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Call for Participations: 6. GMM Spring Institute

Music, Media, Culture and Economy: Selbstreflexivität und Positionierung im eigenen Forschungsprojekt

15./17.-21. März 2020, Porto, Portugal

Die Gesellschaft für Musikwirtschafts- und Musikkulturforschung e.V. (GMM) lädt gemeinsam mit der AG Populärkultur und Medien der GfM e.V. zum 6. GMM Spring Institute ein.

ZIELE // Das 6. GMM SI versammelt seit 2015 Interessierte, um Fragen zu Musikkultur- und Musikwirtschaftsforschung mit unterschiedlichen Schwerpunkten zu diskutieren. 2020 soll es vor allem um konzeptionelle oder methodische Fragen gehen, die sich um die eigene Positionierung im Forschungsvorhaben drehen. Das GMM SI bietet insbesondere jüngeren Forscher*innen Möglichkeiten der Kooperation und individuelle Hilfestellungen bei ihrer Arbeit. GMM SI-Formate erlauben Interaktionen mit etablierten Forscher*innen und Musikwirtschaftsakteur*innen und den Aufbau von Kontakten in der Regel sowohl zu Wissenschaft als auch der Musikpraxis, die in der Regel in Porto auch vertreten sind.

OFFENHEIT // Das GMM SI ist nach Rücksprache mit den wiss. Verantwortlichen offen für weitere thematische Beiträge.

FORM & INHALT // Das GMM SI ermöglicht Teilnehmer*innen auf drei wiss. Qualifikationsstufen (MA, PhD, Post-doc) Feedback auf die eigene Arbeit (1) und fördert Diskussionen mit Wissenschaftler*innen und Musikwirtschaftsakteur*innen. 2020 stehen Epistemologie, Wissenschaftstheorie, Situationsanalyse und die Entwicklung neuer Musiknetzwerke als neue Schnittstellen von Musikwirtschaft und Musikkultur im Fokus (2). Die konkreten Veranstaltungsformate werden kurzfristig mit Blick auf die Teilnehmer*innen entwickelt. Erstmalig sind 2020 Formate für die dritte Qualifikationsphase (Bewerbung, Projekte, Habilitation) sowie ein internationales Musikwirtschaftspanel mit Branchenakteuren geplant (3).

DER NUTZEN FÜR DIE TEILNEHMERINNEN // Das GMM SI vernetzt Akteur*innen und erlaubt Einblicke in aktuelle Forschungs-, Publikations-, Lehr- und Unternehmensprojekte. Teilnehmer*innen erhalten qualifiziertes wiss. Feedback auf der Basis ihrer Präsentationen. Diese sollen ihr Vorhaben mit Blick auf Theorie, Methode, praktische Implikationen und den eigenen Beitrag zur Forschung reflektieren. Von allen Teilnehmer*innen wird eine Projekt-Präsentation und aktive Mitarbeit, z.B. in Form von Feedback oder Mitarbeit an einem interaktiven Format erwartet.

WISSENSCHAFTLICHE LEITUNG // 

  • Prof. Dr. Thomas DÜLLO (Universität der Künste Berlin)
  • Prof. Dr. Barbara HORNBERGER (Hochschule Osnabrück)
  • Prof. Dr. Carsten WINTER (Hochschule für Musik, Theater und Medien, Hannover)
  • Prof. Dr. Rainer WINTER (Alpen Adria Universität Klagenfurt)

VERANSTALTER: GMM e.V. – verantwortlich für das GMMSI 2020: Univ.-Prof. Dr. phil. habil. Carsten Winter; AG Populärkultur und Medien – verantwortlich: Prof. Dr. Barbara Hornberger

PROGRAMM GMM SI 2020 //

VORTRAG m. Diskussion (V) / KOLLOQUIUM (K) / PROJEKT/PANEL (P)

