind, in einem persönlichen Gespräch dazu befragt, was sie unter Digitalisierung verstehen, welche Strategien sie verfolgen, welche Technologien sie nutzen, welche Rolle der Standort Berlin spielt und welche Schritte und Handlungen sie für die Entwicklung der digitalen Wertschöpfung in Berlin für produktiv halten.

Die Analyse zeigt, dass alle Befragten die Notwendigkeit einer Auseinandersetzung mit der Digitalisierung verdeutlichen: Wichtig ist, sich auf neue Möglichkeiten, Herausforderungen und Innovationen einzustellen.

Immer mehr Berliner Akteure aus der Musikwirtschaft und digitalen Musikwirtschaft nutzen und gestalten Digitalisierungsprozesse mit. Sie sind besser vernetzt, als in anderen Städten im europäischen Vergleich. Das Profil Berlins als dynamische und unkonventionelle Stadt mit einem hohen kreativen Potential und günstigen Lebenshaltungskosten gilt als Auslöser für die Ansiedlung einer großen Anzahl von Musikunternehmen, der digitalen Musikwirtschaft und zahlreicher Startups.

Erster Workshop des Fachausschusses „Musiknetzwerke”

Am 30 Juni 2016 findet der erste Workshop unseres Fachausschusses für Musiknetzwerke an der Hochschule für Musik, Theater und Medien Hannover, in der Hindenburgstraße 2-4 statt.

Anmeldungen für das Programm (siehe Unten) sind ab jetzt bei Frau Sara Kuhlgatz (kuhlgatzs@stud.hmtm-hannover.de) möglich.

Programm:

Auf dem ersten Workshop des Fachausschusses „Musiknetzwerke“ sollen aktuelle Herausforderungen, Probleme & Chancen von Musiknetzwerken und Musiknetzwerkakteuren gesichtet und diskutiert werden: Was gibt es für Ziele, Unterschiede und Gemeinsamkeiten von Netzwerken und was für aktuelle Entwicklungen und Vorhaben. Das Workshop-Programm besteht aus einem Intro, das in die drei World-Cafés einführt. Der Workshop wird vor- und nachbereitet: Jede/r Teilnehmer/in erhält im Anschluss einen Überblick über den Stand der Aktivitäten der beteiligten Musiknetzwerke.

Zum GMM Workshop, der vom Förderkreis der HMTHM unterstützt und gemeinsam vom IJK der HMTMH, der Musikland Niedersachsen gGmbH und dem MusikHUB von kre|H|tiv Netzwerk Hannover e.V ausgerichtet wird, laden die Sprecher des FA „Musiknetzwerke“ Prof. Dr. Carsten Winter (IJK, HMTM-Hannover) und Olaf ‚Gemse‘ Kretschmar (BMC) gemeinsam mit Gunnar Geßner von der Musikland Niedersachsen gGmbH, Christine Preitauer und Kai Schirmeyer vom musikHUB von kre|H|tiv Netzwerk Hannover e.V., Dr. Matthias Rauch vom Clustermanagement Musikwirtschaft Mannheim & Region und Studierende des IJK-Masters „Medien und Musik“ ein.

 

14:00 Anmeldung und Ankunft
14:30 – 14:40 Begrüßung durch die Sprecher des GMM Fachausschusses
14:40 – 15:20 Intro zu den World Cafés: Musiknetzwerke – Neue Chancen und Herausforderungen
15:20 – 16:05 World Café 1: Der Beitrag von Musicpreneuren zur Entwicklung von Musiknetzwerken
16:05 – 16:30 Kaffeepause
16:30 – 17:15 World Café 2: Unterstützungsleistungen und Probleme von Musiknetzwerken
17:15 – 18:00 World Café 3: Der Beitrag von Musiknetzwerken zur Entwicklung von „smart music cities“
18:00 Ausklang bei Snacks und Getränken
18:30 Präsentation erster Ergebnisse aus den World Cafés

 

Call for Papers: Musicpreneure in der Musikwirtschafts- und Musikkulturforschung

In der Folge der Gründung der Gesellschaft für Musikwirtschafts- und Musikkulturforschung e.V. wird seit dem Jahr 2015 ein Jahrbuch publiziert, das über ein Hauptthema und über den Stand der Forschung zur Musikwirtschafts- und Musikkulturforschung informiert.

