{"id":525,"date":"2018-10-22T12:59:33","date_gmt":"2018-10-22T12:59:33","guid":{"rendered":"http:\/\/musikwirtschaftsforschung.de\/?p=525"},"modified":"2018-10-22T12:59:34","modified_gmt":"2018-10-22T12:59:34","slug":"call-for-papers-musik-empowerment%ef%bb%bf","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/musikwirtschaftsforschung.de\/?p=525","title":{"rendered":"Call for Papers: Musik &#038; Empowerment\ufeff"},"content":{"rendered":"\n<p><em>F\u00fcr das vierte Jahrbuch \nMusikwirtschafts- und Musikkulturforschung 2020, Herausgeber*innen: \nProf. Dr. Michael Ahlers, Lorenz Gr\u00fcnewald-Schukalla M.A., Dr. Anita \nJ\u00f3ri, Dr. Holger Schwetter.<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>Die Gesellschaft f\u00fcr Musikwirtschafts- und Musikkulturforschung e.V. publiziert ein Jahrbuch, das neben einem Hauptthema \u00fcber den Stand der Forschung zu Musikwirtschafts- und Musikkultur informiert. Musikwirtschafts- und Musikkulturforschung wird nicht als disziplin\u00e4re Forschung konzipiert, sondern als ein Forschungsfeld, das situativ und interdisziplin\u00e4r auf Problemlagen und neue Fragen reagiert und diese zugleich auch aufwirft. Im Zentrum stehen reale Probleme und Fragen, wie in diesem Fall die Frage nach den M\u00f6glichkeiten und Grenzen von Empowerment in popul\u00e4rer Musik.Erstens: Seit den 1960er Jahren gilt popul\u00e4re Musik als in besonderem Ma\u00df mit emanzipatorischem, gesellschaftlichen Wandel verbunden. Uns interessiert im Besonderen die Verbindung von Musik, Wirtschaft und Empowerment, verstanden als die M\u00f6glichkeit des Sichtbarwerdens und der Erm\u00e4chtigung marginalisierter oder relativ machtloser Gruppen und allgemein die Frage von Macht und Ausschluss in Musikkulturen und am Musikmarkt. Dies betrifft u.a. (aber nicht ausschlie\u00dflich) die momentan stark diskutierten Themenfelder Gender und Diversit\u00e4t. Wie sehen diese Verbindungen aktuell (und historisch) aus? Kann auch heute noch davon ausgegangen werden, dass allein die Teilnahme an Gruppenprozessen bereits einen wesentlichen Motor f\u00fcr das Entstehen eines Erm\u00e4chtigungsgef\u00fchls darstellt (Zimmermann und Rappaport 1988)? Wenn man \u00a0attestiert, dass Empowerment mit Musik verbunden sein kann, so gilt zweitens auch, dass der Musikmarkt und Musikkulturen oftmals gesellschaftliche Ungleichheiten reproduzieren oder eigene Ausschlussmechanismen hervorbringen. Daher wollen wir wissen: Wie werden momentan in Musikunternehmen und Musikszenen Auseinandersetzungen um Empowerment gef\u00fchrt? Zum Dritten replizieren sich auch in der Musikforschung Machtstrukturen aus Ausschlussmechanismen, die noch kaum erforscht sind.<strong><\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><strong>M\u00f6gliche Fragen sind:<\/strong><\/p>\n\n\n\n<ul><li>Wie wird Empowerment in popul\u00e4rer Musik verhandelt und thematisiert? <\/li><li>Wie tr\u00e4gt popul\u00e4re Musik zum Empowerment marginalisierter gesellschaftlichen Gruppen bei? <\/li><li>Wie k\u00f6nnen Prozesse des Empowerments institutionell oder gemeinschaftlich unterst\u00fctzt werden? <\/li><li>Wie werden in Musikszenen und Musikkulturen Auseinandersetzungen um Macht ausgetragen? Wer entscheidet, wer auftritt und wer auflegt? <\/li><li>Wer sind die Gatekeeper und wie wird man eine\/r? Beispiel T\u00fcrpolitik: Wie wird entschieden, wer dabei sein darf?<\/li><li>Wie replizieren sich Netzwerke am Musikmarkt und in Musikkulturen und wie kann das durchbrochen, subvertiert oder umgestaltet werden? Wie wird das Thema Empowerment und Diversit\u00e4t in kleinen und gro\u00dfen Musikunternehmen verhandelt? <\/li><li>Wie laufen die Auseinandersetzungen um Leadership in der Musikindustrie ab? Welche Erfahrungen machen die, die ihre Karrieren nicht aus traditionell privilegierten Positionen starten?<\/li><li>Welche Zusammenh\u00e4nge gibt es zwischen musikbezogener Forschung und akademischen Machtstrukturen sowie ggf. musikwirtschaftlichen oder musikkulturellen Kontexten?<a href=\"mailto:jahrbuch@musikwirtschaftsforschung.de\"><\/a><\/li><\/ul>\n\n\n\n<p>Der Call richtet sich an Wissenschaftler*innen aller Disziplinen, die zu Musik und Empowerment arbeiten oder die ihre eigene Situation in der Wissenschaft reflektieren wollen, sowie an Praktiker*innen, die als selbst\u00e4ndige Akteur*innen oder Mitarbeiter*innen von Musikunternehmen ihre eigenen Biographien, aktuelle Tendenzen und Probleme reflektieren wollen. <\/p>\n\n\n\n<p>Erbeten sind <strong>Beitragsskizzen<\/strong> (max. 1.500 Worte, Word-Datei) <strong>bis zum 10.12.2018 <\/strong>an <a href=\"mailto:jahrbuch@musikwirtschaftsforschung.de\">jahrbuch@musikwirtschaftsforschung.de<\/a>. \u00dcber die <strong>Annahme<\/strong> wird <strong>bis zum 15.12.2018<\/strong> entschieden.<\/p>\n\n\n\n<p>Die <strong>Abgabe der Beitr\u00e4ge<\/strong> wird <strong>bis zum 31.3.2019<\/strong> erwartet. <strong>Der Band wird Anfang 2020 publiziert.<\/strong> \u00dcber Hinweise zur Manuskriptgestaltung wird in einer separaten Mail informiert. Bei R\u00fcckfragen wenden Sie sich an <a href=\"mailto:jahrbuch@musikwirtschaftsforschung.de\">jahrbuch@musikwirtschaftsforschung.de<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>F\u00fcr das vierte Jahrbuch Musikwirtschafts- und Musikkulturforschung 2020, Herausgeber*innen: Prof. Dr. Michael Ahlers, Lorenz Gr\u00fcnewald-Schukalla M.A., Dr. Anita J\u00f3ri, Dr. Holger Schwetter. Die Gesellschaft f\u00fcr Musikwirtschafts- und Musikkulturforschung e.V. publiziert ein Jahrbuch, das neben einem Hauptthema \u00fcber den Stand der Forschung zu Musikwirtschafts- und Musikkultur informiert. 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