  • 15.03.     Individuelle Anreise / Check in im Seminario de Vilar (siehe Veranstaltungsort)
  • 16.03.     Individuelle Projekt- und Präsentationsvorbereitungen; abends: erstes Kennenlernen
  • 17.03.:   Entwicklung der GMMSI Formate für die kommenden Tage mit den Teilnehmer*innen, nachmittags: Präsentation der Formate und des Ablaufs des GMMSI 2020 – anschließend Abendspaziergang zum Atlantik                                         

Vorläufiger Arbeits-Ablaufplan, der am 17.03.202 mit den Teilnehmer*innen präzisiert und konkretisiert wird:

18.03.2020

  • 09:00 – 11:30Thematische Vorträge mit Diskussion (2)
    • V 1: B. Hornberger: Haltungsfragen in der Kulturforschung 
    • V 2: C. Winter: Epistemologie und Theorie transdisziplinärer Kultur- und Strategieforschung
  • 11:30 – 13:00 K 1: Fortgeschrittene Forschungsprojekte (Vorträge und Kolloquium)
  • 13:00 – 14:00 Mittagspause
  • 14:00 – 16:30 P 1: Forschungs-Projekte (Formatideen: Fishbowl, World Café, Textwerkstatt)
  • ab 20:30 Abendessen in der Tapas Bar (Calçada de Sobre-O-Douro 4-6)

19.03.2020

  • 09:00 – 11:30Thematische Vorträge mit Diskussion (2)
    • V 3: R. Winter: Cultural Studies und Gütekriterien qualitativer Forschung
    • V 4: T. Düllo: Das Runde und das Rollende in der Pop-Forschung Teil 2 (Arbeitstitel)
  •  11:30 – 13:30 K 2 Fortgeschrittene Forschungsprojekte (Vorträge und Kolloquium)
  • 13:00 – 14:00 Mittagspause
  • 14:00 – 15:00 P 2: Forschungs-Projekte (Formatideen: Fishbowl, World Café, Textwerkstatt)
  • 15:30 „PORTO: THE WORST TOUR“ (bitte festes Schuhwerk mitnehmen!) bis in den Abend

20.03.2020    

  • 09:00 – 11:00 Workshop 1: Situations-Analyse – Neue Erkenntnisse und neue Fragen (D. Suer & Chr. Rhein)
  • 11:30 – 13:30 K 3 / P 3: Vorträge oder andere Formate
  • 13:30 – 14:30 Mittagspause
  • 14:30 – 16.00 Master-Projekte (fakultativ)                
  • 16:30 Kulturprogramm oder Zeit zur eigenen Verfügung

21.03.2020

  • 09:00 – 11:00 Workshop 2: Präkonzepte und Forschungstagebuch (S. Reiner)
  • 11:00 – 12:30 K 4 / P 4: Vorträge oder andere Formate12:30 – 13:30    Mittagspause
  • 13:00 – 16:30 Pre Crossroads 2020 Cultural Studies Colloquium (R. Winter)
  • ab 17 Uhr Abschluss-Kolloquium mit Feedback, Fazit und Ausblick auf 2021

22.03.2020

  • 09:15 – 12:30     Individuelles Dissertations- und Projektplanungszeitfenster
  • 12:30 – 13:30    Farewell Porto Lunch

Veranstaltungsort // Übernachtung:

Buchen Sie Ihre Unterkunft, nachdem Sie Ihre Teilnahmebestätigung erhalten haben, bitte selbst. Die Veranstaltungen des GMMSI 2020 werden im CASA DIOSCESANA SEMINÁRIO DE VILAR (rua arcediago von zeller, 50, 4050-621 Porto – www.seminarodevilar.pt) stattfinden. Dort können individuell, je nach Reisedaten, Zimmer gebucht werden (EZ/DZ inkl. Frühstück ab 55€/Nacht + 2€ Tax). Bitte reservieren Sie Ihr Zimmer beim Seminário: reservas@seminariodevilar.pt. Die Übernachtungskosten tragen die Teilnehmer*innen selbst.

