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Call for Papers: GMM Best Paper Award

English version below

15. und 16. November 2023
Vorträge und Jurysitzung in der Technischen Universität Berlin Preisverleihung in der Kulturbrauerei Berlin auf der MW:M 2023

Für den Nachwuchsförderungspreis der GMM in Kooperation mit der Most Wanted: Music 2023 (MW:M) suchen wir:
a) laufende studentische Forschungsprojekte
b) abgeschlossene Bachelorarbeiten und
c) abgeschlossene Masterarbeiten

Die Projekte sollen sich mit musikwirtschaftlichen oder musikkulturellen Themen auseinandersetzen und dürfen nicht älter als 12 Monate ab Einsendung sein. Teilnehmen können Studierende und Absolvent*innen aller deutschen Hochschulen und Universitäten. Beispiele für Themen können sich im Themenkomplex von MW:M bewegen, sind jedoch nicht darauf beschränkt:

Diversität in der Musikwirtschaft und Musikkultur, z.B. Rassismus, Geschlechterungleichheit, Klassismus, neue Strategien und Initiativen zur Förderung von Vielfalt und Empowerment, Vielfalt als Thema in Liedern

Nachhaltigkeit in der Musikwirtschaft und Musikkultur z.B. ökologische Nachhaltigkeit, Nachhaltigkeit der Veranstaltungen, nachhaltige Lebensweisen von Künstlerinnen

Zukunft der Musik, z.B. Arbeiten zu neuen Genres, neuen Geschäftsmodellen und Strategien, neue Künstler*innensubjekte oder globale Musikphänomene, Trends und Entwicklungen

Togetherness, z.B. gemeinsames Musizieren während und nach COVID-19, neue Formen und Praktiken der Zusammenarbeit, Veränderungen im gemeinsamen Musik-Erlebens, digitale Veranstaltungen der Musikwirtschaft

Bewerbt Euch bis zum 16.10.2023 mit einer Zusammenfassung (max. 1,5 Seiten) Eures Forschungs- oder Abschlussprojekts (Deutsch oder Englisch) und schickt diese per E-Mail an best-paper@musikwirtschaftsforschung.de. Wir wählen die besten Einreichungen aus, die dann einer fachkundigen Jury aus Wissenschaftlerinnen und Praktikerinnen präsentiert werden. Die
Präsentationen können auf Deutsch oder Englisch stattfinden. Die Siegerehrung findet dann auf der Most Wanted: Music 2023 vor Publikum statt.

Preise: Die Gewinner*innen erhalten eine einjährige Mitgliedschaft in der GMM, über die sie an Aktivitäten der Musikwirtschafts- und Musikkulturforschung, sowie an Nachwuchsveranstaltungen, Forschungs- und Industrieworkshops und Fachausschüssen teilnehmen können. Darüber hinaus werden Preise für die Karriereentwicklung junger Forscherinnen vergeben. So erhält die beste Arbeit die Möglichkeit zur Publikation im Jahrbuch der GMM.

Fragen? Dann einfach eine Mail an: best-paper@musikwirtschaftsforschung.de


Über die GMM: Die Gesellschaft für Musikwirtschafts- und Musikkulturforschung untersucht aktuelle und historische Phänomene im Bereich der Musikwirtschaft und der Musikkultur und leistet hier insbesondere einen interdisziplinären Beitrag zur Forschung. Die GMM ist eine Plattform zum Austausch und zur Vernetzung von Wissenschaft und Praxis sowie von Nachwuchs und erfahrenen Expertinnen. Menschen aus Wissenschaft und Forschung sind bei der GMM genauso vertreten wie Praktikerinnen. Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf der Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses. Die GMM interessiert sich dabei sowohl für Innovationen wie für fundierte Kritik im Bereich aktueller musikwirtschaftlicher und musikkultureller Praktiken und Diskurse. Sie legt Ihren Fokus auf kritische Einordnung von innovativen Entwicklungen und Positionen. Die GMM hat zum Ziel, eine der zentralen Gesellschaften an der Schnittstelle von Musikwirtschaft, Musikkultur und Forschung zu werden.

Call for Papers: GMM Best Paper Award

November 15 and 16, 2023
Presentations and jury meeting at the Technical University of Berlin.
Award ceremony in the Kulturbrauerei Berlin at MW:M 2023

The Young Research Award of the German Association for Music Business and Music Culture Research (GMM) in cooperation with the Most Wanted Music (MW:M) in Berlin, is looking for:
a) students’ ongoing research projects
b) completed Bachelor theses or
c) completed Master theses

These projects should deal with topics of music business or music culture research and may not be older than 12 months from the date of submission. Students and graduates of all universities in Germany can take part in the award. Examples of topics can be, but are not limited to, the themes of the MW:M:

Diversity in music business and music culture, e.g., racism, gender inequality, classism, new strategies and initiatives to foster diversity and empowerment; diversity as a topic within songs
Sustainability in music business and music culture, e.g., ecological sustainability, sustainability of events, sustainable artist lifestyles
Future of Music e.g., works on new genres; new business models and strategies; new artist subjects; global music phenomena, trends and developments
Togetherness e.g., making music together during or after COVID-19; new forms and practices of collaboration; changes in shared music experience; digital events

Please apply with a summary (max 1.5 pages) of your research or final project (in German or English) via e-mail to best- paper@musikwirtschaftsforschung.de until 16/10/2023. We will select
the best submissions, which will then be presented to an expert jury of scientists and practitioners. The presentations can take place in German or English. The award ceremony will take place in front of an audience at Most Wanted: Music 2023. We will inform the participants about the details via email.

Prizes: The winners will receive a one-year free GMM membership through which they will be able to participate in music business and music culture research activities, as well as junior events, research and industry workshops and specialist committees. It awards prizes for the career development of young researchers. Moreover, the best work will be published in the GMM Yearbook.

Further questions? Contact us via best-paper@musikwirtschaftsforschung.de

About the GMM: The Gesellschaft für Musikwirtschafts- und Musikkulturforschung (German Association for Music Business and Music Culture Research) examines current and historical phenomena in the field of music industry and music culture and, in particular, creates an interdisciplinary contribution to research. The GMM is a platform for exchange and networking of research and practice as well as young professionals and experienced experts. People from science and research are just as represented at GMM as practitioners. One of its special focuses is on the promotion of young scholars. The GMM is interested in innovations as well as sound criticism in the field of current music and music culture practices and discourses. It focuses on critical classification of innovative developments and positions. The aim of the GMM is to become one of the central associations for the intersection between music industry, music culture and research.
Our activities include:
● Matchmaking: providing expertise from all areas of the music industry and music culture.
● Network: networking, discussion and cooperation between research, art, criticism and practice.
● Cooperations: scientific support of projects, processes and teams.
● Knowledge transfer: exchange between members as well as national and international networks and
associations.
● Contact person: for all questions in and on music industry and music culture research.
● Funding: promotion of young talents, promotion of disciplines.
● Events: Organization of panels, workshops, roundtables, lectures.
● Publications: Publication of theme books, yearbooks and studies

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Call for Papers: Musik & Politik

Barbara Hornberger, Carsten Winter, Svenja Reiner, Franziska Schoch

English version below

FRIST ZUR EINREICHUNG VON TEXTSKIZZEN VERLÄNGERT BIS ZUM 31. MAI 2023

Das Verhältnis von Musik und Politik rückt aus insbesondere zwei Gründen immer wieder ins Zentrum eines wissenschaftlichen Interesses an Musikkultur und an Musikwirtschaft: Erstens, weil in Musikkontexten „die Zukunft“ früher oder sogar zuerst aufscheint. Zweitens, weil hier nicht nur Entwürfe einer besseren Zukunft verhandelt werden, sondern weil damit auch Transformationsanforderungen einhergehen, die sich in Krisen, Strukturüberforderungen, sozialer und wirtschaftlicher Ungleichheit zeigen. So entstehen grundlegende Fragen danach, wie wir gerechter und nachhaltig leben und arbeiten können.

