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6. GMM Best Paper Award 2020 für junge Forscher*innen verliehen

Trotz der widrigen Umstände der Covid-19-Pandemie fand am 05.11.2018 erneut der GMM Best Paper Award (BPA) statt. In einer Zoom-Konferenz stellten junge Wissenschaftler*innen eigene Studien vor und diskutierten mit einer interdisziplinären Jury aus erfahrenen Wissenschaftler*innen.

In der Vorauswahl des BPA reichen Studierende ihre Bachelor-, Master- oder Projektarbeiten ein. Eine Jury der GMM prüft die Arbeit auf wissenschaftliche Qualität und entscheidet über die Teilnahme beim Finale. Sechs Forscher*innen schafften es in den Live-Workshop und präsentierten ihre Arbeiten. Ihre Studien deckten dabei eine ganze Bandbreite von Themen und Disziplinen ab. Neben Fragen nach Entschleunigungswahrnehmungen und Klang, zu Musikveranstaltungen oder dem Wandel des Musiklizenzmanagements beschäftigten auch Forschungen zu neuen Karrieremöglichkeiten von Musiker*innen die Workshopteilnehmer*innen.

Die Jury bestand aus Dr. Anita Jóri (Universität der Künste, GMM), Dr. Holger Schwetter (Universität Kassel), Prof. Michael Ahlers (Leuphana Universität) und Lorenz Grünewald-Schukalla (GMM). Sie bewerteten die Arbeiten hinsichtlich ihrer wissenschaftlichen Qualität und Relevanz. Zu gewinnen gab es Preise, die die jungen Wissenschafter*innen in Ihrer Karrierentwicklung unterstützen sollen.

Prämiert wurden:

Anastasia Tserea (HMTMH Hannover) mit einer Master-Arbeit zu “Artist-Self-Development: Eine qualitative Untersuchung neuer Karriere- bzw. Wertschöpfungsmöglichkeiten und erforderlicher Kompetenzen von Pop-Musikschaffenden in der digital transformierten Musikwirtschaft”. Sie erhält die Möglichkeit zur Publkation ihrer Studie im Jahrbuch der GMM.

sowie 

eine Projektgruppe der Hochschule Macromedia, Hamburg, die verschiedene Studien zu Perspektiven des Musikveranstaltungsmanagements in der Corona-Krise durchgeführt hat. VertreterInnen der Gruppe werden zur GMM Spring School eingeladen und erhalten so die Möglichkeit den wissenschafltichen Austausch zur Musikwirtschafts- und Musikkulturforschung zu vertiefen.

Ein Sonderpreis für eine herausragende Präsentation wurde vergeben an Valentin Kellein (Universität der Künste Berlin) mit einer Arbeit zu Entschleunigung und Kontemplation durch Klang.

Wir wünschen allen Gewinner*innen viel Erfolg für ihre weitere Laufbahn!

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Call for Papers: Monopole im medienindustriellen Komplex? Verwertungsgesellschaften gestern, heute, morgen (Einreichfrist: 30.11.2020)

Aufnahme von Martin Fisch unter CC-BY 2.0 (Quelle: Flickr)

Frist für Beitragsvorschäge: 30.11.2020; Online-Workshop am 25. und 26.03.2021; Abschlusskonferenz am 23. und 24.09.2021. Organisiert von Dr. Georg Fischer und Malte Zill in Kooperation mit der Gesellschaft für Musikwirtschafts- und Musikkulturforschung. Dieser CfP als PDF zum Download.

Monopole im medienindustriellen Komplex? Verwertungsgesellschaften gestern, heute, morgen

In Deutschland gibt es 13 Verwertungsgesellschaften[1], von denen GEMA, VG Wort oder VG Bild-Kunst die größten und bekanntesten sind. Als monopolistische, Ressourcen verwaltende Akteurinnen nehmen Verwertungsgesellschaften schon seit Beginn des 20. Jahrhunderts eine zentrale Rolle für Kreative in den bürokratischen Strukturen der Medienindustrie ein. Dabei laufen die von ihnen bearbeiteten Prozesse oft unbemerkt im Hintergrund ab.

Meist sind es Konflikte mit Nutzer:innen oder Anbieter:innen urheberrechtlich geschützter Werke, die Verwertungsgesellschaften für kurze Phasen medial und diskursiv sichtbar werden lassen, zum Beispiel beim Streit zwischen Youtube und der GEMA oder zwischen Martin Vogel und der VG Wort um die Ausschüttungen bei Privatkopievergütungen. Die Parteien stehen sich hier oft unversöhnlich gegenüber: Den Urheberrechtsorganisationen wird regelmäßig Ausdehnung und Machtkonzentration vorgeworfen – oftmals verbunden mit Fundamentalkritik an ihren als unübersichtlich, ausufernd oder schlicht dysfunktional angesehenen Strukturen. Die Verwertungsgesellschaften lehnen diese Vorwürfe üblicherweise kategorisch ab, belegen ihrerseits moderne Nutzungsszenarien teils mit scharfen Verdikten (etwa „Diebstahl“, „Piraterie“, „Raubkopie“) und stellen auf ihre Funktion als Anwältinnen und Interessensvertretung der Kreativen ab.

So rasant diese Konflikte die mediale Präsenz von Verwertungsgesellschaften ansteigen lassen, so schnell ebbt das Interesse an ihnen wieder ab, wenn eine detaillierte, tiefer gehende Beschäftigung mit Abrechnungsschlüsseln, Verteilungsplänen und Bewertungsmechanismen jenseits einzelner markanter Fälle anstünde. Die Ambivalenz aus Relevanz und Unsichtbarkeit kann ein Hinweis darauf sein, warum der Forschungsgegenstand Verwertungsgesellschaft abseits der Rechtswissenschaft bislang eher sporadisch bearbeitet wurde.[2]

Insbesondere in der sozial-, geschichts-, kultur- und medienwissenschaftlichen Forschung stellen Studien zu Organisationsformen, Wandel und Effekten von Verwertungsgesellschaften also ein Desiderat dar. Dabei wäre eine interdisziplinär aufgestellte, dezidiert sozial- und geschichtswissenschaftlich informierte und systematisch orientierte Forschungsperspektive zur Organisationsform Verwertungsgesellschaft unerlässlich, um die Gefüge der Medienindustrie von der Seite der Verwertungsstrukturen her zu betrachten. Denn Verwertungsgesellschaften sind zentrale Akteurinnen und machtvolle Interessensvertreterinnen, die rechtlich-wirtschaftliche Entwicklungen selbständig vorantreiben, dabei Eigeninteressen als Organisationen verfolgen und ein dichtes Netz reziproker Wirkungsverhältnisse mit Musik, Film, Wissenschaft, Literatur, Kunst, Fotografie und weiteren Feldern ausbilden.

Ausgehend von dieser These laden wir – der Soziologe Georg Fischer und der Musikwissenschaftler Malte Zill in Kooperation mit der GMM – zu einer interdisziplinären wissenschaftlichen Tagung in zwei Teilen ein, um Untersuchungen zu Verwertungsgesellschaften, ihren Praktiken und Organisationsformen vorzustellen und gemeinsam zu diskutieren. Ziel der Tagung ist es, sowohl generalisierbare Perspektiven auf und Aussagen über Verwertungsgesellschaften zu erarbeiten sowie spezifische Fälle und Studien einzelner Verwertungsgesellschaften zu diskutieren. Die Ergebnisse sollen Anfang 2022 in einer gemeinsamen Publikation veröffentlicht werden.