ANMELDUNG & GEBÜHR // Die Bewerbung zum Kolloquium erfolgt mit Abstract (400 – 500 Wörter) und Kurz-Lebenslauf bis zum 30. November 2019 per Mail an Christian Rhein und Svenja Reiner (mail@christianrhein.de; s.reiner@hs-osnabrueck.de). Die Abstracts sollten Auskunft geben über die zentralen Forschungsfragen, den Stand der Arbeit sowie das Format, in dem vor Ort gearbeitet werden soll – denkbar sind neben Vorträgen auch Textwerkstatt, Fishbowl, World Café, u.a. Über die Teilnahme wird umgehend entschieden, damit günstig Porto-Flüge (z.B. fliegen Ryanair und Eurowings Porto aus mehreren deutschen Städten an) gebucht werden können.

Die Teilnahme kostet 100 € (GMM- oder AG-Pop-Mitglieder 50€). Kosten für An- und Abreise sowie die Übernachtung und Mahlzeiten tragen die Teilnehmer*innen selbst. Nach Bestätigung der Teilnahme und Überweisung des Teilnahme-Beitrags auf das unten angeführte Konto teilen Sie Christian Rhein bitte per Mail (mail@christianrhein.de) Ihre Reisedaten (Ankunftstag und -uhrzeit sowie Abreisetag und -uhrzeit) mit.

  • Gesellschaft für Musikwirtschafts- und Musikkulturforschung,
  • VR-Bank Altenburger Land eG, Skatbank
  • IBAN: DE35 8306 5408 0004 8682 34
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Gemeinsame Resolution gegen Rechtspopulismus der IASPM D-A-CH , GfPM und GMM (Langfassung)

Mit wachsendem Befremden beobachten wir, wie die Grundwerte einer offenen und pluralistischen Gesellschaft in Deutschland, Österreich und der Schweiz zunehmend (wieder) in Frage gestellt werden. Verschiedene Ereignisse der vergangenen Jahre zeigen, dass diese Selbstverständlichkeiten im Zuge eines Rechtsrucks von Teilen der Gesellschaften nicht mehr als solche akzeptiert werden. Namentlich die rechtspopulistische „Gemeinsame Erklärung 2018“, die eine Entsolidarisierung mit Geflüchteten betreibt, wurde von einer erschreckend hohen Zahl von Menschen – auch aus Wissenschaft und Kultur – unterzeichnet.

IASPM D-A-CH, GfPM und GMM haben mit populärer Musik ein Forschungsfeld, das sich über die Grenzen von Nationalstaaten, starre Einteilungen nach Ethnien, binäre Geschlechterstereotype und soziale Schranken hinweg konstituiert. Populäre Musik ist in besonderem Maße von nationalen, heteronormativen und ethnisierten Deutungen und Auseinandersetzungen durchzogen. In IASPM
D-A-CH, GfPM und GMM werden diese Konflikte analysiert, wobei auch beobachtet wird, ob und wie sich populäre Musik abwertenden Hierarchien, Standardisierungen und Normierungen zu entziehen vermag. Darin sehen wir eine produktive Qualität von populärer Musik und insbesondere von Popular Music Studies.

Populäre Musik ist darüber hinaus nicht nur ein Produkt, sondern auch ein wesentlicher Faktor bei der historischen Entstehung pluralistischer und global vernetzter Gesellschaften. Die Popular Music Studies sind mit ihrer Kompetenz für die Analyse kultureller Aushandlungsprozesse, die sich vielfach in engem Austausch mit der Emanzipation marginalisierter Gruppen vollziehen, besonders qualifiziert, um derzeit drängende politisch-kulturelle Fragen zu beantworten. Die Mitglieder von IASPM D-A-CH, GfPM und GMM stellen sich daher entschieden gegen ethnopluralistische, rassistische und nationalistische Deutungsmuster.