Das Zusammenspiel von Musik und Politik war immer wieder Thema im Kontext der Digitalisierung, die die breite deutschsprachige Öffentlichkeit mit der Einführung der CD auf de Internationalen Funkausstellung 1981 in Berlin erreichte. Die Digitalisierung hat die Musikwirtschaft in der Folge über Jahre zur profitabelsten Medienbranche gemacht, bevor diese Branche von 1998 bis 2013 die größte Krise einer Medienbranche erlebte, in der sie weltweit über 50% an Umsatz und an Gewinn eingebüßt hat. Die seit dem anhaltende Transformation und Innovation der Strukturen zur Refinanzierung von Musik mit ständig neuen digitalen Mitteln und Medien zur Produktion, Verteilung und Nutzung von Musik begründete immer weitere Verwertungs-, Urheber- und Leistungsschutzherausforderungen, die mit einer Vielzahl von Beteiligten zu verhandeln gilt und längst nicht mehr national-politisch zu klären ist. Nicht zuletzt stellt sich die Frage, was es schließlich für eine Ökonomie bedeutet, wenn das ehemals verknappte Gut Musik jetzt prinzipiell überall und zu jeder Zeit verfügbar ist?

Diese Transformationen, die in der EU nicht mehr ‚wirtschaftlich‘ oder ‚kulturell‘ diskutiert werden, sondern nunmehr integrativ, sind wissenschaftlich sowie auch politisch eine neue Herausforderung. Die Covid-19 Pandemie zeigte, dass viele Besonderheiten von Musik als Ökosystem, die es zum Zukunftslabor der Kultur-, Medien- und Kreativwirtschaft machen, nicht voraussetzungslos sind. Der fast vollständige Einbruch der Einnahmen der für die Musikindustrie zentralen Teilsegmente Live-Musik und Clubwirtschaft folgte eine quasi über Nacht strukturell einsetzende Prekarisierung des überwiegenden Teils der Erwerbstätigen in der Musikbranche (von vielen Künstlerinnen, über alle Live-Gewerke, Clubs und auch Musiklehrerinnen). Diese Entwicklungen erzwingen eine politische Diskussion und Klärung strukturellen Voraussetzungen von und für Musik in Gesellschaft, die gerade erst einsetzt. Mit diesem Jahrbuch wollen wir den Stand der Diskussion zu diesen und weiteren Themen dokumentieren und weiter produktiv öffnen und beleben.

Aktuell ist ersichtlich, dass das Verhältnis von Musik und Politik es wert ist betrachtet und erforscht zu werden: Welche alten Strukturen werden wie reformiert, welche neuen in verschiedenen Kontexten erprobt? Wer sind neue und wer die wichtigen Akteurinnen in Musikökosystemen der Zukunft? Wer verändert wie und warum mit welchen Argumenten Rahmenbedingungen für sowohl die Produktion wie auch die Verteilung von Musik (in allen möglichen Formen)? Welche Rolle spielen welche Aspekte und Formen von Musik in welchen politischen Vereinbarungen? Wo lernte und lernt Politik von Musik als Zukunftslabor? Wo positionieren sich wie und warum Musik-Akteurinnen und hier insbesondere Künstlerinnen aktuell auch politisch, im Kontext von Klimapolitik, Extremismus und Populismus, sowie zu Krieg und Frieden usw. usf. Beispiele für mögliche Themen von Beiträgen für das Jahrbuch Musik & Politik:

● „Musik“ als Gegenstand und Thema in lokaler, regionaler und nationaler Politik
● Die „Politik“ relevanter Verbände (im Kontext der Covid-19 Pandemie oder allgemein)
● Politische Aktivitäten/Ziele von neuen Musikakteurinnen wie neuen Netzwerken
● Politische Anliegen Geschlechtergerechtigkeit, Anti-Rassismus, Awareness, Barrierearmut und neuen Agency-Festivals mit und zu politischen Themen oder in den
Konjunkturen von Musikstädten
● Studien oder Beiträge zu politischen Herausforderungen im Kontext von Digitalisierung, Krisen oder Covid-19
● Musikpädagogische Perspektiven in Hinblick auf z. B. Curricula, Didaktiken, Aus- und Weiterbildungsmöglichkeiten, Zugangshürden, Ressourcenverteilung

Der Call richtet sich an Wissenschaftlerinnen aller Disziplinen, die zu „Musik & Politik” arbeiten, und an Künstlerinnen oder Akteurinnen aus Musikkultur und Musikwirtschaft. Erbeten sind Textskizzen (max. 1500 Worte, Word-Datei) bis zum 31.05.23 an jahrbuch@musikwirtschaftsforschung.de. Über die Annahme wird bis zum 30.06.2023 entschieden. Die Abgabefrist der Beiträge wird noch bekanntgegeben. Der Band soll im 1. Quartal 2024 publiziert werden. Hinweise zur Manuskriptgestaltung erhalten Beiträgerinnen in einer späteren separaten Mail.
Bei Rückfragen wenden Sie sich an jahrbuch@musikwirtschaftsforschung.de

Call for Papers: Music & Politics

Barbara Hornberger, Carsten Winter, Svenja Reiner, Franziska Schoch

The relationship between music and politics has become the focus of scholarly interest in music culture and the music industry for two reasons in particular: First, because it is here that the future takes place earlier or even at the first time. Second, because here new experiences are not always only those of a better future, but are often connected with transformation needs that show up in crises, structural overstrain, social and economic inequality, and raise fundamental questions about how we strive to live and work more justly in a sustainable way.

The interplay between music and politics has been a recurring theme in the context of digitization, which reached the general German speaking public with the introduction of the CD at the 1981 Internationalen Funkausstellung in Berlin. Digitization subsequently made the music industry the most profitable media industry for years before this industry experienced the greatest crisis of any media industry from 1998 to 2013, when it lost over 50% of its revenue and profits worldwide. Since then, the ongoing transformation and innovation of the structures for refinancing music with constantly new digital means and media for the production, distribution
and use of music has created ever more challenges in utilization rights and copyright which have to be negotiated with a multitude of stakeholders and have long since ceased to be a matter of national politics. Last but not least, the question arises as to what it ultimately means for an economy when the formerly scarce commodity of music is now, in principle, available everywhere and at any time?