Besonders interessant erscheinen uns folgende Fragen und Themen, die sich um das Gestern, das Heute und das Morgen von Verwertungsgesellschaften drehen:

1. Verortung der Organisationsform Verwertungsgesellschaft in der Medienindustrie

  • Unter welchen Rahmenbedingungen entstanden Verwertungsgesellschaften, wie entwickelten sie sich und inwieweit sind sie miteinander vergleichbar?
  • Welche Mechanismen der Urheberrechtswahrnehmung und -verwertung nutzen Verwertungsgesellschaften? Welche technischen, rechtlichen und bürokratischen
    Mittel werden verwendet? Welche Kunstformen eignen sich besonders gut (oder besonders schlecht) zur urheberrechtlichen Wahrnehmung?
  • Welcher professionelle Hintergrund und welche Ausbildungsprofile lassen sich in den Biographien der Mitarbeiter:innen von Verwertungsgesellschaften feststellen?
  • Welche Funktionen übernehmen die tendenziell monopolistischen Verwertungs-gesellschaften im medienindustriellen Komplex und wie steht es um ihr Verhältnis zur Staatlichkeit?
  • Welche Möglichkeiten bieten Verwertungsgesellschaften als historische Archiv- und Datenquellen? Welche Konsequenzen haben Digitalisierung, Algorithmisierung und Big Data-Analysen für die Verwertungsgesellschaften und ihre Erforschung?

2. Studien zu Praktiken der Verwertungsgesellschaften

  • Wie gestalten Verwertungsgesellschaften das Binnenverhältnis zu ihren Mitgliedern? Welche Wirkungen haben Verwertungsgesellschaften auf ästhetische Produkte und künstlerische Praktiken? Nehmen Verwertungsgesellschaften über die direkte (bspw. über Stiftungen) oder indirekte (über den Verteilungsplan) finanzielle Förderung eine Wertung der ihr treuhänderisch angetragenen Rechte vor?
  • Wie lassen sich die Mitglieder von Verwertungsgesellschaften charakterisieren? Bilden sich Fraktionen, bspw. der Verlage und der Autor:innen, „E- und U-Komponist:innen“? Wie gestaltet sich der Diskurs zwischen diesen einzelnen Gruppen und wie ist Entscheidungsfindung organisiert?
  • Wie vernetzen sich Verwertungsgesellschaften untereinander sowohl national (bspw. GEMA und GVL) als auch international (bspw. multilateral in der CISAC oder bilateral über Gegenseitigkeitsverträge)?
  • Auf welche Weise versuchen Verwertungsgesellschaften auf die Entwicklung des nationalen und internationalen Urheberrechts einzuwirken?
  • Wie positionieren sich Verwertungsgesellschaften gegenüber neuen oder alternativen Rechts- oder Vergütungsmodellen wie Creative Commons-Lizenzen?

3. Verwertungsgesellschaften in gesellschaftlichen Diskursen

  • Mit welchen Selbstzuschreibungen versuchen Verwertungsgesellschaften ihre Arbeit zu legitimieren – mit welchen Fremdzuschreibungen wird ihnen diese Legitimation abgesprochen? Lassen sich rhetorische Strategien und diskursive Muster ausmachen?
  • Wie verhalten sich Verwertungsgesellschaften gegenüber ihren „Kund:innen“, den Nutzer:innen urheberrechtlich geschützter Werke und umgekehrt?
  • Wie positionieren sich Verwertungsgesellschaften in ihren PR-Kampagnen und mit welchen narrativen Mustern werden die Diskussionen über Verwertungsgesellschaften in unterschiedlichen Medien geframed?
  • Welche Informationsasymmetrien entstehen aus der Präsenz der Verwertungs-gesellschaften in den Medien und wie wirken diese auf die Diskussion um das Urheberrecht?
  • Wie beschreiben Verwertungsgesellschaften ihre eigene Geschichte? Wie werden Verwertungsgesellschaften mit historischen Entwicklungen in Verbindung gebracht?
  • Und schließlich: Wie verhalten sich Verwertungsgesellschaften während gesellschaftlichen Krisen, wie beispielsweise Weltkriegen, Wirtschaftskrisen oder Pandemien?

Einreichungen

Wir freuen uns über theoretisch wie empirisch fokussierte Beitragsvorschläge aus den Sozial-, Kultur- und Medienwissenschaften, aus der Geschichte, den Rechtswissenschaften und angrenzenden Disziplinen. Die Tagung versteht sich als interdisziplinäres Arbeitstreffen und soll Raum zur Diskussion und zur Weiterentwicklung von Ideen schaffen. Aufgrund der Corona-Pandemie fassen wir eine zweigeteilte Veranstaltung ins Auge: Für den 25. & 26.03.2021 planen wir einen Online-Workshop mit 15- bis 20-minütigen Impulsvorträgen, die auf vorab eingereichten Arbeitspapieren basieren und ausreichend Zeit zur Diskussion bieten. Die auf dieser Grundlage ausgearbeiteten Artikel möchten wir in größerem Rahmen auf einer Abschlusskonferenz am 23. & 24.09.2021 in Berlin präsentieren und diskutieren.

  • Bitte reichen Sie auf Ihrem geplanten Papier basierende Abstracts (maximal 400 Worte und Literaturangaben) sowie eine kurze biografische Notiz (ca. 100 Worte) bis zum 30. November 2020 ein unter vg.forschung@gmail.com.
  • Die Beiträge sind bis zum 10. März 2021 als Working Paper (5–10 Seiten) auszuarbeiten und werden als Diskussionsgrundlage für den Online-Workshop den Teilnehmer:innen zur Verfügung gestellt.
  • Eine anschließende Publikation ausgewählter Beiträge in einem interdisziplinären und via Open Access zugänglichen Sammelband ist in Vorbereitung.
  • Bei Fragen stehen wir gerne unter vg.forschung@gmail.com zur Verfügung.

Organisation

Dr. Georg Fischer, Soziologe mit Schwerpunkt empirische Urheberrechtsforschung und Redakteur bei iRights.info
Malte Zill, Musikwissenschaftler, promoviert zur Geschichte der Verwertungsgesellschaften im „Dritten Reich“ an der Universität Hamburg
in Kooperation mit der Gesellschaft für Musikwirtschafts- und Musikkulturforschung (GMM)

Literaturverzeichnis

Dommann, Monika (2014): Autoren und Apparate, Frankfurt/Main: S. Fischer.
Dümling, Albrecht (2003): Musik hat ihren Wert, Regensburg: ConBrio.
Fetthauer, Sophie (2007): Musikverlage im „Dritten Reich“, Hamburg: von Bockel.
Fischer, Georg (2020): Sampling in der Musikproduktion. Das Spannungsfeld zwischen Urheberrecht und Kreativität, Marburg: Büchner.
Heker, Harald; Riesenhuber, Karl (Hg.) (2018): Recht und Praxis der GEMA. Handbuch und Kommentar, Berlin: De Gruyter.
Hutter, Michael (2006): Neue Medienökonomik, München: Wilhelm Fink.
Krones, Hartmut (2014): Das Ende der „alten“ A.K.M. (März 1938), die Gründung der „neuen“ AKM (Juni 1945) und die Folgen, Wien: AKM.
Schmidt, Manuela (2005): Die Anfänge der musikalischen Tantiemenbewegung in Deutschland, Berlin: Duncker & Humblot.
Heinemann, Tobias (2017): Die Verteilungspraxis der Verwertungsgesellschaften, Tübingen: Mohr Siebeck.
Keiderling, Thomas (2008): Geist, Recht und Geld. Die VG WORT 1958–2008, Berlin: De Gruyter.
Melichar, Ferdinand (1983): Die Wahrnehmung von Urheberrechten durch Verwertungsgesellschaften: Am Beispiel der VG Wort, München: Hermann Luchterhand.
Zill, Malte (2020): 1933/1945/2012 – Konflikte zwischen „Musikverbrauchern“ und Verwertungsgesellschaften im historischen Kontext, in: Schrör, Simon; Fischer, Georg; Beaucamp, Sophie; Hondros, Konstantin (Hg.): Tipping Points. Freiheit und Restriktion im Urheberrecht, Baden-Baden: Nomos, S. 97–116.


