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GMM Best Paper Award verliehen

Zum dritten Mal in Folge wurde am 06.11.2018 im Rahmen der Most Wanted: Music- Konferenz in Berlin der GMM Best Paper Award (BPA) verliehen. Der BPA richtet sich an junge Wissenschaftler*innen, die erst vor kurzem ihre Bachelor- oder Masterarbeiten zu einem Thema der Musikwirtschafts- und Musikkulturforschung abgeschlossen haben. Die Studierenden reichen dabei ihre Arbeit ein. Eine Reihe von etablierten Forscher*innen prüft die Arbeit. Die wissenschaftliche Qualität entscheidet dabei, wer beim Finale in Berlin dabei sein kann.

Dieser dritte BPA hatte dabei mehr Einreichungen als je zuvor. Nur acht Finalist*innen konnten jedoch auf der Most Wanted: Music ihre Arbeiten präsentieren, darunter Arbeiten zu „Unternehmerische Leidenschaft als Erfolgsfaktor bei Gründern erfolgreicher
Independent-Labels” oder zur „Renaissance des Musikvideos“.

Die acht Finalist*innen Max Alt, Lisann Bach, Sarah Badke, Leo Feisthauer, Niklas Franke, Susann Grossmann, Steffen Riske und Charlotte Rudolph präsentierten ihre Arbeiten einer fachkundigen Jury aus Forschung und Praxis. Anita Jóri (Universität der Künste, Vorsitzende der GMM), Kata Katz (Hochschule Macromedia), Steinunn Arnardottir (Native Instruments), Luise Wolf (Universität Paderborn) und Lorenz Grünewald-Schukalla (Alexander von Humboldt-Institut für Internet und Gesellschaft, Geschäftsführer der GMM) bewerteten dabei die Arbeiten hinsichtlich ihrer wissenschaftlichen Qualität und Relevanz. Zu gewinnen gab es dabei Preise, die die Studierenden in ihrer wissenschaftlichen Qualifikation weiterbringen sollen: Eine Teilname an der GMM Spring School in Porto in der Kategorie Bachelor sowie die Möglichkeit der Publikation im Jahrbuch der GMM in der Kategorie Master.

Die Finalist*innen und Joror*innen des GMM Best Paper Awards: Leo Feisthauer, Niklas Franke, Sarah Badke, Charlotte Rudolph, Lisann Bach, Max Alt, Susann Grossmann, Steinunn Arnardottir, Steffen Riske, Luise Wolf, Anita Jóri und Lorenz Grünewald-Schukalla (v.l.n.r)

Prämiert wurden:

  • In der Kategorie Master: Max Alt von der Humboldt Universität zu Berlin mit der Arbeit „Neurechte Pop-Sounds? Über die Auswirkungen des Rechtsrucks auf die deutschsprachige Popmusik am Beispiel von Frei.Wild“
  • In der Kategorie Bachelor: Charlotte Rudolph von der Hochschule Macromedia mit der Arbeit „Ein offenes Ohr für Musik trotz Hörschädigung – Musikrezeption von Hörgeschädigten und ihre Bedeutung für die Musikwirtschaft“
  • Mit einem Sonderpreis für die Relevanz der Arbeit für das Policy-Making: Susann Grossmann von der Hochschule Merseburg mit der Arbeit „Eine quantitative schriftliche Befragung der Arbeits-und Lebensbedingungen von Musikern der unabhängigen Popmusikszene Sachsens vor dem Hintergrund einer kritischen Reflexion des Popmusikkonzeptes in Wissenschaft, Politik, Medien und Kreativwirtschaft“

Wir wünschen allen Gewinner*innen viel Erfolg für ihre weitere Laufbahn!

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Call for Papers: Musik & Empowerment

Für das vierte Jahrbuch Musikwirtschafts- und Musikkulturforschung 2020, Herausgeber*innen: Prof. Dr. Michael Ahlers, Lorenz Grünewald-Schukalla M.A., Dr. Anita Jóri, Dr. Holger Schwetter.