These transformations, which are no longer discussed ‚economically‘ or ‚culturally‘ in the EU, but now integratively, are a new challenge scientifically as well as politically. The Covid-19 pandemic showed that many peculiarities of music as an ecosystem that make it the future laboratory of cultural, media and creative industries are not without preconditions. The almost complete collapse of the revenues of the sub segments of live music and the club economy, which are central to the music industry, was followed by a structural precarization of the overwhelming part of the working population in the music industry (from many artists, across all live trades, clubs and also music teachers) that started almost overnight. These developments force a political discussion and clarification of structural conditions of and for music in society, which is just beginning. With this yearbook, we want to document the state of the discussion on these and other topics and continue to productively open and enliven it.

It is currently apparent that the relationship between music and politics is worth considering and researching: Which old structures are being reformed and how, which new ones are being tried out in different contexts? Who are new and who are the important actors in music ecosystems of the future? Who is changing the framework for both the production and distribution of music (in all possible forms), how and why, and with what arguments? What role do which aspects and forms of music play in which political agreements? Where did and does politics learn from music as a laboratory for the future? Where and how do music actors and especially artists currently position themselves politically, in the context of climate policy, extremism and populism, as well as war and peace, etc. etc.?
Examples of possible topics for contributions to the Yearbook Music & Politics:
● „Music“ as a subject and theme in local, regional, and national politics.
● The „politics“ of relevant associations (in the context of the Covid-19 pandemic or more generally)
● Policy activities/goals of new music actors such as new networks.
● Political concerns gender equity, anti-racism, awareness, low barrier, and the rise of new agency festivals w Music education perspectives with regard to e.g. curricula, didactics, training and continuing education opportunities, access barriers, resource allocation.h and on political issues or in the conjunctures of music cities
● Studies or contributions to political challenges in the context of digitalization, crises, or Covid19.
● Music education perspectives with regard to e.g. curricula, didactics, training and continuing education opportunities, access barriers, resource allocation.

The call is addressed to scholars of all disciplines working on “Music & Politics“ and to artists or actors from music culture and music business. Text outlines (max. 1500 words, Word file) are requested by 05/31/2023 to jahrbuch@musikwirtschaftsforschung.de.


A decision on acceptance will be made by 06/30/2023.
Submissions are expected tba.
The volume is expected to be published in Q1 2024.
Instructions on manuscript layout will be sent to contributors* in a later separate mail.
If you have any questions, please contact jahrbuch@musikwirtschaftsforschung.de

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GMM Summer Institute | Call for participants & Papers

GMM Summer Institute | Call for participants & Papers

Musikökosystemforschung zur Integration von Musikkultur- und Musikwirtschaftsforschung?

8. GMMSI: 23. 29. September 2023, Porto, Portugal

Die Gesellschaft für Musikwirtschafts- und Musikkulturforschung lädt zum 8. GMM Summer Institute ein.

ZIELE | Das GMM SI versammelt seit 2015 Interessierte, um Fragen zu Musikkultur- und Musikwirtschaftsforschung mit unterschiedlichen Schwerpunkten im kollegialen Rahmen und mit großem Respekt vor Unterschieden zu diskutieren. 2023 geht es um methodische Fragen um mit Blick auf gegenwärtige Herausforderungen, Musik analytisch weniger getrennt nach Perspektiven aus Kultur und/oder Wirtschaft, sondern vielmehr holistischer als Musik-Ökosystem zu konzeptualisieren und zu erforschen. Das GMMSI bietet insbesondere jüngeren Forscher*innen Kollaborationsmöglichkeiten und individuelle. Das GMM SI fördert die Interaktionen mit etablierten Forscher*innen, Musikwirtschaftsakteur*innen und den Aufbau von Kontakten zu Wissenschaft sowie zur Musikpraxis.

FORM & INHALT | Das GMM SI ermöglicht Teilnehmer*innen auf verschiedenen Qualifikationsstufen (MA, PhD, Post-doc) Feedback auf die eigene Arbeit (1) und fördert Diskussionen mit Wissenschaftler*innen und Musikwirtschaftsakteur*innen. 2023 stehen Musiknetzwerke als Schnittstellen von Musikwirtschaft und Musikkultur, Fragen zur gesellschaftlichen Rolle von Wissenschaft sowie die Methode der Situationsanalyse im Fokus (2). Um möglichst gut auf die individuellen Bedarfe einzugehen, entwickeln wir gemeinsam vor Ort die konkreten Veranstaltungsformate und Zeitpläne. Es sind explizit auch Formate für die dritte Qualifikationsphase (Bewerbung, Projekte, Habilitation) sowie ein Musikwirtschaftspanel mit Branchenakteur*innen möglich (3).

OFFENHEIT | Das GMM SI ist nach Rücksprache mit den wissenschaftlich Verantwortlichen offen für andere thematische Beiträge.

NUTZEN FÜR DIE TEILNEHMER*INNEN | Das GMM SI vernetzt Akteur*innen und bietet Einblicke in aktuelle Forschungs-, Publikations-, Lehr- und Unternehmensprojekte. Teilnehmer*innen erhalten qualifiziertes wissenschaftliches Feedback auf der Basis ihrer Beiträge, die in Form von Präsentationen, Textwerkstätten, Weltcafés o. ä. diskutiert werden könnten. Von allen Teilnehmer*innen wird ein Beitrag zu ihrem Forschungsprojekt und die Bereitschaft zu Feedback und Mitarbeit an interaktiven Format erwartet. Um die Arbeit vor Ort so gut wie möglich vorzubereiten, werden im Vorhinein der GMM SI Kommentierungs-Tandems zwischen den Teilnehmer*innen gebildet. Die Teilnehmer*innenzahl ist auf 18 begrenzt.

Veranstaltungsort & Übernachtung | Die Unterkunft wird nach der Bestätigung der Teilnahme bekanntgegeben. Die Reservierungen sind dann eigenständig von den Teilnehmer*innen vorzunehmen. Die Übernachtungskosten tragen die Teilnehmer*innen selbst.

ANMELDUNG & GEBÜHR | Die Bewerbung zum GMM SI erfolgt mit Abstract (400–500 Wörter) und Kurz-Lebenslauf bis zum 30. April 2023 per Mail an Christian Rhein und Svenja Reiner (mail@christianrhein.de; hello@svenjareiner.de). Die Abstracts sollten Auskunft geben über die Forschungsfrage, den Stand der Arbeit und das Format, in dem vor Ort gearbeitet werden soll – denkbar sind neben Vorträgen auch Textwerkstatt, Fishbowl, World Café, u.a. Über die Teilnahme wird umgehend entschieden, damit günstig Porto-Flüge (z.B. fliegen Ryanair und Eurowings Porto aus mehreren deutschen Städten an) gebucht werden können. Für die Teilnahme erheben wir einen Beitrag zur Unkostenerstattung von 100€; für GMM-Mitglieder reduziert auf 50€.   