[1] Siehe dazu die Website der Deutschen Patent- und Markenamtes DPMA, das die Verwertungsgesellschaften und die dazugehörigen -einrichtungen kontrolliert: https://www.dpma.de/dpma/wir_ueber_uns/weitere_aufgaben/verwertungsges_urheberrecht/aufsicht_verwertungsges/index.html (10.10..2020).

[2] Monika Dommann (2014) lieferte die vermutlich einzige historische Überblicksdarstellung, die systematisch auf Verwertungsgesellschaften fokussiert. In der Regel sind Verwertungsgesellschaften nur Teil größerer Rahmensetzungen, siehe bspw. Fischer (2020), Fetthauer (2007), Hutter (2006), Krones (2014), Schmidt (2005) oder Zill (2020). Gängig dagegen sind selbstreferentiell angelegte Arbeiten wie Jubiläumsschriften und organisatorische Selbstbeschreibungen, siehe Dümling (2003), Heinemann 2017, Heker/Riesenhuber (2018) oder Keiderling (2008).

Dieser CfP als PDF zum Download.

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“Musik & Empowerment” – A book presentation

On 19th October we held a panel discussion on our new GMM yearbook “Musik & Empowerment”, edited by Michael Ahlers, Lorenz Grünewald-Schukalla, Anita Jóri and Holger Schwetter. The event was hosted in the backyard of Echo Bücher, a book store with a special focus on electronic music and sonic arts. The store used to be in Wedding (Berlin), but this year it was relocated to the legendary record store Hard Wax in Kreuzberg.

From left to right: The authors Mine Welzel, Desirée Blank, Laurene Frey, Katja Brunkhorst and host/editor Anita Jóri.

Four authors of the book accepted our invitation to the panel discussion: Désirée Blank, Katja Brunkhorst, Laurena Frey and Mine Wenzel were the panelists and the discussion was moderated by Anita Jóri. 

The volume “Musik & Empowerment” deals with the connection between music, business and empowerment. Empowerment is understood as the possibility of becoming visible for marginalized or relatively powerless groups. The book discusses different questions of power and exclusion in music cultures and business. How do these power relations look currently? How were they historically? Can it still be assumed that participation in group processes alone is already an essential motor for the emergence of a sense of empowerment? Or, from an individual perspective, is it more about giving individuals more control over their lives? Both aspects are highlighted by different contributions in this book and we also discussed them at this event.

The discussion started with short presentations by the panelists on their chapters in the book.  

Katja Brunkhorst asked how and what women in (punk)rock write (about) themselves and their experiences in such a traditionally male-dominated scene. Being a 40+ woman “still” singing in a rock band herself she also addresses the invisibility of older women in popular culture. She focused on the question of what needs to be done today to challenge and change that status quo towards true empowerment.

Désirée Blank and Laurena Frey demonstrated their survey that examines the perception of gender equality of employees, musicians and other members of the music industry in Mannheim. Their analysis is the first step in acquiring a broader picture of gender (in-)equality in the industry. They also delivered new approaches that can be reviewed in future examinations.

Mine Wenzel digged into the potentials of techno and club cultural scenes for queer, especially trans*identification and life realities. Mine, a trans*nonbinary person themselves, understands her*self as part of the research and offered an inside perspective as musician* and consumer*, by including their own records of recollection as well as interviews with fellow queer participants of the researched scene. Their presentation prevented a breakdown of contemporary, anti-diagnostic, self-determined definitions of gender, sex and gender identity and looks for points of resonance for these lived realities within techno-based music scenes.

After these short presentations, the panel discussed two possible levels of empowerment: community-based empowerment and the individually created empowerment as such. All participants expressed their opinion on the importance of networks and communities that can be empowering for their participants. They all agreed on the power of these organizations that also create safe spaces for marginalized groups. As soon as individuals are empowered by such communities, they are able to bring that collected knowledge and experience into their individual lives and adapt them in their own ways.

It was a very lively and sometimes passionate discussion about highly important topics that are oftentimes excluded from research on music business and culture.

Hereby, we would like to thank the active participation of the panelists and the audience of this event. Also, big thanks to David Armengou from Echo Bücher who kindly hosted us on this warm late summer evening. We hope to continue this fruitful collaboration.

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Neue Veröffentlichung: Musik & Empowerment – Jahrbuch für Musikwirtschafts- und Musikkulturforschung

Die Gesellschaft für Musikwirtschafts- und Musikkulturforschung hat im Juli ihre bereits vierte Ausgabe des Jahrbuchs für Musikwirtschafts- und Musikkulturforschung zum Thema „Musik & Empowerment“ veröffentlicht.

Der Band behandelt die Verbindung von Musik, Wirtschaft und Empowerment, verstanden als die Möglichkeit des Sichtbarwerdens marginalisierter oder relativ machtloser, subalterner Gruppen und allgemein die Frage von Macht und Ausschluss in Musikkulturen und am Musikmarkt. Dies betrifft unter anderem (aber nicht ausschließlich) die momentan stark diskutierten Themenfelder Gender und Diversität. Wie sehen diese Verbindungen aktuell und historisch aus? Kann auch heute noch davon ausgegangen werden, dass allein die Teilnahme an Gruppenprozessen bereits einen wesentlichen Motor für das Entstehen eines Ermächtigungsgefühls darstellt? Oder geht es aus individueller Perspektive stärker darum, Einzelnen mehr Kontrolle über ihr Leben zu ermöglichen? Beide Aspekte werden durch Beiträge in diesem Buch in Form von Studien, aber auch in individuellen Standpunkten und Innenansichten zur Musikwirtschaft und Musikkultur beleuchtet.

Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung: Musik & Empowerment – Michael Ahlers, Lorenz Grünewald-Schukalla, Anita Jóri & Holger Schwetter

Analysen
2 Gendering and music streaming: Discourse and algorithms on a music streaming service – Ann Werner
3 “In the Capital of Electronic Music, Women Rule the Scene” – Really? – Anita Jóri
4 Between empowerment and powerlessness: Individual career trajectories of drug-addicted musicians in Los Angeles- Melanie Ptatscheck
5 Frauenanteil in Basler Bands. Erhebung zur Geschlechtergerechtigkeit und Sichtbarkeit von Frauen in der Basler Popszene – Seline Kunz
6 Electronic trans*Music. Gedanken zu trans*nichtbinärer Identifikation in technoiden Clubszenen – Mine Wenzel
7 Queering Miku. Cyberfeminism and the Art of Queering a Virtual Pop Star- Mari Matsutoya

Standpunkte
8 FUCKING HEROINES . Von unfuckable zu unfuckable WITH!Autobiographisches Schreiben von Frauen im Punk/Rock – Katja Brunkhorst
9 Awesome Hip-Hop-Humans – Eine feministische und queere Hip-Hop-Szene bringt sich in Bewegung .Die Revolution frisst ihre Kinder auch im Hip-Hop – Sookee
10 Die Nationalisierung der deutschsprachigen Popmusik. Neurechte Themen im Popdiskurs – Max Alt

Young Scholars
11 Do It Yourself als Empowerment? Eine explorative Studie – Janike Walter
12 Wahrnehmung von Gleichberechtigung in der Musikwirtschaft  . Akteur*innen in Mannheim und Region – Désirée Blank & Laurena Frey

Veranstaltungsbesprechungen
13 GMM Summer Institute 2019 in Porto: Ein Rückblick – Matthes Köppinghoff
14 Reeperbahn-Festival-International auf der WISE 2019 in Peking – Carsten Winter

Rezensionen
15 Bodo Mrozek: Jugend . Pop . Kultur .Eine transnationale Geschichte – Georg Fischer
16 Dean Vuletic: Postwar Europe and the Eurovision Song Contest – Aida Hollje
17 Maria Eriksson, Rasmus Fleischer, Anna Johansson, Pelle Snickars, Patrick Vonderau: Spotify Teardown. Inside the Black Box of Streaming Music – Holger Schwetter
18 Glaucia Peres da Silva, Konstantin Hondros: Music Practices Across Borders. (E)Valuating Space, Diversity and Exchange – Brigitta Davidjants
19 Ewa Mazierska: Popular Viennese Electronic Music, 1990–2015 .A Cultural History – Anita Jóri
20 Berthold Seliger: Vom Imperiengeschäft- Lorenz Grünewald-Schukalla

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Call for Participation & Papers: 6. GMM SUMMER INSTITUTE Music, Media, Culture and Economy: Selbstreflexivität und Positionierung im eigenen Forschungsprojekt, 25. September – 2. Oktober 2020, Porto, Portugal

Die Gesellschaft für Musikwirtschafts- und Musikkulturforschung e.V. (GMM) lädt gemeinsam mit der AG Populärkultur und Medien der GfM e.V. zum 6. GMM SI ein. Das GMMSI versammelt seit 2015 Interessierte, um Fragen zu Musikkultur- und Musikwirtschaftsforschung mit unterschiedlichen Schwerpunkten zu diskutieren. 2020 soll es vor allem um konzeptionelle und methodische Fragen gehen, die sich um die eigene Positionierung im Forschungsvorhaben drehen. Es bietet insbesondere jüngeren Forscherinnen Möglichkeiten der Kooperation und individuelle Hilfestellungen bei ihrer Arbeit. GMM SI Formate erlauben Interaktionen mit etablierten Forscherinnen und Musikwirtschaftsakteur*innen und den Aufbau von Kontakten in der Regel sowohl zu Wissenschaft als auch der Musikpraxis, die in der Regel in Porto auch vertreten sind.

Weitere Infos können dem Call entnommen werden: Wir bitten um Weiterverteilung des Calls und freuen uns über zahlreiche Einreichungen!

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Tagung: Tipping Points – Zum Verhältnis von Freiheit und Restriktion im Urheberrecht

Interdisziplinäre Fachtagung des Weizenbaum-Instituts für die vernetzte Gesellschaft und des Fachausschusses Urheberrecht der Gesellschaft für Musikwirtschafts- und Musikkulturforschung (GMM) am 20. | 21. Februar 2020 in Berlin.

Proteste auf der Straße, auf YouTube oder Twitter, Warnungen vor dem Niedergang der Kreativindustrie, Angst vor Eingriffen in die Meinungsfreiheit, Diskussionen um value gap und upload filter: Nach der Verabschiedung der europäischen Urheberrechtsrichtlinie im März 2019 geht eines der umstrittensten Vorhaben in der Geschichte des Immaterialgüterrechts mit der Umsetzung in den Mitgliedstaaten in die nächste Runde. 

Diese Kontroverse ist Symptom einer tiefgreifenden Veränderung: Das Urheberrecht und seine verwandten Schutzrechte betrafen früher nur wenige Akteur*innen in einer überschaubaren Anzahl von Branchen. Heute sind diese Rechte zu einer alltagsrelevanten Größe geworden. Wir haben es mit einer Situation zu tun, in der die Grenze zwischen Nutzenden und Schöpfenden verschwimmt und urheberrechtlich relevante Formen des Ausdrucks alltäglich werden. Digitale Kommunikationskanäle und Darstellungsformen sowie neue Formen der Auseinandersetzung mit Bestehendem stellen einen tipping point, einen Wende- bzw. Kipppunkt dar, an dem das Recht vor neuen Herausforderungen steht und dadurch auch die Prozesse der Normsetzung und Normenreform beeinflusst werden.

Das Ziel der Tagung besteht darin, verschiedene solcher tipping points zu identifizieren, ihre aktuelle und zukünftige Relevanz sowie ihre gegenseitigen Verbindungen zu diskutieren. Damit möchten wir der interdisziplinären Debatte um das Urheberrecht neue Impulse verleihen. 

Das Tagungsprogramm finden Sie hier

Aufgrund der großen Nachfrage ist die Tagung bereits ausgebucht. Gerne nehmen wir Sie auf die Warteliste und bitten um Kontaktaufnahme per E-Mail: filip.stiglmayer(at)wzb.eu. 

Dieser Beitrag ist ein Crossposting des Beitrags auf der Webseite des Weizenbaum Instituts.

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Call for Papers: Musik & Marken / Music & Brands

(English version below)

Call for Papers: Musik & Marken

Für das fünfte Jahrbuch Musikwirtschafts- und Musikkulturforschung 2021

Herausgeber*innen: Prof. Dr. Michael Ahlers, Lorenz Grünewald-Schukalla M.A., Dr. Anita Jóri, Dr. Holger Schwetter.

Spätestens seit den frühen Formationen einer auf Notendrucken basierenden Musikindustrie (Tin-Pan-Alley) unterhalten musikferne Unternehmen Beziehungen zu Musik und ihren Akteur*innen. Damals wurden vornehmlich Kosmetik und Tabakprodukte in Notenbüchern beworben. Heute jedoch haben sich die Formen, bei denen Musik in den kommerziellen Aktivitäten musikferner Akteur*innen eine Rolle spielt, ausdifferenziert. Gleichzeitig hat der Markt für Aktivitäten wie Sponsoring oder Werbung an Volumen zugenommen. 

Hierbei spielen Marken eine besondere Rolle. Um Marken aufzubauen publizieren Unternehmen Musikmagazine, vertreiben Tonträger, organisieren und streamen Konzerte oder nehmen gar Künstler*innen mit eigenen Labels unter Vertrag. Gleichzeitig werden auch Künstler*innen und Bands durch die Musikindustrie immer stärker als Marken aufgebaut. Dies spiegelt sich auch in der Gründung eigener Abteilungen für Markenkooperationen der Tonträger- und Entertainment-Unternehmen oder der Konzert- und Ticketing-Konzerne wider. Diese richten seit einigen Jahren ihr Geschäftsmodell stärker auf die Verwertung ihrer Künstler*innen und Musiken durch Werbung und Marken aus.