Die Gesellschaft für Musikwirtschafts- und Musikkulturforschung e.V. publiziert ein Jahrbuch, das neben einem Hauptthema über den Stand der Forschung zu Musikwirtschafts- und Musikkultur informiert. Musikwirtschafts- und Musikkulturforschung wird nicht als disziplinäre Forschung konzipiert, sondern als ein Forschungsfeld, das situativ und interdisziplinär auf Problemlagen und neue Fragen reagiert und diese zugleich auch aufwirft. Im Zentrum stehen reale Probleme und Fragen, wie in diesem Fall die Frage nach den Möglichkeiten und Grenzen von Empowerment in populärer Musik.Erstens: Seit den 1960er Jahren gilt populäre Musik als in besonderem Maß mit emanzipatorischem, gesellschaftlichen Wandel verbunden. Uns interessiert im Besonderen die Verbindung von Musik, Wirtschaft und Empowerment, verstanden als die Möglichkeit des Sichtbarwerdens und der Ermächtigung marginalisierter oder relativ machtloser Gruppen und allgemein die Frage von Macht und Ausschluss in Musikkulturen und am Musikmarkt. Dies betrifft u.a. (aber nicht ausschließlich) die momentan stark diskutierten Themenfelder Gender und Diversität. Wie sehen diese Verbindungen aktuell (und historisch) aus? Kann auch heute noch davon ausgegangen werden, dass allein die Teilnahme an Gruppenprozessen bereits einen wesentlichen Motor für das Entstehen eines Ermächtigungsgefühls darstellt (Zimmermann und Rappaport 1988)? Wenn man  attestiert, dass Empowerment mit Musik verbunden sein kann, so gilt zweitens auch, dass der Musikmarkt und Musikkulturen oftmals gesellschaftliche Ungleichheiten reproduzieren oder eigene Ausschlussmechanismen hervorbringen. Daher wollen wir wissen: Wie werden momentan in Musikunternehmen und Musikszenen Auseinandersetzungen um Empowerment geführt? Zum Dritten replizieren sich auch in der Musikforschung Machtstrukturen aus Ausschlussmechanismen, die noch kaum erforscht sind.

Mögliche Fragen sind:

  • Wie wird Empowerment in populärer Musik verhandelt und thematisiert?
  • Wie trägt populäre Musik zum Empowerment marginalisierter gesellschaftlichen Gruppen bei?
  • Wie können Prozesse des Empowerments institutionell oder gemeinschaftlich unterstützt werden?
  • Wie werden in Musikszenen und Musikkulturen Auseinandersetzungen um Macht ausgetragen? Wer entscheidet, wer auftritt und wer auflegt?
  • Wer sind die Gatekeeper und wie wird man eine/r? Beispiel Türpolitik: Wie wird entschieden, wer dabei sein darf?
  • Wie replizieren sich Netzwerke am Musikmarkt und in Musikkulturen und wie kann das durchbrochen, subvertiert oder umgestaltet werden? Wie wird das Thema Empowerment und Diversität in kleinen und großen Musikunternehmen verhandelt?
  • Wie laufen die Auseinandersetzungen um Leadership in der Musikindustrie ab? Welche Erfahrungen machen die, die ihre Karrieren nicht aus traditionell privilegierten Positionen starten?
  • Welche Zusammenhänge gibt es zwischen musikbezogener Forschung und akademischen Machtstrukturen sowie ggf. musikwirtschaftlichen oder musikkulturellen Kontexten?

Der Call richtet sich an Wissenschaftler*innen aller Disziplinen, die zu Musik und Empowerment arbeiten oder die ihre eigene Situation in der Wissenschaft reflektieren wollen, sowie an Praktiker*innen, die als selbständige Akteur*innen oder Mitarbeiter*innen von Musikunternehmen ihre eigenen Biographien, aktuelle Tendenzen und Probleme reflektieren wollen.

Erbeten sind Beitragsskizzen (max. 1.500 Worte, Word-Datei) bis zum 10.12.2018 an jahrbuch@musikwirtschaftsforschung.de. Über die Annahme wird bis zum 15.12.2018 entschieden.

Die Abgabe der Beiträge wird bis zum 31.3.2019 erwartet. Der Band wird Anfang 2020 publiziert. Über Hinweise zur Manuskriptgestaltung wird in einer separaten Mail informiert. Bei Rückfragen wenden Sie sich an jahrbuch@musikwirtschaftsforschung.de

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GMM veröffentlicht Buch: Big Data und Musik. Jahrbuch für Musikwirtschafts- und Musikkulturforschung 1/2018

Die Gesellschaft für Musikwirtschafts- und Musikkulturforschung [GMM] hat im September 2018 ihr erstes Jarhbuch veröffentlicht. Unter dem Titel „Big Data und Musik“ werden Artikel von WissenschaftlerInnen und ExpertInnen versammelt die einen aktuellen Blick auf die Rolle und die Perspektiven von Big Data und Blockchains in der Musikwirtschaft werden.