Vorl. PROGRAM GMM SUMMER INSTITUTE (SI) 2023

VORTRAG m. Diskussion (V) / KOLLOQUIUM (K) / PROJEKT/PANEL (P)

23.09.   
Individuelle Anreise

24.09.   
ab 10 Uhr: Besprechung der GMMSI Formate und des Arbeitsplans für das GMMSI mit den Teilnehmer*innen sowie individuelle Präsentations-Vorgespräche. Geplant ist außerdem ein erster längerer Spaziergang, je nach Wetterlage           

Vorläufiger Arbeits-Ablaufplan, der am 25.9. mit den  Teilnehmer*innen präzisiert bzw. finalisiert wird:

25.09.   
09:00 – 11:00    Finalisierung der GMMSI-Formate für die kommenden Tage mit den Teilnehmer*innen
11:30 – 12:30    V 1: R. Winter: Qualitative Forschung als gesellschaftliche Intervention
14:00 – 15:30    W 1: Präsentation von Interventions-Forschungsbeispielen aus der Gruppe
16:00 – 18:00    K 1: Vorstellung und Diskussion von fortgeschrittenen Promotionsprojekten
Spaziergang in die Altstadt

26.09.   
09:00 – 10:00   V 2: B. Hornberger: Musik und Digitalisierung in der Bildungsdebatte
10:15 – 12:15   K 2: Vorstellung und Diskussion von fortgeschrittenen Promotionsprojekten
13:00 – 18:00   K 3: Vorstellung und Diskussion von Forschungsprojekten aller Art
Traditioneller Spaziergang an den Atlantik, Sundowner am Strand

 27.09.  
09:00 – 10:00   Cultural Studies als strategische MME-Agency-Intervention
10:30 – 12:30   W 2: Diskussion von MME-bezogenen Forschungsvorhaben und -projekten
14:00 – 16:00   K 4: Vorstellung und Diskussion von jüngeren Promotionsprojekte
16:00 – 18:00   GMM Vorstandssitzung (Zoom) mit IMBRD Vorbereitung

28.09.   
09:00 – 11:00    W 4: Situations-Analyse – Neue Erkenntnisse und neue Fragen
11:30 – 12:30    P1: N.N.
14:00 – 18:00    freie Zeit und ggf. Projekt- und Dissertations-(betreuungs-)Gespräche

29.09.   
09:00 – 11:00    Abschlusskolloquium mit Feedback, Fazit und Ausblick auf 2024
11:00 – 13:00    Zeit für individuelle Treffen und Betreuung
13:00 – 14:00    Farewell Porto Lunch

WISSENSCHAFTLICHE LEITUNG | 

Prof. Dr. Barbara HORNBERGER (Bergische Universität Wuppertal)

Prof. Dr. Carsten WINTER (Hochschule für Musik, Theater und Medien, Hannover)

Prof. Dr. Rainer WINTER (Alpen Adria Universität Klagenfurt)

VERANSTALTER: GMM e.V. – verantwortlich für das GMMSI: Prof. Dr. Barbara Hornberger & Prof. Dr. Carsten Winter

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Call for Participation & Programm: 7. GMM Summer Institute – 01.10.2022, Porto, Portugal

Das GMMSI versammelt seit 2015 Interessierte, um Fragen zu Musikkultur- und Musikwirtschaftsforschung mit unterschiedlichen Schwerpunkten im kollegialen Rahmen und mit großem Respekt vor Unterschieden zu diskutieren.

Das Thema für diesen Sommer lautet “Transdisziplinarität und Disziplin im eigenen Forschungsprojekt”. Das Summer Institute ermöglicht Teilnehmer*innen auf verschiedenen Qualifikationsstufen (MA, PhD, Post-doc) Feedback auf die eigene Arbeit und fördert Diskussionen mit Wissenschaftler*innen und Musikwirtschaftsakteur*innen.

Die konkreten Veranstaltungsformate werden vor Ort mit den Teilnehmer*innen entwickelt. Es sind explizit auch Formate für die dritte Qualifikationsphase (Bewerbung, Projekte, Habilitation) sowie ein Musikwirtschaftspanel mit Branchenakteur*innen möglich. Die Bewerbung zum Kolloquium erfolgt mit Abstract (400 – 500 Wörter) und Kurz-Lebenslauf bis zum 30. April 2022.

Für Details zum Programm und Anmeldung siehe PDF.

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Call for Papers: GMM Best Paper Award

(english version below)

26. Oktober 2021, ab 16 Uhr

Raum H3001 Hauptgebäude (H) der TU Berlin Straße des 17. Juni 135 10623 Berlin

Für den Nachwuchsförderungspreis der GMM in Kooperation mit der Most Wanted: Music 2021 (MW:M) suchen wir:

  • laufende studentische Forschungsprojekte
  • abgeschlossene Bachelorarbeiten und
  • abgeschlossene Masterarbeiten

Die Projekte sollen sich mit musikwirtschaftlichen oder musikkulturellen Themen auseinandersetzen und dürfen nicht älter als 12 Monate ab Einsendung sein. Teilnehmen können Studierende und Absolvent*innen aller Deutschen Hochschulen und Universitäten.

Beispiele für Themen können sich im Themenkomplex von MW:M bewegen, sind jedoch nicht darauf beschränkt:

Diversität in der Musikwirtschaft und Musikkultur, z.B. Rassismus, Geschlechterungleichheit, Klassismus, neue Strategien und Initiativen zur Förderung von Vielfalt und Empowerment, Vielfalt als Thema in Liedern

Nachhaltigkeit in der Musikwirtschaft und Musikkultur z.B. ökologische Nachhaltigkeit, Nachhaltigkeit der Veranstaltungen, nachhaltige Lebensweisen von Künstler*innen

Zukunft der Musik, z.B. Arbeiten zu neuen Genres, neuen Geschäftsmodellen und Strategien, neue Künstler*innensubjekte oder globale Musikphänomene, Trends und Entwicklungen

Togetherness, z.B. gemeinsames Musizieren während und nach COVID-19, neue Formen und Praktiken der Zusammenarbeit, Veränderungen im gemeinsamen Musik-Erlebens, digitale Veranstaltungen der Musikwirtschaft

Bewerbt Euch bis zum 10.10.2021 mit einer Zusammenfassung (max. 1,5 Seiten) Eures Forschungs- oder Abschlussprojekts (Deutsch oder Englisch) und schickt diese per E-Mail an best-paper@musikwirtschaftsforschung.de. Wir wählen die besten Einreichungen aus, die dann auf der MW:M einer fachkundigen Jury und vor Publikum präsentiert werden. Die Präsentationen können auf Deutsch oder Englisch stattfinden. Je nach Pandemielage werden die Vorträge live oder per Zoom stattfinden, dies teilen wir noch rechtzeitig mit.

Preise: Die Gewinner*innen erhalten eine einjährige Mitgliedschaft in der GMM, über die sie an Aktivitäten der Musikwirtschafts- und Musikkulturforschung, sowie an Nachwuchsveranstaltungen, Forschungs- und Industrieworkshops und Fachausschüssen teilnehmen können. Darüber hinaus werden Preise für die Karriereentwicklung junger Forscher*innen vergeben. So erhält die beste Arbeit die Möglichkeit zur Publikation im Jahrbuch der GMM.