Die Gesellschaft für Musikwirtschafts- und Musikkulturforschung e.V. publiziert ein Jahrbuch, das über den Stand der Forschung zu Musikwirtschaft und Musikkultur informiert. Musikwirtschafts- und Musikkulturforschung wird nicht als disziplinäre Forschung konzipiert, sondern als ein Forschungsfeld, das situativ und interdisziplinär auf Problemlagen und neue Fragen reagiert und diese zugleich auch aufwirft. Das Jahrbuch 2021 soll das Feld der Forschung zu Musik und Marken sondieren, empirische Befunde versammeln und neue Forschungsperspektiven aufzeigen. Mögliche, aber nicht abschließende Themenbereiche sind:

  • Marken in der Musik: Thematisierung oder Platzierung von Marken in Songtexten, Musikvideos oder Performances.
  • Musik für Marken: Produktion von Musik für Werbe- und Brandingzwecke beispielsweise Synchronization, Soundalikes, Ticketing, Markenkooperationen oder Musik von künstlichen Intelligenzen.
  • Marken als Akteur*innen der Musikindustrie: Marken die in die Musik(industrie) investieren, Strukturen wie Tonstudios oder Labels aufbauen oder Musikmedien gründen und finanzieren. 
  • Musik als Marke: Managing und Verwertung von Künstler*innen als Marke oder der Aufbau von Merchandise und Werbeabteilungen der Tonträgerunternehmen.
  • Daten, Musik und Markenwerbung: Schaffung und Verwertung neuer Datenformen und -Quellen etwa aus dem Bereich Streaming und Werbung, Daten über Konzertgänger*innen und Markenkooperationen.
  • Musiktechnologie und -Instrumentenmarken: Beziehungen von Instrumenten- und Musiktechnologiefirmen und Marken und Künstler*innen bspw. Gitarrenmarken und Endorser*innen, Influencer*innen, Designer*innen, Performende, aber auch Musikmedien und Werbung.

Der Call richtet sich an Wissenschaftler*innen aller Disziplinen, die zu “Musik und Marken” arbeiten, an Künstler*innen oder Akteur*innen der Musikwirtschaft. Erbeten sind Beitragsskizzen (max. 1.500 Worte, Word-Datei) bis zum 07.01.2020 an jahrbuch@musikwirtschaftsforschung.de. Über die Annahme wird bis zum 20.01.2019 entschieden. Die Abgabe der Beiträge wird bis zum 15.04.2020 erwartet. Der Band wird im ersten Quartal 2021 publiziert. Über Hinweise zur Manuskriptgestaltung wird in einer separaten Mail informiert. Bei Rückfragen wenden Sie sich an jahrbuch@musikwirtschaftsforschung.de

English version: Call for Papers – Music & Brands

For the fifth yearbook on music business and music culture research 2021

Edited by: Prof. Dr. Michael Ahlers, Lorenz Grünewald-Schukalla MA, Dr. Anita Jóri, Dr. Holger Schwetter.

Ever since the early formations of a music-based music industry (Tin-Pan-Alley), non music-related companies built and strategically used relationships with music and actors within music culture. At that time mainly cosmetics and tobacco products were promoted by printing sheet music with advertisements. Nowadays the forms in which music and commercial activities of non-music actors are combined have become highly differentiated. At the same time, the market for activities such as sponsoring or advertising has increased in volume. 

Most of these contemporary activities are related to the management of brands. In order to build brands, companies publish music magazines, distribute sound recordings, organize and stream concerts, or even sign artists with their own record labels. At the same time, artists and bands are increasingly being managed as brands by the music industry. For some years now, ticketing and record companies have shifted their business models towards the exploitation of their artists and music through advertising and branding, for example by establishing departments that exclusively deal with brand partnerships.

The Gesellschaft für Musikwirtschafts- und Musikkulturforschung e.V. (Association for Music Business and Music Culture Research) publishes a yearbook on the state of research within music industry and music culture. Music business and music culture research is not conceived as disciplinary research, but as a field of research that reacts to and raises questions on contemporary issues in a situational and interdisciplinary manner. The yearbook 2021 wants to explore research on music and brands, to gather empirical and theoretical findings and to highlight new research perspectives. Topics of interest may include, but not limited to:

  • Brands in music: The roles that brands play in song lyrics, music videos or performances, e.g. as part of the story, an aesthetic or as product placement.
  • Music for brands: The production of music for advertising and branding purposes such as synchronization, sound-alikes, ticketing, brand co-operations or music produced by artificial intelligence.
  • Brands as actors in the music industry: Brands which invest in music (industry) or build structures such as sound studios or labels or funding and financing music media. 
  • Music as brand: The management and exploitation of artists as a brand or the development of merchandise and advertising departments within music industry companies.
  • Data, music and brand advertising: The creation and exploitation of new data forms and sources, for example in the field of streaming and advertising, data on live events and fans as well as brand co-operations.
  • Music technology and instrument brands: The relationships between instrument and music technology companies and artists, e.g. guitar brands and endorsers, influencers, musicians as designers but also music related media and platforms and their relation to advertising and branding.

The call is addressed to scholars of all disciplines working on „Music and Brands“, to artists or actors in the music industry. Please submit abstracts (max. 1,500 words, Word file) to jahrbuch@musikwirtschaftsforschung.de(deadline: 07.01.2020). We will decide on the acceptanceuntil20.01.2020. Submission of contributions will be expected until 15.04.2020. The volume will be published in the first quarter of 2021. Notes on manuscript design will be provided in a separate email. If you have any questions, please contact us via Jahrbuch@musikwirtschaftsforschung.de

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Call for Participations: 6. GMM Spring Institute

Music, Media, Culture and Economy: Selbstreflexivität und Positionierung im eigenen Forschungsprojekt

15./17.-21. März 2020, Porto, Portugal

Die Gesellschaft für Musikwirtschafts- und Musikkulturforschung e.V. (GMM) lädt gemeinsam mit der AG Populärkultur und Medien der GfM e.V. zum 6. GMM Spring Institute ein.

ZIELE // Das 6. GMM SI versammelt seit 2015 Interessierte, um Fragen zu Musikkultur- und Musikwirtschaftsforschung mit unterschiedlichen Schwerpunkten zu diskutieren. 2020 soll es vor allem um konzeptionelle oder methodische Fragen gehen, die sich um die eigene Positionierung im Forschungsvorhaben drehen. Das GMM SI bietet insbesondere jüngeren Forscher*innen Möglichkeiten der Kooperation und individuelle Hilfestellungen bei ihrer Arbeit. GMM SI-Formate erlauben Interaktionen mit etablierten Forscher*innen und Musikwirtschaftsakteur*innen und den Aufbau von Kontakten in der Regel sowohl zu Wissenschaft als auch der Musikpraxis, die in der Regel in Porto auch vertreten sind.

OFFENHEIT // Das GMM SI ist nach Rücksprache mit den wiss. Verantwortlichen offen für weitere thematische Beiträge.