Big Data ist nicht nur Sache von Versicherungen und Internetunternehmen. Auch für die global agierende Musikwirtschaft, die in den letzten knapp 20 Jahren bereits zahlreiche Transformationen überstehen musste, werden Sammlung, Analyse und Verwertung großer Datenmengen zu einem immer zentraleren Thema. Das Jahrbuch der Gesellschaft für Musikwirtschaftsund Musikkulturforschung versammelt hierzu unterschiedliche Ansätzeund Perspektiven auf das Thema Big Data und Musik: Von den Datafication-Algorithmen Spotifys über die rechtlichen Implikationen von Music Data Mining, die Blockchain bis zu der Nutzung von Big Data im Artist & Repertoire Management werden zentrale Anwendungsfelder von Musik und Big Data in den Blick genommen.

Das Jahrbuch für Musikwirtschafts- und Musikkulturforschung [JMMF] ist explizit überdisziplinär angelegt dokumentiert und als thematisches und zugleich offenes Forum aktuelle Forschung, Diskussionen, Publikationen und Veranstaltungen zu Entwicklungen der Musikwirtschaft und Musikkultur dokumentieren. „Die Jahrbücher sollen den Stand der Forschung aufarbeiten aber auch über aktuelle Publikationen und Veranstaltungen informieren“, so Prof. Martin Lücke, der den Band als erster Vorsitzender der GMM mit herausgegeben hat. Gleichzeitig ist das JMMF auch als Plattform für den wissenschaftlichen Nachwuchs konzipiert und jederzeit für Einreichungen offen.

Inhalts- und AutoreInnenverzeichnis

Der Inhalt

  • Musik und Big Data
  • GMM Best Paper Award
  • Veranstaltungsbesprechungen
  • Rezensionen

Die Zielgruppen

  • Studierende, Lehrende und WissenschaftlerInnen der Kultur- Sozial- und Wirtschaftswissenschaften
  • Praktiker in der Musikwirtschaft

Die Herausgebenden

  • Dr. Michael Ahlers ist Professor für Musikdidaktik mit dem Schwerpunkt Populärmusik und stellvertretender Direktor des Instituts für Kunst, Musik und ihre Vermittlung an der Leuphana Universität Lüneburg.
  • Lorenz Grünewald-Schukalla ist Medien- und Managementwissenschaftler sowie Geschäftsführer der Gesellschaft für Musikwirtschafts- und Musikkulturforschunge.V.
  • Dr. Martin Lücke ist Professor für Musikmanagement sowie Head of Media School der Hochschule Macromedia, Campus Berlin.
  • Dr. Matthias Rauch leitet die Kulturelle Stadtentwicklung Mannheim.

Keywords

Data Mining in der Musikwirtschaft, Geschäftsmodelle in der Musikwirtschaft, Musik-Streaming, Blockchain, Streamingdienste für Musik Artist & Repertoire in der Musik Urheberrecht Musik

Link zu Buchpräsentation und Download beim Verlag: https://link.springer.com/book/10.1007/978-3-658-21220-9#toc

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Call for Papers: GMM Best Paper Award 2018

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Call for Papers: GMM Best Paper Award

Für den Nachwuchsförderungspreis der Gesellschaft für Musikwirtschafts- und Musikkulturforschung auf der Most Wanted Music (MW:M) am 07.11.2018 in Berlin suchen wir:

a)    laufende studentische Forschungsprojekte,
b)    abgeschlossene Bachelorarbeiten und
c)    abgeschlossene Masterarbeiten,

die sich mit musikwirtschaftlichen und musikkulturellen Themen auseinandersetzen.

Sowohl die studentischen Forschungsprojekte als auch die Bachelor- oder Masterarbeiten dürfen nicht älter als 12 Monate ab Einsendung sein. Teilnehmen dürfen Studierende und Absolvent*innen aller in Deutschland zugelassener Hochschulen und Universitäten. Bewerbt Euch bis zum 15.09.2018 mit einer E-Mail an best-paper@musikwirtschaftsforschung.de. Schickt uns dazu eine Kurzzusammenfassung (max. 1,5 Seiten) Eures Forschungs- oder Abschlussprojekts. Wir wählen dann pro Kategorie drei Paper aus, die ihr am 07.11.2018 in Berlin auf der MW:M einer fachkundigen Jury und vor Publikum präsentieren könnt.