Fragen? Dann einfach eine Mail an: best-paper@musikwirtschaftsforschung.de

Über die GMM: Die Gesellschaft für Musikwirtschafts- und Musikkulturforschung untersucht aktuelle und historische Phänomene im Bereich der Musikwirtschaft und der Musikkultur und leistet hier insbesondere einen interdisziplinären Beitrag zur Forschung. Die GMM ist eine Plattform zum Austausch und zur Vernetzung von Wissenschaft und Praxis sowie von Nachwuchs und erfahrenen Expert*innen. Menschen aus Wissenschaft und Forschung sind bei der GMM genauso vertreten wie Praktiker*innen. Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf der Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses. Die GMM interessiert sich dabei sowohl für Innovationen wie für fundierte Kritik im Bereich aktueller musikwirtschaftlicher und musikkultureller Praktiken und Diskurse. Sie legt Ihren Fokus auf kritische Einordnung von innovativen Entwicklungen und Positionen. Die GMM hat zum Ziel, eine der zentralen Gesellschaften an der Schnittstelle von Musikwirtschaft, Musikkultur und Forschung zu werden.

Zu unseren Aktivitäten zählen unter anderem:

  • Matchmaking: Vermittlung von Expertise aus allen Bereichen von Musikwirtschaft und Musikkultur.
  • Netzwerk: Vernetzung, Diskussion und Kooperation zwischen Wissenschaft, Kunst, Kritik und Praxis.
  • Kooperationen: Wissenschaftliche Begleitung von Projekten, Prozessen und Teams.
  • Wissenstransfer: Austausch zwischen Mitgliedern sowie nationalen und internationalen Netzwerken und Verbänden, zwischen Praxis, Forschung und Ausbildung.
  • Ansprechpartner: Anlaufstelle für alle Fragen in und an die Musikwirtschafts- und Musikkulturforschung.
  • Förderung: Nachwuchsförderung, Förderung der Disziplin.
  • Veranstaltungen: Organisation von Panels, Workshops, Roundtables, Vorträgen.
  • Publikationen: Herausgabe von Themenbänden, Jahrbüchern und Studien.

Call for Papers: GMM Best Paper Award

26 October 2021 – from 4 PM Location:
Technical University of Berlin

Main building – Room H3001 Straße des 17. Juni 135 10623 Berlin

The Young Research Award of the German Association for Music Business and Music Culture Research (GMM) in cooperation with the Most Wanted Music (MW:M) in Berlin, is looking for:

  • students’ ongoing research projects
  • completed Bachelor theses or
  • completed Master theses

These projects should deal with topics of music business or music culture research and may not be older than 12 months from the date of submission. Students and graduates of all universities in Germany can take part in the award.

Examples of topics can be, but are not limited to, the themes of the MW:M:

Diversity in music business and music culture e.g. racism, gender Inequality, classism, new strategies and initiatives to foster diversity and empowerment; diversity as a topic within songs

Sustainability in music business and music culture e.g. ecological sustainability, sustainability of events, sustainable artist lifestyles

Future of Music e.g works on new genres; new business models and strategies; new artist subjects; global music phenomena, trends and developments

Togetherness e.g. making music together during COVID-19; new forms and practices of collaboration; changes in shared music experience; digital events

Please apply with a summary (max 1.5 pages) of your research or final project (in German or English) via e-mail to: best-paper@musikwirtschaftsforschung.de until 10/10/2021. We select the best submissions, which will be presented at the MW:M to an expert jury and in front of an

audience. The presentations can be in German or preferably in English. The event will take place live or online according to the actual COVID-10 regulations. We will inform the participants about the details via email.

Prizes: The winners will receive a one-year free GMM membership through which they will be able to participate in music business and music culture research activities, as well as junior events, research and industry workshops and specialist committees. It awards prizes for the career development of young researchers. Moreover, the best work will be published in the GMM Yearbook.

Further questions? Contact us via best-paper@musikwirtschaftsforschung.de

About the GMM: The Gesellschaft für Musikwirtschafts- und Musikkulturforschung (German Association for Music Business and Music Culture Research) examines current and historical phenomena in the field of music industry and music culture and, in particular, creates an interdisciplinary contribution to research. The GMM is a platform for exchange and networking of research and practice as well as young professionals and experienced experts. People from science and research are just as represented at GMM as practitioners. One of its special focuses is on the promotion of young scholars. The GMM is interested in innovations as well as sound criticism in the field of current music and music culture practices and discourses. It focuses on critical classification of innovative developments and positions. The aim of the GMM is to become one of the central associations for the intersection between music industry, music culture and research.

Our activities include:

  • Matchmaking: providing expertise from all areas of the music industry and music culture.
  • Network: networking, discussion and cooperation between research, art, criticism and practice.
  • Cooperations: scientific support of projects, processes and teams.
  • Knowledge transfer: exchange between members as well as national and international networks and associations.
  • Contact person: for all questions in and on music industry and music culture research.
  • Funding: promotion of young talents, promotion of disciplines.
  • Events: Organization of panels, workshops, roundtables, lectures.
  • Publications: Publication of theme books, yearbooks and studies.
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Symposium zu Verwertungsgesellschaften am 24.9.2021: Programm und Anmeldung

Monopole im medienindustriellen Komplex? Verwertungsgesellschaften gestern, heute, morgen: So lautet der Titel eines Online-Symposiums, das am Freitag, 24. September 2021, ab 13 Uhr stattfindet.

Organisiert wird die Veranstaltung von Georg Fischer, Malte Zill und Stephan Klingner in Zusammenarbeit mit der GMM. Das Symposium schließt an den Workshop im März 2021 an.

Weitere Informationen zum Programm und Anmeldemöglichkeit:

Monopole im medienindustriellen Komplex? Verwertungsgesellschaften gestern, heute, morgen

Online-Symposium, Freitag, 24. September 2021

Verwertungsgesellschaften – wie GEMA, VG Wort oder VG Bild-Kunst – sind einflussreiche Interessensvertreterinnen und als Verteilerinnen von Ressourcen von zentraler Bedeutung für Kreative in Musik, Film, Wissenschaft, Literatur, Kunst oder Fotografie. Obwohl die Bedeutung und die Tätigkeitsbereiche von Verwertungsgesellschaften stetig gewachsen sind – und nicht zuletzt durch die jüngst in Deutschland umgesetzte europäische Urheberrechtsreform vermutlich wachsen wird – stellen Studien zu Organisationsformen, Wandel und Effekten von Verwertungsgesellschaften weiterhin ein Desiderat dar. Das Symposium „Monopole im medienindustriellen Komplex? Verwertungsgesellschaften gestern, heute, morgen“ nimmt sich dieser Forschungslücke aus interdisziplinärer Perspektive an.