Musikwirtschafts- und Musikkulturforschung wird nicht als disziplinäre Forschung konzipiert, sondern als ein Forschungsfeld, das situativ und interdisziplinär auf Problemlagen und neue Fragen reagiert und diese zugleich auch aufwirft. Im Zentrum stehen reale Probleme und Fragen, wie in diesem Fall die Frage nach der Zukunft professionellen Musizierens nach dem digitalen Strukturwandel von Musikkultur und Musikwirtschaft, die durch immer mehr Möglichkeiten von Musiker_innen, immer mehr und immer häufiger zu Unternehmer_innen ihrer Musik werden. Aufgeworfen wird diese Frage dabei sowohl im Zusammenhang mit der Ausbildung als auch der Karriereentwicklung, die durch neue Angebote, Inhalte, Verläufe und eine Zunahme neuer Lehrangebote für ein lebenslanges Lernen in der Musik geprägt sind.

Erwünscht sind Beiträge, die disziplinär oder disziplinübergreifend aus verschiedenen Perspektiven den Gegenstand „Musicpreneur“ und einzelne seiner Aspekte wissenschaftlich thematisieren sowie aktuelle Beiträge zur Musikwirtschafts- und Musikkulturforschung.

Der Call for Papers richtet sich an Vertreter_innen aller Disziplinen, die zu Themen der Musikwirtschafts- und Musikkulturforschung arbeiten. Erbeten sind Beitragsskizzen (1.500 Worte) in einer Word-Datei bis zum 19.6. an Matthias Rauch (matthias.rauch@cm-musikwirtschaft.de). Über die Annahme der Beiträge wird bis zum 25.6.2016 entschieden. Die Abgabe der Beiträge wird bis zum 9.9.2016 erwartet. Der Band wird im Jahr 2017 bei Springer-VS-Verlag publiziert.

Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte gern an einen der Herausgeber:

Lorenz Grünewald (gruenwald.lorenz@gmail.com)
Martin Lücke (martin.luecke@klangtext.de)
Matthias Rauch (matthias.rauch@cm-musikwirtschaft.de)
Carsten Winter (carsten.winter@hmtm-hannover.de)

Veranstaltungsbesprechung: Räume, Märkte, Szenen. Neue Arbeiten zur Popgeschichte. Workshop des Zentrums für Zeithistorische Forschung und des Exzellenzclusters Bild, Wissen, Gestaltung, 15.04.2016, Berlin

Am 15. Mai 2016 fand in den Räumen des Exzellenzclusters Bild, Wissen, Gestaltung der HU Berlin der Workshop Räume, Märkte, Szenen. Neue Arbeiten zur Popgeschichte statt. Anlass für den vom Exzellenzcluster und dem Zentrum für Zeithistorische Forschung Potsdam (ZZF) organisierten Workshop war laut dem Initiator des Workshops Bodo Mrozek die bereits zwei Jahre zurückliegende Veröffentlichung zweier Bände zum Thema Popgeschichte im Transcript Verlag.

Eröffnet wurde der Workshop von Jürgen Daynel und Bodo Mrozek sowie vom im Programm so genannten “Sympathisanten” der hier anwesenden Pop-Historiker Daniel Morat. In seiner klugen Rezension der oben genannten Bände zur Pop-Geschichte stellte er ausgehend von Diedrich Diederichsens Definition von Pop-Musik als „Zusammenhang aus Bildern, Performances, (meist populärer) Musik, Texten und an reale Personen geknüpfte Erzählungen“ für die Historiker die Frage, ob und wie sich ein solcher Pop-Begriff eigne, um die Transformationen und Zäsuren populärer Kulturen sowie von Pop-Kultur historisch zu erforschen. Stefan Krankenhangen von der Uni Hildesheim entgegnete, dass sich Pop-Kultur vor allem durch die Reflexivität ihrer Praktiken von den populären Kulturen unterscheide und dass eine historische Erforschung des Pop solche Reflexivitätsgrade berücksichtigen könnte.

In den sich anschließenden drei Panels zu Räumen wie New York, London und Hildesheim (!), zu Pop als Wirtschaftsgeschichte sowie zu Pop als Jungendkultur stellten sowohl angehende Doktoranden als auch fortgeschrittene Forscher_innen einen erfrischenden Mix aus laufenden und abgeschlossenen Forschungsprojekten vor. So machte Christian A. Müller von der Goethe Universität Frankfurt für das Feld der Musikwirtschaftsforschung den klugen Vorschlag, Pop nicht entweder als Wirtschafts- oder Kulturgeschichte zu verstehen, sondern interdisziplinär eine miteinander verkoppelte Wertschöpfungskette zu erforschen, die auch Zirkulations- und Rezeptionsmomente berücksichtige.