Preise: Alle Gewinner*innen erhalten gratis eine einjährige Mitgliedschaft in der GMM, über die sie über Aktivitäten der Musikwirtschafts- und Musikkulturforschung informiert werden, sowie an Nachwuchsveranstaltungen, Forschungs- und Industrieworkshops und thematischen Fachausschüssen teilnehmen können. Darüber hinaus vergibt die GMM Preise für die Karriereentwicklung junger Forscher*innen:

  • Beste Bachelorarbeit: Teilnahme am GMM Summer Institute in Porto, Frühling 2019
  • Beste Masterarbeit: Peer Review und Veröffentlichung des vorgestellten Projektes im Jahrbuch der GMM
  • Sowie einen Sonderpreis für die beste Anwendbarkeit

Fragen? Dann einfach eine Mail an: best-paper@musikwirtschaftsforschung.de

Über die GMM: Die Gesellschaft für Musikwirtschafts- und Musikkulturforschung untersucht aktuelle und historische Phänomene im Bereich der Musikwirtschaft und der Musikkultur und leistet hier insbesondere einen interdisziplinären Beitrag zur Forschung. Die GMM ist eine Plattform zum Austausch und zur Vernetzung von Wissenschaft und Praxis sowie von Nachwuchs und erfahrenen Expert*innen. Menschen aus Wissenschaft und Forschung sind bei der GMM genauso vertreten wie Praktiker*innen. Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf der Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses. Die GMM interessiert sich dabei sowohl für Innovationen wie für fundierte Kritik im Bereich aktueller musikwirtschaftlicher und musikkultureller Praktiken und Diskurse. Sie legt Ihren Fokus auf kritische Einordnung von innovativen Entwicklungen und Positionen. Die GMM hat zum Ziel, eine der zentralen Gesellschaften an der Schnittstelle von Musikwirtschaft, Musikkultur und Forschung zu werden.

Zu unseren Aktivitäten zählen unter anderem:

  • Matchmaking: Vermittlung von Expertise aus allen Bereichen von Musikwirtschaft und Musikkultur.
  • Netzwerk: Vernetzung, Diskussion und Kooperation zwischen Wissenschaft, Kunst, Kritik und Praxis.
  • Kooperationen: Wissenschaftliche Begleitung von Projekten, Prozessen und Teams.
  • Wissenstransfer: Austausch zwischen Mitgliedern sowie nationalen und internationalen Netzwerken und Verbänden, zwischen Praxis, Forschung und Ausbildung.
  • Ansprechpartner: Anlaufstelle für alle Fragen in und an die Musikwirtschafts- und Musikkulturforschung
  • Förderung: Nachwuchsförderung, Förderung der Disziplin
  • Veranstaltungen: Organisation von Panels, Workshops, Roundtables, Vorträgen.
  • Publikationen: Herausgabe von Themenbänden, Jahrbüchern und Studien.
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Veröffentlichung: Musikwirtschaftsforschung: Die Grundlagen einer neuen Disziplin

Anfang diesen Jahres ist der erste Band in der mit der GMM assoziierten Buchreihe Musikwirtschafts- und Musikkulturforschung (Springer VS) erschienen. In Musikwirtschaftsforschung: Die Grundlagen einer neuen Disziplin versammeln die Herausgeber*innen Peter Tschmuck, Beate Flath und Martin Lücke Beiträge zu den methodischen und methodologischen Grundlagen des sich im formieren befindenden Feldes der Musikwirtschaftsforschung.

Die Musikwirtschaftsforschung verstehen sie als Inter-Disziplin an der Schnittstelle wirtschaftlicher, künstlerischer, insbesondere musikalischer, kultureller, sozialer, rechtlicher, technologischer aber auch darüber hinausgehender Entwicklungen, die zur Entstehung, Verbreitung und Rezeption des Kulturgutes Musik beitragen.

Der Sammelband beinhaltet Beiträge mit unterschiedlichen fachdisziplinären und methodischen Zugängen und ist Ergebnis eines Workshops, der Anfang Juli 2016 am Institut für Kulturmanagement und Kulturwissenschaft (IKM) der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien stattgefunden hat. Die einzelnen Beiträge seien hier genannt und verlinkt:

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Bericht: GMM Best Paper Award @ Most Wanted Music 07.11.2017

Am 07.11. 2017 fand zum zweiten Mal der GMM Best Paper Award statt, bei der die Gesellschaft für Musikwirtschafts- und Musikkulturforschung herausragende Abschlussarbeiten prämiert. Erneut im Rahmen der Berlin Most Wanted:Music Konferenz, diesmal jedoch als Satellite-Event an der SRH Hochschule der Populären Künste Berlin wurde die Veranstaltung im Umfeld von Musik und Akademie zugleich platziert. In drei Kategorien (Bachelor, Master und Forschungsprojekt) präsentierten fünf von der GMM vorausgewählte Studierende ihre Arbeiten und Projekte vor einer Jury aus Praxis und Wissenschaft von Musikwirtschaft und Musikkultur.