Orte der Bildung und Wissenschaft, der Künste und Kulturen, Museen und Archive, Ateliers und Studios, Bühnen und Clubs, alte und neue Medien, Räume für Darstellung und Diskussion sind allesamt offene Räume, die vielen gehören. IASPM D-A-CH, GfPM und GMM verstehen sich daher als Plattformen für einen möglichst grenzenlosen wissenschaftlichen Austausch. Wir stehen für eine offene Gesellschaft, Pluralität und Demokratie. Demokratische Freiheit ist nicht ohne Widersprüche – sie ist niemals einfach. Wir betrachten es deshalb als unsere besondere forschungsethische Verantwortung, Macht- und Marktstrukturen sowie kulturelle Zuschreibungen kritisch zu hinterfragen. Wir erteilen allen Positionen eine deutliche Absage, die meinen, dass die Ausdrucksformen einer Gruppe von Menschen mehr Wert seien als andere.

Wir verteidigen unsere demokratische und wissenschaftliche Freiheit gegen alles, was sie bedroht: völkisch-nationalistische, fundamentalistische, extremistische, populistische oder autoritäre Weltbilder. Wir positionieren uns gegen krakeelende Stimmungsmache, Ausgrenzung und Abwertung von Menschen, wie jede Form von Rassismus, Homo- und Transphobie, Frauenfeindlichkeit, Antisemitismus oder Islamophobie. 

Wir als Forscher_innen von IASPM D-A-CH, GfPM und GMM geben solchen Positionen keinen Raum.

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Call for Papers: Tipping Points: Zum Verhältnis von Freiheit und Restriktion im Urheberrecht

Interdisziplinäre Fachtagung des Weizenbaum-Instituts für die vernetzte Gesellschaft und des Fachausschusses Urheberrecht der Gesellschaft für Musikwirtschafts- und Musikkulturforschung (GMM).

Am 20. & 21. Februar 2020 in Berlin | Deadline: 15. Oktober 2019

Proteste auf der Straße, auf YouTube oder Twitter, Warnungen vor dem Niedergang der Kreativindustrie, Angst vor Eingriffen in die Meinungsfreiheit, Diskussionen um value gap und upload filter: Nach der Verabschiedung der europäischen Urheberrechtsrichtlinie im März 2019 geht eines der umstrittensten Vorhaben in der Geschichte des Immaterialgüterrechts mit der Umsetzung in den Mitgliedstaaten in die nächste Runde.

Diese Kontroverse ist Symptom einer tiefgreifenden Veränderung: Das Urheberrecht und seine verwandten Schutzrechte betrafen früher nur wenige Akteur:innen in einer überschaubaren Anzahl von Branchen. Heute sind diese Rechte zu einer alltagsrelevanten Größe geworden. Wir haben es mit einer Situation zu tun, in der die Grenze zwischen Nutzenden und Schöpfenden verschwimmt und urheberrechtlich relevante Formen des Ausdrucks alltäglich werden. Digitale Kommunikationskanäle und Darstellungsformen sowie neue Formen der Auseinandersetzung mit Bestehendem stellen einen tipping point, einen Wende- bzw. Kipppunkt dar, an dem das Recht vor neuen Herausforderungen steht und dadurch auch die Prozesse der Normsetzung und Normenreform beeinflusst werden.

Neben dem Konflikt um upload filter oder das Leistungsschutzrecht für Presseverleger:innen stellen sich bei der Urheberrechtsrichtlinie weitere wichtige Fragen: Wie wird sich das Verhältnis von Freiheit und Restriktion fortan entwickeln? Welche kreativen Spielräume und Freiheiten werden zukünftig begrenzt, welche werden eröffnet? Anhand der Denkfigur der tipping points möchten wir derartige Grenzfragen untersuchen und dafür wissenschaftliche Studien und praxisorientierte Ansätze zusammenbringen, um den interdisziplinären Austausch und eine kritische und gleichermaßen empirisch wie theoretisch informierte Urheberrechtsforschung voranzutreiben.