FORM & INHALT // Das GMM SI ermöglicht Teilnehmer*innen auf drei wiss. Qualifikationsstufen (MA, PhD, Post-doc) Feedback auf die eigene Arbeit (1) und fördert Diskussionen mit Wissenschaftler*innen und Musikwirtschaftsakteur*innen. 2020 stehen Epistemologie, Wissenschaftstheorie, Situationsanalyse und die Entwicklung neuer Musiknetzwerke als neue Schnittstellen von Musikwirtschaft und Musikkultur im Fokus (2). Die konkreten Veranstaltungsformate werden kurzfristig mit Blick auf die Teilnehmer*innen entwickelt. Erstmalig sind 2020 Formate für die dritte Qualifikationsphase (Bewerbung, Projekte, Habilitation) sowie ein internationales Musikwirtschaftspanel mit Branchenakteuren geplant (3).

DER NUTZEN FÜR DIE TEILNEHMERINNEN // Das GMM SI vernetzt Akteur*innen und erlaubt Einblicke in aktuelle Forschungs-, Publikations-, Lehr- und Unternehmensprojekte. Teilnehmer*innen erhalten qualifiziertes wiss. Feedback auf der Basis ihrer Präsentationen. Diese sollen ihr Vorhaben mit Blick auf Theorie, Methode, praktische Implikationen und den eigenen Beitrag zur Forschung reflektieren. Von allen Teilnehmer*innen wird eine Projekt-Präsentation und aktive Mitarbeit, z.B. in Form von Feedback oder Mitarbeit an einem interaktiven Format erwartet.

WISSENSCHAFTLICHE LEITUNG // 

  • Prof. Dr. Thomas DÜLLO (Universität der Künste Berlin)
  • Prof. Dr. Barbara HORNBERGER (Hochschule Osnabrück)
  • Prof. Dr. Carsten WINTER (Hochschule für Musik, Theater und Medien, Hannover)
  • Prof. Dr. Rainer WINTER (Alpen Adria Universität Klagenfurt)

VERANSTALTER: GMM e.V. – verantwortlich für das GMMSI 2020: Univ.-Prof. Dr. phil. habil. Carsten Winter; AG Populärkultur und Medien – verantwortlich: Prof. Dr. Barbara Hornberger

PROGRAMM GMM SI 2020 //

VORTRAG m. Diskussion (V) / KOLLOQUIUM (K) / PROJEKT/PANEL (P)

  • 15.03.     Individuelle Anreise / Check in im Seminario de Vilar (siehe Veranstaltungsort)
  • 16.03.     Individuelle Projekt- und Präsentationsvorbereitungen; abends: erstes Kennenlernen
  • 17.03.:   Entwicklung der GMMSI Formate für die kommenden Tage mit den Teilnehmer*innen, nachmittags: Präsentation der Formate und des Ablaufs des GMMSI 2020 – anschließend Abendspaziergang zum Atlantik                                         

Vorläufiger Arbeits-Ablaufplan, der am 17.03.202 mit den Teilnehmer*innen präzisiert und konkretisiert wird:

18.03.2020

  • 09:00 – 11:30Thematische Vorträge mit Diskussion (2)
    • V 1: B. Hornberger: Haltungsfragen in der Kulturforschung 
    • V 2: C. Winter: Epistemologie und Theorie transdisziplinärer Kultur- und Strategieforschung
  • 11:30 – 13:00 K 1: Fortgeschrittene Forschungsprojekte (Vorträge und Kolloquium)
  • 13:00 – 14:00 Mittagspause
  • 14:00 – 16:30 P 1: Forschungs-Projekte (Formatideen: Fishbowl, World Café, Textwerkstatt)
  • ab 20:30 Abendessen in der Tapas Bar (Calçada de Sobre-O-Douro 4-6)

19.03.2020

  • 09:00 – 11:30Thematische Vorträge mit Diskussion (2)
    • V 3: R. Winter: Cultural Studies und Gütekriterien qualitativer Forschung
    • V 4: T. Düllo: Das Runde und das Rollende in der Pop-Forschung Teil 2 (Arbeitstitel)
  •  11:30 – 13:30 K 2 Fortgeschrittene Forschungsprojekte (Vorträge und Kolloquium)
  • 13:00 – 14:00 Mittagspause
  • 14:00 – 15:00 P 2: Forschungs-Projekte (Formatideen: Fishbowl, World Café, Textwerkstatt)
  • 15:30 „PORTO: THE WORST TOUR“ (bitte festes Schuhwerk mitnehmen!) bis in den Abend

20.03.2020    

  • 09:00 – 11:00 Workshop 1: Situations-Analyse – Neue Erkenntnisse und neue Fragen (D. Suer & Chr. Rhein)
  • 11:30 – 13:30 K 3 / P 3: Vorträge oder andere Formate
  • 13:30 – 14:30 Mittagspause
  • 14:30 – 16.00 Master-Projekte (fakultativ)                
  • 16:30 Kulturprogramm oder Zeit zur eigenen Verfügung

21.03.2020

  • 09:00 – 11:00 Workshop 2: Präkonzepte und Forschungstagebuch (S. Reiner)
  • 11:00 – 12:30 K 4 / P 4: Vorträge oder andere Formate12:30 – 13:30    Mittagspause
  • 13:00 – 16:30 Pre Crossroads 2020 Cultural Studies Colloquium (R. Winter)
  • ab 17 Uhr Abschluss-Kolloquium mit Feedback, Fazit und Ausblick auf 2021

22.03.2020

  • 09:15 – 12:30     Individuelles Dissertations- und Projektplanungszeitfenster
  • 12:30 – 13:30    Farewell Porto Lunch

Veranstaltungsort // Übernachtung:

Buchen Sie Ihre Unterkunft, nachdem Sie Ihre Teilnahmebestätigung erhalten haben, bitte selbst. Die Veranstaltungen des GMMSI 2020 werden im CASA DIOSCESANA SEMINÁRIO DE VILAR (rua arcediago von zeller, 50, 4050-621 Porto – www.seminarodevilar.pt) stattfinden. Dort können individuell, je nach Reisedaten, Zimmer gebucht werden (EZ/DZ inkl. Frühstück ab 55€/Nacht + 2€ Tax). Bitte reservieren Sie Ihr Zimmer beim Seminário: reservas@seminariodevilar.pt. Die Übernachtungskosten tragen die Teilnehmer*innen selbst.

ANMELDUNG & GEBÜHR // Die Bewerbung zum Kolloquium erfolgt mit Abstract (400 – 500 Wörter) und Kurz-Lebenslauf bis zum 30. November 2019 per Mail an Christian Rhein und Svenja Reiner (mail@christianrhein.de; s.reiner@hs-osnabrueck.de). Die Abstracts sollten Auskunft geben über die zentralen Forschungsfragen, den Stand der Arbeit sowie das Format, in dem vor Ort gearbeitet werden soll – denkbar sind neben Vorträgen auch Textwerkstatt, Fishbowl, World Café, u.a. Über die Teilnahme wird umgehend entschieden, damit günstig Porto-Flüge (z.B. fliegen Ryanair und Eurowings Porto aus mehreren deutschen Städten an) gebucht werden können.

Die Teilnahme kostet 100 € (GMM- oder AG-Pop-Mitglieder 50€). Kosten für An- und Abreise sowie die Übernachtung und Mahlzeiten tragen die Teilnehmer*innen selbst. Nach Bestätigung der Teilnahme und Überweisung des Teilnahme-Beitrags auf das unten angeführte Konto teilen Sie Christian Rhein bitte per Mail (mail@christianrhein.de) Ihre Reisedaten (Ankunftstag und -uhrzeit sowie Abreisetag und -uhrzeit) mit.