Die TeilnehmerInnen und Jury des GMM Best Paper Awards

Den Einstieg machte Frederik Rosebrock von der Hochschule Macromedia Hamburg mit seiner Bachelorarbeit „Social-Media-Marketing von deutschen Popmusikern auf Instagram ­ Die Bedeutung des visuellen Faktors“. Er kategorisierte die Instagram Posts von deutschen KünstlerInnen und abeitete durch die Erhebung ihrer Response-Rates heraus, dass Portraits und Selfies gegenüber klassischer Werbung mehr Resonanz unter den Fans hervorrufen.

Es folgte Ina Heinrich mit einem studentischen Forschungsprojekt zu „Musikszenenforschung im peripheren Raum: Network Hopping im Rhein-Erft-Kreis“. Gemeinsam mit ihren KommillitonInnen von der Universität Paderborn erforschte sie, welche Förderungsmaßnahmen sich NachwuchskünstlerInnen im ländlichen Raum wünschen und musste herausfinden, dass dort die Möglichkeiten für dort lebenden Jugendlichen trotz großem kulturellen Interesse durch eine fehlende Musikszene sehr begrenzt sind.

Katharina Wolf (Hochschule für nachhaltige Entwicklung Eberswalde) präsentierte die in Ihrer Masterarbeit entworfene „Theorie der Prioritätensetzung bei der Nachhaltigkeitsintegration in der Berliner
Clubszene.“ Durch Experteninverviews mit Berliner Technoclubs arbeitete sie spezifische Nachhaltigkeitsinteressen der Clubbetreiber aber auch Hindernisse bei ihrer Umsetzung heraus.

Ebenfalls in der Kategorie Masterarbeit präsentierte Christine Preitauer von der Hochschule für Musik, Theater und Medien ihr Projekt „Unterstützung der Internationalisierung“, in dem sie die Interantionalisierungsherausforderungen kleiner Musikwirtschaftsakteure in Mannheim, Berlin und Hannover für die internationale Vernetzung ihrer Wertschöpfungsaktivitäten erhob.

Abschließend konstatierte Markus Schwarzer von der Popakademie Mannheim mit seiner Arbeit zu „Business Model Innovation in der Tonträgerindustrie“, dass die Labels trotz der vielversprechenden Poteziale von Geschäftsmodellinnovation nach wie vor an ihrer klassischen Arbeitsweise festhielten. Statt mit neuen Erlösmodellen zu arbeiten ständen hier nach wie vor Einmalzahlungen für die Nutzung von Tonträgern im Zentrum.

Die Jury, bestehend aus Dr. Anita Jóri (UdK Berlin), Simone Orgel (re:publica), Tom Kurth (Native Instruments) und Prof. Dr. Martin Lücke (Hochschule Macromedia) diskutierte die Arbeiten rege und wählte auch GewinnerInnen aus: Die Preise gingen in diesem Jahr an Frederik Rosebrock, Ina Heinrich und Markus Schwarzer, die mit ihrem Award an weiteren Nachwuchsaktivitäten der Musikwirtschafts- und Musikkulturforschung teilnehmen können.

Die GewinnerInnen des GMM BPA bei der Preisverleihung
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Call for Papers: Musik & Straße – Jahrbuch für Musikwirtschaft- und Musikkulturforschung 2019

Call for Papers für das Jahrbuch Musikwirtschafts- und Musikkulturforschung 2019, Herausgeber: Prof. Dr. Michael Ahlers, Lorenz Grünewald-Schukalla M.A., Prof. Dr. Martin Lücke, Dr. Matthias Rauch.

Deadline um 14 Tage verlängert: 01.02.2018

In der Folge der Gründung der Gesellschaft für Musikwirtschafts- und Musikkulturforschung e.V. wird seit dem Jahr 2017 ein Jahrbuch publiziert, das neben einem Hauptthema über den aktuellen Stand der Forschung zu Musikwirtschafts- und Musikkulturforschungsthemen informiert.