Zu Beginn der Veranstaltung wird die Historikerin Monika Dommann (Universität Zürich) ihre 2014 veröffentlichte Habilitationsschrift Autoren und Apparate. Eine Geschichte des Copyrights im Medienwandel zur Diskussion stellen. In diesem Buch beschreibt Dommann die andauernden Konflikte um den Schutz geistigen Eigentums durch die Etablierung technischer Innovationen und erkennt dabei erstmals auch die Verwertungsgesellschaften als wesentliche Interessensvertreterinnen und damit als Konfliktpartei in den Auseinandersetzungen. Die 2019 in englischer Übersetzung erschienene Studie kann damit durchaus als Initialzündung der Verwertungsgesellschaftsforschung angesehen werden.

Im zweiten Teil der Veranstaltung werden weitere Perspektiven auf Verwertungsgesellschaften präsentiert: Christine Fischer (unabhängige Forscherin, Basel) wird den Zusammenhang des Urheberrechts und die Entstehung der ersten Verwertungsgesellschaften mit Zensur- und Genderfragen in Paris in der Mitte des 19. Jahrhunderts beleuchten. Sabine Richly (Filmuniversität Babelsberg Konrad Wolf) wird die gegenwärtigen Herausforderungen der Verwertungsgesellschaften durch die Digitalisierung und mögliche Antworten der Gesellschaften im Bild/Ton-Bereich thematisieren.

Die interdisziplinäre Tagung „Monopole im medienindustriellen Komplex? Verwertungsgesellschaften gestern, heute, morgen“ ist die Fortsetzung eines zweitägigen Online-Workshops, der im März 2021 durchgeführt wurde. Dort wurden bereits übergreifende Thesen zu Verwertungsgesellschaften sowie spezifische Fälle und Studien einzelner Verwertungsgesellschaften diskutiert. Die Ergebnisse werden Anfang 2022 in einer gemeinsamen Publikation veröffentlicht.

Die Veranstaltung wird online durchgeführt. Interessierte sämtlicher Fachrichtungen sind ausdrücklich zur Teilnahme eingeladen. Die Veranstaltung ist kostenfrei, wir bitten jedoch um eine kurze Anmeldung unter vg.forschung@gmail.com.

Programm: 

13:00 – 13:15    Begrüßung Malte Zill / Georg Fischer / Stephan Klingner 

13:15 – 14:15    Monika Dommann (Universität Zürich) im Gespräch mit Robert Bernsee (Universität Göttingen) über ‚Autoren und Apparate‘ 

– Pause – 

14:30 – 15:15    Christine Fischer (unabhängige Forscherin, Basel): Doing gender und doing genius? Musikzensur und -urheberrecht zur Mitte des 19. Jahrhunderts in Paris 

15:15 – 16:00    Sabine Richly (Filmuniversität Babelsberg Konrad Wolf): Digitale Transformation der Text-/Bild-Verwertungsgesellschaften. Die Entwicklung eines angepassten Reifegradmodells 

– Pause – 

16:30 – 17:00    Planung eines Netzwerks Verwertungsgesellschaftsforschung und Abschlussdiskussion 

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Call for Papers: Musik & Krisen / Music & Crises (GER/ENG)

English Version Below

Call for Papers: Musik & Krisen

Für das sechste Jahrbuch Musikwirtschafts- und Musikkulturforschung 2021

Herausgeber*innen: Lorenz Grünewald-Schukalla M.A., Prof. Dr. Barbara Hornberger, Dr. Anita Jóri, Dr. Steffen Lepa, Dr. Holger Schwetter und Prof. Dr. Carsten Winter

Musik und Krisen geraten immer wieder in dynamische Zusammenhänge. Das war auch 2020 so, das global ein Krisenjahr war, mit einer Krise, deren Ausmaße, Folgen und Herausforderungen erst absehbar werden. Maßnahmen gegen Covid-19 griffen und greifen global in den Alltag der Menschen ein und drängten z.B. die globale Klimakrise in den Hintergrund, während überall auf der Welt Demokratien und Diktaturen Stresstests mit möglicherweise nachhaltigen Folgen unterzogen wurden und werden.

Covid-19 trifft die Musikwirtschaft- und die Musikkultur hart. Mit dem Live-Sektor kommt ausgerechnet jener Bereich komplett zum Erliegen, der in den letzten Jahren Wachstum schuf und im Tonträgermarkt wegbrechende Einnahmen kompensierte. Für viele Akteur*innen, wie etwa für Solo-Selbständige, aber auch für Veranstalter*innen und Kulturorte brechen Existenzgrundlagen weg. Es wird deutlich: Strukturen und Organisationen, die auch unter Krisenbedingungen von allen für alle Zukunft ermöglichen, sind nur teilweise entwickelt.

Diese Situation bietet der Wissenschaft die Gelegenheit, Musik und Krisen grundlegend zu betrachten. Musik spielt auch und gerade in Krisen vielfältige Rollen: Mit ihr ist es möglich, Kritik zu üben, Stellung zu beziehen, Trends zu verstärken oder Emotionen Ausdruck zu verleihen. Während des Vietnamkriegs wurde mit ihr Widerstand geübt; im 2. Weltkrieg wurden Durchhalteparolen mit Schlagern verstärkt. In jeder Krise steckt immer auch transformatorisches Potential: Krisen beschleunigen Entwicklungen und können dabei z.B. also auch Ungleichheiten verstärken. Nicht zuletzt sind Musikmarkt und Musikkultur ständig von technologischen Transformationskrisen geprägt, als die einige aktuell z.B. die Digitalisierung wahrnehmen, weil hier einige Akteur*innen sich überfordert fühlen und gleichzeitig neue Akteur*innen sichtbar werden.

So stellen sich erneut 2020 Frage nach dem Zusammenhang von Musik und Krise mit Dringlichkeit: Wie ändern sich Zusammenhänge, wie die zwischen Musikkultur und Musikwirtschaft? Welche Rolle spielt (und spielte) Musik in Transformationsprozessen, die durch Krisen ausgelöst werden? Welche Rollen spielt Musik in den vielfältigen aktuellen Krisen: Klimawandel, Covid-19, Europäische Union, Populismus und neue Autokratien, um einige zu nennen? Welchen neuen Schub für die Digitalisierung, für neue Formate und Strategien der Publikumsbindung, aber auch für die Interessenvertretung verschiedenster Akteure treiben die aktuellen Maßnahmen gegen die Pandemie? Wie reagierten Musikkünstler*innen auf die Pandemie-Situation? Verändern Covid-19 und Folgen vielleicht die Produktion und Verteilung oder auch Nutzung von Musik oder gar die Musikkulturpolitik?