  • Gesellschaft für Musikwirtschafts- und Musikkulturforschung,
  • VR-Bank Altenburger Land eG, Skatbank
  • IBAN: DE35 8306 5408 0004 8682 34
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Gemeinsame Resolution gegen Rechtspopulismus der IASPM D-A-CH , GfPM und GMM (Langfassung)

Mit wachsendem Befremden beobachten wir, wie die Grundwerte einer offenen und pluralistischen Gesellschaft in Deutschland, Österreich und der Schweiz zunehmend (wieder) in Frage gestellt werden. Verschiedene Ereignisse der vergangenen Jahre zeigen, dass diese Selbstverständlichkeiten im Zuge eines Rechtsrucks von Teilen der Gesellschaften nicht mehr als solche akzeptiert werden. Namentlich die rechtspopulistische „Gemeinsame Erklärung 2018“, die eine Entsolidarisierung mit Geflüchteten betreibt, wurde von einer erschreckend hohen Zahl von Menschen – auch aus Wissenschaft und Kultur – unterzeichnet.

IASPM D-A-CH, GfPM und GMM haben mit populärer Musik ein Forschungsfeld, das sich über die Grenzen von Nationalstaaten, starre Einteilungen nach Ethnien, binäre Geschlechterstereotype und soziale Schranken hinweg konstituiert. Populäre Musik ist in besonderem Maße von nationalen, heteronormativen und ethnisierten Deutungen und Auseinandersetzungen durchzogen. In IASPM
D-A-CH, GfPM und GMM werden diese Konflikte analysiert, wobei auch beobachtet wird, ob und wie sich populäre Musik abwertenden Hierarchien, Standardisierungen und Normierungen zu entziehen vermag. Darin sehen wir eine produktive Qualität von populärer Musik und insbesondere von Popular Music Studies.

Populäre Musik ist darüber hinaus nicht nur ein Produkt, sondern auch ein wesentlicher Faktor bei der historischen Entstehung pluralistischer und global vernetzter Gesellschaften. Die Popular Music Studies sind mit ihrer Kompetenz für die Analyse kultureller Aushandlungsprozesse, die sich vielfach in engem Austausch mit der Emanzipation marginalisierter Gruppen vollziehen, besonders qualifiziert, um derzeit drängende politisch-kulturelle Fragen zu beantworten. Die Mitglieder von IASPM D-A-CH, GfPM und GMM stellen sich daher entschieden gegen ethnopluralistische, rassistische und nationalistische Deutungsmuster.

Orte der Bildung und Wissenschaft, der Künste und Kulturen, Museen und Archive, Ateliers und Studios, Bühnen und Clubs, alte und neue Medien, Räume für Darstellung und Diskussion sind allesamt offene Räume, die vielen gehören. IASPM D-A-CH, GfPM und GMM verstehen sich daher als Plattformen für einen möglichst grenzenlosen wissenschaftlichen Austausch. Wir stehen für eine offene Gesellschaft, Pluralität und Demokratie. Demokratische Freiheit ist nicht ohne Widersprüche – sie ist niemals einfach. Wir betrachten es deshalb als unsere besondere forschungsethische Verantwortung, Macht- und Marktstrukturen sowie kulturelle Zuschreibungen kritisch zu hinterfragen. Wir erteilen allen Positionen eine deutliche Absage, die meinen, dass die Ausdrucksformen einer Gruppe von Menschen mehr Wert seien als andere.

Wir verteidigen unsere demokratische und wissenschaftliche Freiheit gegen alles, was sie bedroht: völkisch-nationalistische, fundamentalistische, extremistische, populistische oder autoritäre Weltbilder. Wir positionieren uns gegen krakeelende Stimmungsmache, Ausgrenzung und Abwertung von Menschen, wie jede Form von Rassismus, Homo- und Transphobie, Frauenfeindlichkeit, Antisemitismus oder Islamophobie. 

Wir als Forscher_innen von IASPM D-A-CH, GfPM und GMM geben solchen Positionen keinen Raum.

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Call for Papers: Tipping Points: Zum Verhältnis von Freiheit und Restriktion im Urheberrecht

Interdisziplinäre Fachtagung des Weizenbaum-Instituts für die vernetzte Gesellschaft und des Fachausschusses Urheberrecht der Gesellschaft für Musikwirtschafts- und Musikkulturforschung (GMM).

Am 20. & 21. Februar 2020 in Berlin | Deadline: 15. Oktober 2019

Proteste auf der Straße, auf YouTube oder Twitter, Warnungen vor dem Niedergang der Kreativindustrie, Angst vor Eingriffen in die Meinungsfreiheit, Diskussionen um value gap und upload filter: Nach der Verabschiedung der europäischen Urheberrechtsrichtlinie im März 2019 geht eines der umstrittensten Vorhaben in der Geschichte des Immaterialgüterrechts mit der Umsetzung in den Mitgliedstaaten in die nächste Runde.

Diese Kontroverse ist Symptom einer tiefgreifenden Veränderung: Das Urheberrecht und seine verwandten Schutzrechte betrafen früher nur wenige Akteur:innen in einer überschaubaren Anzahl von Branchen. Heute sind diese Rechte zu einer alltagsrelevanten Größe geworden. Wir haben es mit einer Situation zu tun, in der die Grenze zwischen Nutzenden und Schöpfenden verschwimmt und urheberrechtlich relevante Formen des Ausdrucks alltäglich werden. Digitale Kommunikationskanäle und Darstellungsformen sowie neue Formen der Auseinandersetzung mit Bestehendem stellen einen tipping point, einen Wende- bzw. Kipppunkt dar, an dem das Recht vor neuen Herausforderungen steht und dadurch auch die Prozesse der Normsetzung und Normenreform beeinflusst werden.

Neben dem Konflikt um upload filter oder das Leistungsschutzrecht für Presseverleger:innen stellen sich bei der Urheberrechtsrichtlinie weitere wichtige Fragen: Wie wird sich das Verhältnis von Freiheit und Restriktion fortan entwickeln? Welche kreativen Spielräume und Freiheiten werden zukünftig begrenzt, welche werden eröffnet? Anhand der Denkfigur der tipping points möchten wir derartige Grenzfragen untersuchen und dafür wissenschaftliche Studien und praxisorientierte Ansätze zusammenbringen, um den interdisziplinären Austausch und eine kritische und gleichermaßen empirisch wie theoretisch informierte Urheberrechtsforschung voranzutreiben.