Musikwirtschafts- und Musikkulturforschung wird nicht als disziplinäre Forschung konzipiert, sondern als ein Forschungsfeld, das situativ und interdisziplinär auf Problemlagen und neue Fragen reagiert und diese zugleich auch aufwirft. Das Jahrbuch 2019 wird sich dem Zusammenhang von Musik und Straße aus unterschiedlichsten Perspektiven widmen. Forschungsarbeiten sind dabei genauso willkommen wie Beiträge aus der Praxis, historische Einordnungen ebenso wie aktuelle Betrachtungen.

Erwünscht sind Beiträge, die disziplinär oder disziplinübergreifend das Thema „Musik & Straße“ aufgreifen, zum Beispiel:

  • Popmusik und Mobilität
  • Die Straße als Sujet der Popmusik
  • Musiken und Musiker_innen der Straße / Straßenmusik / Musikkulturen der Straße
  • Musik im öffentlichen Raum
  • Zur Verbindung von Sound und Straße / Sound Studies der Straße
  • Theoretische Annäherungen / Einordnungen zum Verhältnis von Musik & Straße
  • Wichtige Musikstraßen / „music streets“ und ihre Bedeutung für die Stadt
  • Musik als Tool für Streetworker
  • Repräsentationen von und Diskurse um Straßenmusik / Straßenmusik in der Öffentlichkeit, Werbung, im Film etc.

Darüber hinaus können Beiträge, die relevante und aktuelle Themen der Musikwirtschafts-und Musikkulturforschung wissenschaftlich oder als Essay behandeln sowie Veranstaltungs- und Buchbesprechungen eingereicht werden.

Der Call for Papers richtet sich an Vertreter_innen aller Disziplinen, die zu Themen der Musikwirtschafts- und Musikkulturforschung arbeiten. Erbeten sind Beitragsskizzen von einer Seite (inkl. Literaturangaben) in einer Word-Datei bis zum 01.02.2018 an jahrbuch@musikwirtschaftsforschung.de. Über die Annahme der Beiträge wird bis zum 15.02.2018 entschieden. Die Abgabe der Beiträge wird bis zum 30.06.2018 erwartet. Der Band wird im Jahr 2019 bei Springer-VS  publiziert.

Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte gern an die Herausgeber unter jahrbuch@musikwirtschaftsforschung.de

Wir freuen uns auf Ihre Beiträge.

Mit freundlichen Grüßen,

Die Herausgeber der Jahrbuchs 2019

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Call for Papers: GMM Best Paper Award

Deadline: 30.09.2017

Für die Most Wanted Music (MW:M) am 8. November 2017 in Berlin suchen wir:

a) laufende studentische Forschungsprojekte,
b) abgeschlossene Bachelorarbeiten und
c) abgeschlossene Masterarbeiten,

die sich mit musikwirtschaftlichen und musikkulturellen Themen auseinandersetzen.

Bewerbt Euch in den drei genannten Kategorien beim GMM Best Paper Award um einen tollen Preis mit einem innovativen, die Musikwirtschaft betreffenden Ansatz.

Sowohl die studentischen Forschungsprojekte als auch die Bachelor- oder Masterarbeiten dürfen nicht älter als 12 Monate ab Einsendung sein. Teilnehmen dürfen Studierende und Absolventen aller in Deutschland zugelassener Hochschulen und Universitäten.

Bewerbt Euch bis zum 30.09.2017 mit einer eMail an best-paper@musikwirtschaftsforschung.de. Schickt uns dazu eine Kurzzusammenfassung (max. 1,5 Seiten) Eures Forschungs- oder Abschlussprojekts. Wir wählen dann pro Kategorie drei Paper aus, die ihr am 8. November 2017 in Berlin auf der MW:M einer fachkundigen Jury und vor Publikum in einem 5-minütigen Pitch präsentieren könnt.


Ihr habt Fragen? Dann einfach eine Mail an:
best-paper@musikwirtschaftsforschung.de

Preise:

  • Beste Bachelorarbeit: Teilnahme GMM Summer School in Porto, Herbst 2018
  • Beste Masterarbeit: Peer Review und Veröffentlichung im Jahrbuch der GMM
  • Sonderpreis für die beste Anwendbarkeit
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Stärkere Einbeziehung der Fachausschüsse & Call for Participation

Auf der letzten Vorstandssitzung wurde besprochen, wie die Aktivitäten der GMM Fachausschüsse noch stärker in die Arbeit der gesamten Gesellschaft einbezogen werden können. Folgende Beschlüsse, die den Fachausschüssen zugute kommen wurden dabei getroffen:

  1. Neben der nun erstmals vom Fachausschuss zu Musik & Urheberrecht in Anspruch genommenen Workshop-Pauschale können Zuschüsse für Aktivitäten der Fachausschüsse wie Publikationen oder Tagungen beantragt werden. Hierzu ist zunächst ein Antrag an den Vorstand mit einer kurzen Projektbeschreibung und Kostenplanung an den Vorstand (info@musikwirtschaftsforschung.dezu senden. Zur Erinnerung: Für die Kosten kleinerer Veranstaltungen kann eine Workshop-Pauschale von 150 Euro beantragt werden. Die Workshop-Pauschale kann formlos per E-Mail an den Vorstand beantragt werden und ist mit der Abgabe eines Abschlussberichtes für die GMM-Website verbunden.
  2. Die Fachausschüsse können sich aktiv an der Herausgabe des Jahrbuchs der GMM beteiligen. Hierzu können die SprecherInnen der Fachausschüsse thematische Vorschläge an den Vorstand (info@musikwirtschaftsforschung.desenden. Bei Eignung des Themas können Teams von HerausgeberInnen aus Vorstand und Ausschuss gebildet werden. Dies ist bereits jetzt für das Jahrbuch 2019 möglich.

    Gründung neuer Fachausschüsse (Musik & Ausbildung, Musik, Marketing & Brands)

Daneben gibt es Interesse an der Gründung zweier neuer Fachausschüsse, die nach weiteren Mitarbeitenden suchen:

  1. Der Ausschuss ‚Ausbildung‘ stellt sich schwerpunktmäßig der Frage, wie aktuell für die Musikwirtschaft ausgebildet wird und welche curricularen Änderungen in den nächsten Jahren nötig sein werden. Wie wirken sich neue Geschäftsmodelle auf die Inhalte der Studiengänge aus und wie können Hochschulen und Musikunternehmen in diesem Punkt besser miteinander kommunizieren? Interessierte können sich formlos unter luecke@musikwirtschaftsforschung.de melden.
  2. Ein weiterer Ausschuss zu ‚Marketing & Brands‘. Hier soll interdisziplinär an Fragen zu Marken als Geschäftsmodellen für Musikunternehmen und KünstlerInnen, zu Marken als kulturellem Gegenstand von Musikkulturen (z.B. KünstlerInnen als Marke) oder zu neuen Markt- und Machtverhältnissen gearbeitet werden. Der Ausschuss ist offen für weitere Themen und Mitarbeitende. Interessierte können sich formlos unter gruenewald@musikwirtschaftsforschung.de melden.

Für die Mitarbeit an einem Fachausschuss ist die Mitgliedschaft in der GMM zunächst nicht erforderlich.

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Veranstaltungsbericht “Solutions for a more equal electronic music scene and business” – re:publica Panel zu Frauen in der elektronischen Musikwirtschaft

Wie können wir den Geschlechterungleichheiten in der elektronischen Musikszene begegnen? Welche Lösungen bieten sich an, und wie können wir sie implementieren? Diesen Frage stellte sich auf der diesjährigen re:publica ein von der Gesellschaft für Musikwirtschafts- und Musikkulturforschung e.V. (GMM) präsentiertes Panel. Auf der ‘Stage L1’ in der STATION Berlin, ein Raum des alten Postbahnhof an der Luckenwalder Straße (Berlin-Kreuzberg), dessen blanke Betonwände mit den re:publica Farben ausgeleuchtet waren, kamen fünf unterschiedliche Perspektiven auf das Thema “Solutions for a more equal electronic music scene and business” zusammen.

Christine Kakaire, Journalistin und Beraterin mit internationaler Karriere in der elektronischen Musikszene, moderierte das Panel, das mit Anita Jóri, Linguistin und wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Universität der Künste, Désirée Vach, Gründerin des Labels Snowhite Records und stellvertretende Vorstandsvorsitzende des Verbands Unabhängiger Tonträgerunternehmen (VUT), Camille Darroux, DJ und Gründerin der Mimosa Agency sowie Thomas Vorreyer, Chefredakteur bei THUMP besetzt war.

Den Diskutierenden ging es nicht darum erneut zu klären, ob es überhaupt Ungleichheiten in der Szene gibt, und ob diese immanent seien. Stattdessen bot Christine Kakaire in Ihrem Eröffnungsstatement sehr deutliche Zahlen an: Nur 14% der Britischen PRS identifizieren sich als Frauen während die Top 100-Liste von Resident Advisor lediglich weibliche 14 DJs enthält. Hierzu veröffentlichte die Gruppe Female Pressure weitere Zahlen. Im Anschluss befragte sie daher die Panelist_innen direkt ihren Perspektiven und Ideen für mögliche Lösungsschritte.