Mögliche Themen für das Jahrbuch können sein:

  • Neue Herausforderungen für die Interessenvertretung und Musikkulturpolitik
  • Musikkulturen als Akteure in Krisen
  • Musikmärkte und ökonomische und politische Krisen
  • Musiker*innen in der Krise: Fallstudien oder Genre-bezogene Analysen
  • Veranstalter*innen in der Krise: Beispiele für Reaktionen, Initiativen, Umgangsweisen, neue (ggf. auch private oder illegale) Formate
  • Musikhören in der Krise: Neue individuelle oder kollektive Rezeptionsmuster?
  • Covid-19 und neue digitale Streaming-Events: Perspektiven von Kommunikator*innen  oder Rezipienten*innen auf ein neues Medienformat
  • Krise als Thema in Lyrics und Musikproduktion: Wie werden aktuelle und vergangene Krisen thematisiert?
  • Auswirkungen von Corona auf Musikmärkte: Analysen der ökonomischen und kulturellen Folgen

Der Call richtet sich an Wissenschaftler*innen aller Disziplinen, die zu “Musik und Krisen” arbeiten, sowie auch an Künstler*innen oder Akteur*innen der Musikwirtschaft. Erbeten sind Beitragsskizzen (max. 1.500 Worte, Word-Datei) bis zum 30.04.2021 an jahrbuch@musikwirtschaftsforschung.de. Über die Annahme wird bis zum 20.05.2021 entschieden. Die Abgabe der Beiträge wird bis zum 31.07.2021 erwartet. Ausgewählte Beiträge sollen in einem thematischen Konferenzpanel im Spätsommer 2021 in Vortragsform vorgestellt werden. Der Band wird im dritten Quartal 2022 publiziert. Über Hinweise zur Manuskriptgestaltung wird in einer separaten Mail informiert. Bei Rückfragen wenden Sie sich an jahrbuch@musikwirtschaftsforschung.de.

Call for Papers: Music & Crises

For the sixth yearbook of the German Association for Music Business and Music Culture Research, published in 2022 and edited by Lorenz Grünewald-Schukalla M.A., Prof. Dr. Barbara Hornberger, Dr. Anita Jóri, Dr. Steffen Lepa, Dr. Holger Schwetter and Prof. Dr. Carsten Winter

The interrelationship between music and crises has always been dynamic. This is also true for 2020, which turned out to be a year of global crisis, with resulting consequences and challenges to be seen in the near future. Measures against COVID-19 intervened in people’s everyday lives and pushed the global climate crisis into the background, while democracies and dictatorships all over the world were deeply challenged with long-lasting structural consequences.

COVID-19 has hit the music industry and music culture especially hard. The concert business has come to a complete standstill; the very sector that created growth in recent years and compensated for the loss of income in the recording market. For many protagonists, such as solo self-employed artists, but also for organizers and cultural venues, the basis of their existence has been lost. It is becoming clear that structures and organizations that would guarantee a future for all actors even under crisis conditions, have only been partially developed.

This situation offers scholars the opportunity to take a deeper look at the relationship between music and crises. Music can play a variety of roles in crises: It can be used to criticize something, to take a stand on different themes, to reinforce trends, or to express emotions. During the Vietnam War, music was used for resistance; during World War II, folk songs were employed to popularize perseverance slogans. However, there is always a transformational potential in every crisis: Crises can accelerate sustainable developments and reinforce inequalities. And last but not least, music markets and cultures are also characterized by crises in the wake of technological transformation crises, such as digitization, which can overstrain established actors and make new ones visible.

During the unusual circumstances of 2020, the question of the relationship between music and crisis arises more than ever: How do established relationships change, such as those between music cultures and the music industry? What role does (and did) music play in transformation processes triggered by crises? Which roles does music play in the different current crises (climate change, COVID-19, European Union, populism, and new autocracies, to name a few)? What new drivers for digitization, new formats and audience engagement strategies are created in the current pandemic? How did musicians respond to the pandemic situation? Does COVID-19 change the way music culture is treated politically? And how about its production and distribution and its use?

Possible topics for the yearbook could be:

  • New challenges for the standing of music in cultural policy
  • Music cultures as actors in crises
  • Music markets in financial and political crises
  • Musicians in crises: case studies or genre-related analyses of how musicians deal with crises
  • Event industry in crises: examples of responses, initiatives, ways of dealing, new event formats (including private or illegal)
  • Listening to music in crises: analyses of new individual or collective patterns of reception
  • Streaming events: organizers’ or recipients’ perspectives on a new media format
  • Crisis as a theme in lyrics and music production: How to make current and past crises a subject of discussion?
  • Impact of COVID-19 on music markets: analyses of financial and cultural consequences

The call is addressed to scholars of all disciplines, artists or actors in the music industry who work on the topic of „Music and Crises“. Please submit your abstract (max. 1,500 words, Word file) to jahrbuch@musikwirtschaftsforschung.de until 30.04.2021. The authors of the selected abstracts will be informed by 20.05.2021. Then the submission deadline is 31.07.2021. (The style guide will be provided in a separate email.) Selected contributions are planned to be presented at a conference panel in autumn 2021. The volume will be published in the second half of 2022. If you have any questions, please contact us via jahrbuch@musikwirtschaftsforschung.de

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CfP: GMM Summer Institute: Selbstreflexivität und Positionierung im eigenen Forschungsprojekt

6. GMMSI: 7. Oktober – 14. Oktober 2021, Porto, Portugal

Die Gesellschaft für Musikwirtschafts- und Musikkulturforschung lädt zum 6. GMM Summer Institute ein.

Download des vollen Programms [PDF]

ZIELE // Das GMM SI versammelt seit 2015 Interessierte, um Fragen zu Musikkultur- und Musikwirtschaftsforschung mit unterschiedlichen Schwerpunkten zu diskutieren. 2021 soll es vor allem um konzeptionelle und methodische Fragen gehen, die sich um die eigene Positionierung im Forschungsvorhaben drehen. Es bietet insbesondere jüngeren Forscher*innen Möglichkeiten der Kooperation und individuelle Hilfestellungen bei ihrer Arbeit. GMM SI-Formate erlauben Interaktionen mit etablierten Forscher*innen und Musikwirtschaftsakteur*innen und den Aufbau von Kontakten in der Regel sowohl zu Wissenschaft als auch der Musikpraxis.

OFFENHEIT // Das GMM SI ist nach Rücksprache mit den wiss. Verantwortlichen offen für weitere thematische Beiträge.

FORM & INHALT // Das GMM SI ermöglicht Teilnehmer*innen auf wiss. Qualifikationsstufen (MA, PhD, Post-doc) Feedback auf die eigene Arbeit (1) und fördert Diskussionen mit Wissenschaftler*innen und Musikwirtschaftsakteur*innen. 2021 stehen Epistemologie, Wissenschaftstheorie, Situationsanalyse und die Entwicklung neuer Musiknetzwerke als Schnitt­stellen von Musikwirtschaft und Musikkultur im Fokus (2). Die konkreten Veranstaltungsformate werden vor Ort mit den Teilnehmer*innen entwickelt. Erstmals sind 2021 auch Formate für die dritte Qualifikationsphase (Bewerbung, Projekte, Habilitation) sowie ein internationales Musikwirtschaftspanel mit Branchenakteuren geplant (3).