Ausrichtung der Tagung

Tipping points verstehen wir als Wende- oder Kipppunkte, die Freiheit ermöglichen und/oder Restriktion bedingen, an denen etwas Neues entsteht oder ein Prozess eine andere Richtung einschlägt. Ein solches Verständnis von tipping points lässt sich auf das Urheberrecht bezogen in mehreren Dimensionen anwenden:

  1. Tipping points in Theorie und Praxis des Urheberrechts (rechtliche Dimension): Wann und nach welchen Kriterien kippt eine Bearbeitung oder Produktion eines Werks in ein neues Werk? Welche Vorstellungen von Neuheit (Originalität, Schöpfungshöhe, Parodie etc.) werden dafür angebracht und wie verändern sie sich? Wie werden solche Vorstellungen in Gesetzgebungsverfahren, in richterlicher, anwaltlicher aber auch künstlerischer Praxis angewendet und an digitale Gegebenheiten angepasst?
  2. Tipping points als gesellschaftlich-historische Entwicklung (soziale Dimension): Welche neuen oder altgedienten Vorstellungen von Nutzer:innen, Kreativen und künstlerisch Produzierenden lassen sich im Urheberrecht herausarbeiten? Welche Konzepte fehlen und sollten Bestandteil des Urheberrechts werden? Wie haben sich die Konzepte soziohistorisch entwickelt und welche Dominanz haben sie heute? Welche Implikationen für die Kreation, Nutzung und Form ästhetischer Werke ergeben sich aus diesen Vorstellungen
  3. Tipping points als technologischer Treiber (technische Dimension): Welche Technologien, Produkte und industrielle Organisationsformen bedingen neue urheberrechtliche Konfigurationen, Debatten und Einordnungen? Welche Akteur:innen sind an diesen Prozessen zu welchen Anteilen und mit welchen Konsequenzen beteiligt? Welche impliziten oder expliziten Vorstellungen vom Verhältnis von Technik und Recht (z. B. cultural lag) dominieren und prägen diese Prozesse? Wie und wann werden technologische Entwicklungen rechtlich relevant bzw. verrechtlicht?
  4. Tipping points in der akademischen Praxis (wissenschaftliche Dimension): Inwiefern wird die urheberrechtliche Debatte in der Wissenschaft von sozialen, politischen und technischen Entwicklungen getrieben? Wie beeinflusst das Urheberrecht die Formen und Möglichkeiten datenbasierter Wissenschaft? Welche Rolle spielen Fördermaßnahmen zum Forschungsdatenmanagement oder die Nutzung offener Infrastrukturen? Wie verändert sich die öffentliche Kommunikation von Wissenschaft, beispielsweise durch Blogs, Social Media oder Schattenbibliotheken?

Ziel der Tagung

Das Ziel der Tagung besteht darin, verschiedene solcher tipping points zu identifizieren, ihre aktuelle und zukünftige Relevanz sowie ihre gegenseitigen Verbindungen zu diskutieren. Damit möchten wir der interdisziplinären Debatte um das Urheberrecht neue Impulse verleihen. Folgende Felder und Fälle könnten unter anderem für unser Vorhaben interessant sein:

  • Urheberrechtliche Grenzen der Gemeinfreiheit
  • Die neue Rolle des Leistungsschutzrechtes auf Europäischer Ebene
  • Neue Werkgattungen und neue Formen von Urheberschaft
  • Verwischung der Grenzen von Nutzer:innen und Urheber:innen
  • Konsequenzen und empirische Analysen zur EU-Urheberrechtsreform
  • Auswirkungen rechtlicher Neuordnungen auf Plattformangebote
  • Urheberrecht und Automatisierung: Filtertechnik & automatische Rechtsdurchsetzung
  • Reformdruck im Urheberrecht durch technologische Entwicklung
  • Open data und die Digitalisierung wissenschaftlicher Medienpraktiken
  • Open access und die ökonomische Verwertung wissenschaftlichen Wissens

Einreichungen

Die Tagung versteht sich als interdisziplinäres Arbeitstreffen und soll dezidiert Raum zur Diskussion und zur Weiterentwicklung von Ideen schaffen. Geplant sind daher zehnminütige Impulsvorträge basierend auf vorab eingereichten Working Papersmit anschließender strukturierter Diskussion. Wir freuen uns auf Einreichungen aus den Rechtswissenschaften, der Soziologie, den Medien-, Kultur- und Musikwissenschaften, den Informations- und Bibliothekswissenschaften sowie angrenzenden Bereichen.

  • Bitte reichen Sie auf Ihrem geplanten Paper basierende Abstracts(maximal 400 Worte und Literaturangaben) sowie eine kurze biografische Notiz (ca. 100 Worte) bis zum 15. Oktober 2019 unter fa-urheberrecht@musikwirtschaftsforschung.de ein.
  • Bis spätestens zum 15. November 2019 erhalten Sie Rückmeldung.
  • Die akzeptierten Beiträge sind bis zum 15. Januar 2020 als Working Paper (2500-5000 Worte) auszuarbeiten und werden als Diskussionsgrundlage für die Tagung den Teilnehmer:innen zur Verfügung gestellt.
  • Eine anschließende Publikation ausgewählter Beiträge in einem interdisziplinären und via open access zugänglichen Sammelband ist geplant.
  • Ggf. besteht die Möglichkeit einer Übernahme von Reise- und Übernachtungskosten.

Bei Fragen wenden Sie sich bitte an das Organisationsteam unter:

fa-urheberrecht@musikwirtschaftsforschung.de

Sophie Beaucamp, LL.M., Rechtswissenschaften, Weizenbaum Institut / HU Berlin

Dr. Sarah-Mai Dang, Medienwissenschaft, Philipps Universität Marburg

PD Dr. Frédéric Döhl, Deutsche Nationalbibliothek (für die DSM-RL-Themenkomplexe TDM und vergriffene Werke)

Lorenz Grünewald-Schukalla, Kommunikationswissenschaft, HIIG Berlin

Georg Fischer, Soziologie, TU Berlin

Konstantin Hondros, Soziologie, Universität Duisburg-Essen

Dr. Henrike Maier, Rechtswissenschaften

Simon Schrör, Soziologie, Weizenbaum Institut / HU Berlin

Dr. Holger Schwetter, Musikwissenschaft

Organisation:Fachausschuss Urheberrecht der Gesellschaft für Musikwirtschafts- und Musikkulturforschung (GMM) zusammen mit dem Weizenbaum-Institut für die vernetzte Gesellschaft

Seit seiner Gründung im September 2015 diskutieren die Mitglieder des Fachausschusses Urheberrecht der GMM die vielfältigen Dimensionen und Konsequenzen des technologisch-rechtlich-sozialen Wandels. Dem vielfältigen Problembereich entsprechend ist der Ausschuss interdisziplinär zusammengesetzt: er bringt rechtswissenschaftliche, sozial- und organisationswissenschaftliche sowie musik-, kultur- und medienwissenschaftliche Perspektiven zusammen. Gleichermaßen suchen und fördern wir auch den Austausch mit Akteur:innen aus der Praxis, der Medienindustrie, dem Bibliothekswesen und der Kreativbranche, um die engen Grenzen rein juristischer Diskurse zum Urheberrecht zu überwinden. (Link: http://musikwirtschaftsforschung.de/?page_id=443)

Das Weizenbaum-Institut für die vernetzte Gesellschaft – Das Deutsche Internet-Institut ist ein vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) gefördertes Verbundprojekt aus Berlin und Brandenburg. Das Weizenbaum-Institut erforscht interdisziplinär und grundlagenorientiert den Wandel der Gesellschaft durch die Digitalisierung und entwickelt Gestaltungsoptionen für Politik, Wirtschaft und Zivilgesellschaft. Ziel ist es, die Dynamiken, Mechanismen und Implikationen der Digitalisierung besser zu verstehen. Hierzu werden am Weizenbaum-Institut die ethischen, rechtlichen, ökonomischen und politischen Aspekte des digitalen Wandels untersucht. Damit wird eine empirische Grundlage geschaffen, die Digitalisierung verantwortungsvoll zu gestalten. Um Handlungsoptionen für Politik, Wirtschaft und Gesellschaft zu entwickeln, verknüpft das Weizenbaum-Institut die interdisziplinäre problemorientierte Grundlagenforschung mit der Exploration konkreter Lösungen und dem Dialog mit der Gesellschaft. (Link: https://weizenbaum-institut.de/)