Im Verlauf des einstündigen Panels arbeitete sie verschiedene Strategien heraus. So hielten die Panelisten es für wichtig, dass man selbst Verantwortung übernehme und ‘accountable’ bleibe. So erklärte Thomas Vorreyer, dass er eigene Statistiken darüber führt, wie divers die Berichterstattung und auch das Netzwerk der Journalist_innen ist, die für THUMP arbeiten. Seine Aufzeichnungen ermöglichen es besser zu koordinieren, wer, wie, worüber schreibt, und dass so ausgewogenere Perspektiven bei gleichzeitig diverseren Themen abgebildet werden können. Désirée Vach betonte, dass Frauen in der Musikwirtschaft darauf achten sollten, Bewerberinnen, die sich auf Stellen für Assistent_innen bewerben, auch stärker für Führungspositionen zu berücksichtigen. Auch die Etablierung von Quoten, wie z.B. im Booking weiblicher Musikschaffender sei eine Möglichkeit, der Anita Jóri jedoch nicht unkritisch gegenübersteht. Viele weibliche DJs wollten nicht “die Quotenfrau” eines Line-ups sein, sondern tatsächlich ernst genommen werden.

An bestehenden Rollenmodellen und Ausbildungsmöglichkeiten könne gearbeitet werden. So machte sich Camille Darroux dafür stark, dass DJ-Workshops oft gänzlich von Männern für Männer konzipiert werden, und dass es Räume bräuche, in denen Frauen mit Musiktechnologie experimentieren können. Das sei aus wissenschaftlicher Perspektive auch schon sehr früh nötig, so Anita Jóri, denn der Zugang zu Technologie wird bereits in der Kindererziehung gegendert. Man dürfe daher elektronische Musik nicht als getrennt von anderen gesellschaftlichen Bereichen sehen und müsse Mädchen bereits früh einen offeneren und kompetenten Umgang mit Musik und Technologie ermöglichen.

Auch im Bereich der Medien und der Repräsentation wurden einige Positionen formuliert. So sei es wichtig, dass gerade öffentlichkeitswirksame Persönlichkeiten antisexistische Postionen übernähmen und diese in der Öffentlichkeit diskutierten. Ebenfalls zentral sei, dass die Medien der Szene ihren Content nicht den Online-Sphären überlassen, sondern die Aktivitäten um ihre Inhalte aktiv moderieren, bspw. wenn sich anti-emanzipatorische Diskussionen ergeben.

Mit diesen Ansätzen verknüpft sei immer auch die Ausbildung eigener Strukturen. Désirée Vach berichtete vom Netzwerk für Frauen in der Musikwirtschaft, einem Mentoring-Programm, das sie mitentwickelt hat und das den “weiblichen Nachwuchs mit erfahrenen Branchenkennerinnen zusammenzubringen” will. Auch Camille Darroux spricht sich dafür aus, solche Netzwerke zu gründen und auszubauen und mit Female-Partys und -Gigs zu verknüpfen. Hierbei sei es jedoch wichtig, eine positive Identität und Atmosphäre aufzubauen und keine ablehnenden Female-Only Strukturen zu entwickeln.

Ob und wie konsumatorische Aktivitäten eine Lösung sein könnten, blieb offen. So überlegte Thomas Vorreyer, ob es nicht möglich sei “die Daten zu beeinflussen”, indem man Male-Only-Labels boykottiere oder die eigenen Playlisten bei Spotify stärker mit weiblichen Akteurinnen bestückt, um die Empfehlungs-Algorithmen zu trainieren.

Christine Kakaire arbeitete diese unterschiedlichen Perspektiven gekonnt aus den diversen Hintergründen der Panelist_innen heraus. Auf ihre abschließende Frage, ob mit den beschriebenen Strukturen und den feministischen Gruppen der Szene nicht schon viel geschafft sei, wusste Anita Jóri zu sagen: “Berlin ist mit seinen sexismussensiblen Netzwerken und Gruppen ein besonderer Ort. Außerhalb von Berlin ist jedoch noch viel zu tun.”

Eine Aufzeichnung des Panels kann hier angesehen werden:

https://www.youtube.com/watch?v=kpMpYFuLUUY