Neben den wissenschaftlichen Diskussion gab es eine Besichtigung der Räume und Experimente des Clusters in der Sophienstraße sowie spannende Praxisbeiträge wie die Vorstellung und Diskussion einer Ausstellungsidee über Berliner Subkulturen zwischen Mauerfall und Wiedervereinigung durch das Archiv der Jugendkulturen. Schließlich gab es Raum, auch Projektskizzen geplanter Dissertationen zu diskutieren.

Damit zeichnete sich der Workshop nicht nur durch die breite interessanter Themen und Projekte zur Pop-Geschichte aus, sondern durch die gewollte Offenheit für junge Forscher_innen ihre Projekte zu entwickeln und sich mit etablierten Personen der Pop-Forschung zu vernetzten. Somit war der Workshop nicht nur inhaltlich, sondern auch für die disziplinäre und interdisziplinäre Vernetzung der Pop-Forscher_innen ein großer Mehrwert.

 

 

Newsletter März

Liebe Mitglieder der GMM,

wir freuen uns, dass sich neben den Fachausschüssen zu „Internationalisierung“ und „Netzwerken“ sowie der Arbeitsgruppe für Studierende Musikwirtschafts- und Musikkulturforscher_innen auch ein Fachausschuss zum Thema „Musik und Urheberrecht“ gegründet hat. Bei Interesse, in den Ausschüssen mitzuarbeiten, wird darum gebeten, sich bei den jeweiligen Sprecher_innen zu melden:

Darüber hinaus möchten wird gerne auf folgende Hinweise aufmerksam machen, die uns aus der GMM und ihrem Umfeld ereilt haben:

Tagungsprogramme:

  • Kurzfristig: Balancing Intellectual Property Claims and the Freedom of Art and Communication (Bielefeld, 30.03.-01.04.2016) (PDF)
  • Zeiten des Aufbruchs. Der lange Sommer populärer Musikkulturen und der gesellschaftliche Wandel seit den 1960er Jahren Dresden, 26.-28.05.2016 (PDF)
  • JetztMusikFestival Symposium (Mannheim) mit GMM besetzten Panels: http://2016.jetztmusikfestival.de/symposium/

Calls:

Stellenausschreibungen:

Call for Participants & Papers: 2. GMM Summer Institute – Media, Culture and Economic Developments for Musicpreneurs

14.-20. September 2016, Porto, Portugal

Die GMM freut sich, zum 2. Sommer-Institut (2. GMMSI) für Medien, Kultur und ökonomische Potenziale von Musicpreneuren nach Porto einladen zu können.

ZIELE // Das GMM- Summer Institute versammelt interessierte Musikforscher_innen, um Fragen zu ökonomischen und kulturellen Entwicklungen, Geschäftsmodellen und sozialen Innovationen in Musikwirtschaft und Musikkultur in diesem Jahr mit dem Schwerpunkt auf „Musicpreneure“ zu diskutieren. Darüber hinaus ist es Ziel, jüngeren Forscher_innen strukturierte und individuelle Hilfestellungen bei ihren Arbeiten und Kooperationsmöglichkeiten anzubieten. Die GMMSI-Formate erlauben während des Summer Institutes die Interaktion mit etablierten Forschern, Entscheidern, Doktorats- und MA-Studierenden und den Aufbau von Verbindungen mit Wissenschaft und Praxis für die Zukunft. Diskutiert werden Beiträge zum 2. Jahrbuch zur Musikwirtschafts- und Musikkulturforschung (2016) zu „Musicpreneuren“ und aktuelle methodische und konzeptuelle Herausforderungen und Studien zur Musikwirtschafts- und Musikkulturforschung.

GEGENSTAND // Hauptsächlicher Gegenstand des 2. GMMSI sind neue „Entrepreneur-Rollen“ vom „Artepreneur“ bis zum „Culturepreneur“ als „Musicpreneure“ – als Akteure, die das Feld der Musikwirtschaft und Musikkultur verändern. Das GMMSI ist nach Rücksprache mit einem der wiss. Verantwortlichen auch disziplinär offen für Beiträge aus z.B. Musik-, Kultur- und Medienmanagement, Musik-, Kultur-, Medien- und Kommunikationswissenschaft und anderen Disziplinen.