NUTZEN FÜR DIE TEILNEHMERINNEN // Das GMM SI vernetzt Akteur*innen und erlaubt Einblicke in aktuelle Forschungs-, Publikations-, Lehr- und Unternehmensprojekte. Teilnehmer*innen erhalten qualifiziertes wiss. Feedback auf der Basis ihrer Präsentationen. Diese sollen ihr Vorhaben mit Blick auf Theorie, Methode, praktische Implikationen und den eigenen Beitrag zur Forschung reflektieren. Von allen Teilnehmer*innen wird eine Projekt-Präsentation und aktive Mitarbeit, z.B. in Form von Feedback oder Mitarbeit an einem interaktiven Format erwartet.

Veranstaltungsort // Übernachtung: Buchen Sie Ihre Unterkunft, nachdem Sie Ihre Teilnahmebestätigung erhalten haben, bitte selbst. Die Veranstaltungen des GMMSI 2021 werden im CASA DIOSCESANA SEMINÁRIO DE VILAR (rua arcediago von zeller, 50, 4050-621 Porto – www.seminarodevilar.pt) stattfinden. Dort können individuell, je nach Reisedaten, Zimmer gebucht werden (EZ/DZ inkl. Frühstück ab 55€/Nacht + 2€ Tax). Bitte reservieren Sie Ihr Zimmer beim Seminário: reservas@seminariodevilar.pt. Die Übernachtungskosten tragen die Teilnehmer*innen selbst.

ANMELDUNG & GEBÜHR // Die Bewerbung zum Kolloquium erfolgt mit Abstract (400 – 500 Wörter) und Kurz-Lebenslauf bis zum 30. April per Mail an Christian Rhein und Svenja Reiner (mail@christianrhein.de; s.reiner@hs-osnabrueck.de). Die Abstracts sollten Auskunft geben über die Forschungsfrage, den Stand der Arbeit und das Format, in dem vor Ort gearbeitet werden soll – denkbar sind neben Vorträgen auch Textwerkstatt, Fishbowl, World Café, u.a. Über die Teilnahme wird umgehend entschieden, damit günstig Porto-Flüge (z.B. fliegen Ryanair und Eurowings Porto aus mehreren deutschen Städten an) gebucht werden können. Die Teilnahme kostet 100 € (GMM-Mitglieder 50€). Nach Bestätigung der Teilnahme und Überweisung des Teilnahme-Beitrags auf das unten angeführte Konto teilen Sie Christian Rhein bitte per Mail (mail@christianrhein.de) Ihre Reisedaten (Ankunftstag und -uhrzeit sowie Abreisetag und -uhrzeit) mit.

Gesellschaft für Musikwirtschafts- und Musikkulturforschung, VR-Bank Altenburger Land eG, Skatbank, IBAN: DE35 8306 5408 0004 8682 34

WISSENSCHAFTLICHE LEITUNG // 

  • Prof. Dr. Barbara HORNBERGER (Hochschule Osnabrück)
  • Prof. Dr. Carsten WINTER (Hochschule für Musik, Theater und Medien, Hannover)
  • Prof. Dr. Rainer WINTER (Alpen Adria Universität Klagenfurt)

VERANSTALTER: GMM e.V. – verantwortlich für das GMMSI: Prof. Dr. Barbara Hornberger & Prof. Dr. Carsten Winter

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Workshop zu Verwertungsgesellschaften in der Medienindustrie: Programm veröffentlicht

Aufnahme von Martin Fisch unter CC-BY 2.0 (Quelle: Flickr)

Am 25. und 26. März findet ein interdisziplinärer Workshop zu Verwertungsgesellschaften statt, den Georg Fischer und Malte Zill in Zusammenarbeit mit der Gesellschaft für Musikwirtschafts- und Musikkulturforschung organisieren. Der Call dazu ist hier zu finden.

Der Workshop steht unter dem Titel: „Monopole im medienindustriellen Komplex? Verwertungsgesellschaften gestern, heute, morgen“. Geplant sind insgesamt zehn Kurzvorträge von Forscher*innen wie Praktiker*innen aus dem Feld.

Der Workshop will Schlaglichter auf verschiedene Fragen und Themen werfen. Darunter: Was ist das Besondere am Organisationstyp VG? Wie lassen sich die Entwicklungspfade von Verwertungsgesellschaften historisch erklären? Und wie sieht ihre Zukunft aus?

Das vollständige Programm ist seit Kurzem veröffentlicht und steht unter diesem Link als PDF zur Verfügung.

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6. GMM Best Paper Award 2020 für junge Forscher*innen verliehen

Trotz der widrigen Umstände der Covid-19-Pandemie fand am 05.11.2018 erneut der GMM Best Paper Award (BPA) statt. In einer Zoom-Konferenz stellten junge Wissenschaftler*innen eigene Studien vor und diskutierten mit einer interdisziplinären Jury aus erfahrenen Wissenschaftler*innen.

In der Vorauswahl des BPA reichen Studierende ihre Bachelor-, Master- oder Projektarbeiten ein. Eine Jury der GMM prüft die Arbeit auf wissenschaftliche Qualität und entscheidet über die Teilnahme beim Finale. Sechs Forscher*innen schafften es in den Live-Workshop und präsentierten ihre Arbeiten. Ihre Studien deckten dabei eine ganze Bandbreite von Themen und Disziplinen ab. Neben Fragen nach Entschleunigungswahrnehmungen und Klang, zu Musikveranstaltungen oder dem Wandel des Musiklizenzmanagements beschäftigten auch Forschungen zu neuen Karrieremöglichkeiten von Musiker*innen die Workshopteilnehmer*innen.

Die Jury bestand aus Dr. Anita Jóri (Universität der Künste, GMM), Dr. Holger Schwetter (Universität Kassel), Prof. Michael Ahlers (Leuphana Universität) und Lorenz Grünewald-Schukalla (GMM). Sie bewerteten die Arbeiten hinsichtlich ihrer wissenschaftlichen Qualität und Relevanz. Zu gewinnen gab es Preise, die die jungen Wissenschafter*innen in Ihrer Karrierentwicklung unterstützen sollen.

Prämiert wurden:

Anastasia Tserea (HMTMH Hannover) mit einer Master-Arbeit zu “Artist-Self-Development: Eine qualitative Untersuchung neuer Karriere- bzw. Wertschöpfungsmöglichkeiten und erforderlicher Kompetenzen von Pop-Musikschaffenden in der digital transformierten Musikwirtschaft”. Sie erhält die Möglichkeit zur Publkation ihrer Studie im Jahrbuch der GMM.

sowie 

eine Projektgruppe der Hochschule Macromedia, Hamburg, die verschiedene Studien zu Perspektiven des Musikveranstaltungsmanagements in der Corona-Krise durchgeführt hat. VertreterInnen der Gruppe werden zur GMM Spring School eingeladen und erhalten so die Möglichkeit den wissenschafltichen Austausch zur Musikwirtschafts- und Musikkulturforschung zu vertiefen.

Ein Sonderpreis für eine herausragende Präsentation wurde vergeben an Valentin Kellein (Universität der Künste Berlin) mit einer Arbeit zu Entschleunigung und Kontemplation durch Klang.

Wir wünschen allen Gewinner*innen viel Erfolg für ihre weitere Laufbahn!