PROGRAMM // Das GMMSI kombiniert drei Elemente: Es ermöglicht Teilnehmer_innen qualifiziertes Feedback auf die eigene Arbeit und die Diskussion mit Wissenschaftler_innen und Entscheidungsträger_innen im Rahmen des Kolloquiums (1), es eröffnet über die Diskussion der Internationalisierung ausgewählter Musikwirtschaftsakteure und ausgewählter Beiträge für das 2. Jahrbuch für Musikwirtschafts- und Musikkulturforschung Einblicke in den Stand der Forschung und die Entwicklung der Werte(!)schöpfung mit Musik (2) insbesondere mit Blick auf Musicpreneure (3).

Download: Detailliertes Programm (PDF) 

WORKING-GROUP&PANEL-COORDINATORS //

  • AHLERS, MICHAEL, Univ-Prof. Dr.: Leuphana Universität Lüneburg
  • BIRKE, SÖREN: Aufsichtsratsvorsitzender Berlin Music Commission
  • JACKE, CHRISTOPH, Univ.-Prof. Dr.: Universität Paderborn
  • KRETSCHMAR, OLAF: CEO Berlin Music Commission
  • PREITAUER, CHRISTINE: KreHtiv – Netzwerk der Kreativwirtschaft in Hannover
  • RAUCH, MATHIAS, Dr.: Leiter Clustermanagement Musikwirtschaft Mannheim & Region
  • WINTER, CARSTEN, Univ.-Prof. Dr.: Hannover University of Music, Drama and Media

DER NUTZEN FÜR DIE TEILNEHMER_INNEN // Das GMMSI vernetzt Akteure und erlaubt Einblicke in aktuelle Forschungs-, Publikations- und Lehrprojekte und in strategische Projekte von Unternehmen, ihren Netzwerken und Städten. 2016 liegt ein Schwerpunkt auf Musicpreneuren in allen denkbaren Kontexten. Eingereicht werden können aber wiss. Beiträge zu jedem Thema mit Bezug auf Musik, Kultur und Medien. Teilnehmer_innen, die qualifiziertes wiss. Feedback wünschen, müssen ihr Forschungsvorhaben auf Basis eines “extended abstract” präsentieren. Die Präsentation soll das Vorhaben mit Blick auf Theorie, Methode und praktische Implikationen und den eigenen Beitrag zum Forschungsstand reflektieren. Um das Feedback zu verbessern sollen zusätzlich fünf zentrale Fragen und Probleme in jeweils ein bis drei Sätzen formuliert und auf dem Workshop diskutiert werden. Aktive Mitarbeit wird von allen Teilnehmer_innen am GMMSI erwartet. Jede_r Vortragende erklärt sich dazu bereit ein Feedback (5 min) zu einer anderen Präsentation zu geben.

TEILNEHMERGEBÜHR UND ANMELDUNG // Die Bewerbung zum Kolloquium erfolgt mit „extended abstract“ (600-800 Wörter) und Kurz-Lebenslauf bis zum 30. April 2016 bei Christine Preitauer (christine.preitauer@gmail.com). Über die Teilnahme wird innerhalb einer Woche nach Anmeldung entschieden, damit ggf. günstig Flüge nach Porto gebucht werden können. Die Vor-Ort-Präsentationen sind mit den fünf zentralen Fragen und Problemen (s.o.) bis zum 1. September in elektronischer Form (PPT oder PDF bzw. Word) einzureichen.

Die Teilnahme am GMMSI kostet 120 € (GMM-Mitglieder 60€) für Materialien, Kaffeepausen und Snacks. Kosten für An- und Abreise und Hauptmahlzeiten tragen die Teilnehmer selbst. Die Kosten für die Übernachtung im EZ 25€ bzw. DZ 38€ incl. Frühstück sind mit Teilnehmergebühr an die GMM zu überweisen (25% nach Anmeldung und 75% bis zum 1.9.2016):

Veranstaltungsort und -Übernachtung: Casa diocesana seminário de vilar, rua arcediago von zeller, 50, 4050-621 Porto – www.seminarodevilar.pt – reservierung über Christine Preitauer

GMMSI-Anmeldung: Christine Preitauer (christine.preitauer@gmail.com)

VERANSTALTER: GMM e.V. – verantwortlich für das GMMSI 2016: Univ.-Prof. Dr. phil. habil. Carsten Winter

WISSENSCHAFTLICHE LEITUNG:

Univ.-Prof. Dr. M. Ahlers (Lüneburg), Univ.-Prof. Dr. Chr. Jacke (Paderborn) & Univ.-Prof. Dr. C. Winter (Hannover)

Download: Detailliertes Programm (PDF)