Ausrichtung der Tagung

Tipping points verstehen wir als Wende- oder Kipppunkte, die Freiheit ermöglichen und/oder Restriktion bedingen, an denen etwas Neues entsteht oder ein Prozess eine andere Richtung einschlägt. Ein solches Verständnis von tipping points lässt sich auf das Urheberrecht bezogen in mehreren Dimensionen anwenden:

  1. Tipping points in Theorie und Praxis des Urheberrechts (rechtliche Dimension): Wann und nach welchen Kriterien kippt eine Bearbeitung oder Produktion eines Werks in ein neues Werk? Welche Vorstellungen von Neuheit (Originalität, Schöpfungshöhe, Parodie etc.) werden dafür angebracht und wie verändern sie sich? Wie werden solche Vorstellungen in Gesetzgebungsverfahren, in richterlicher, anwaltlicher aber auch künstlerischer Praxis angewendet und an digitale Gegebenheiten angepasst?
  2. Tipping points als gesellschaftlich-historische Entwicklung (soziale Dimension): Welche neuen oder altgedienten Vorstellungen von Nutzer:innen, Kreativen und künstlerisch Produzierenden lassen sich im Urheberrecht herausarbeiten? Welche Konzepte fehlen und sollten Bestandteil des Urheberrechts werden? Wie haben sich die Konzepte soziohistorisch entwickelt und welche Dominanz haben sie heute? Welche Implikationen für die Kreation, Nutzung und Form ästhetischer Werke ergeben sich aus diesen Vorstellungen
  3. Tipping points als technologischer Treiber (technische Dimension): Welche Technologien, Produkte und industrielle Organisationsformen bedingen neue urheberrechtliche Konfigurationen, Debatten und Einordnungen? Welche Akteur:innen sind an diesen Prozessen zu welchen Anteilen und mit welchen Konsequenzen beteiligt? Welche impliziten oder expliziten Vorstellungen vom Verhältnis von Technik und Recht (z. B. cultural lag) dominieren und prägen diese Prozesse? Wie und wann werden technologische Entwicklungen rechtlich relevant bzw. verrechtlicht?
  4. Tipping points in der akademischen Praxis (wissenschaftliche Dimension): Inwiefern wird die urheberrechtliche Debatte in der Wissenschaft von sozialen, politischen und technischen Entwicklungen getrieben? Wie beeinflusst das Urheberrecht die Formen und Möglichkeiten datenbasierter Wissenschaft? Welche Rolle spielen Fördermaßnahmen zum Forschungsdatenmanagement oder die Nutzung offener Infrastrukturen? Wie verändert sich die öffentliche Kommunikation von Wissenschaft, beispielsweise durch Blogs, Social Media oder Schattenbibliotheken?

Ziel der Tagung

Das Ziel der Tagung besteht darin, verschiedene solcher tipping points zu identifizieren, ihre aktuelle und zukünftige Relevanz sowie ihre gegenseitigen Verbindungen zu diskutieren. Damit möchten wir der interdisziplinären Debatte um das Urheberrecht neue Impulse verleihen. Folgende Felder und Fälle könnten unter anderem für unser Vorhaben interessant sein:

  • Urheberrechtliche Grenzen der Gemeinfreiheit
  • Die neue Rolle des Leistungsschutzrechtes auf Europäischer Ebene
  • Neue Werkgattungen und neue Formen von Urheberschaft
  • Verwischung der Grenzen von Nutzer:innen und Urheber:innen
  • Konsequenzen und empirische Analysen zur EU-Urheberrechtsreform
  • Auswirkungen rechtlicher Neuordnungen auf Plattformangebote
  • Urheberrecht und Automatisierung: Filtertechnik & automatische Rechtsdurchsetzung
  • Reformdruck im Urheberrecht durch technologische Entwicklung
  • Open data und die Digitalisierung wissenschaftlicher Medienpraktiken
  • Open access und die ökonomische Verwertung wissenschaftlichen Wissens

Einreichungen

Die Tagung versteht sich als interdisziplinäres Arbeitstreffen und soll dezidiert Raum zur Diskussion und zur Weiterentwicklung von Ideen schaffen. Geplant sind daher zehnminütige Impulsvorträge basierend auf vorab eingereichten Working Papersmit anschließender strukturierter Diskussion. Wir freuen uns auf Einreichungen aus den Rechtswissenschaften, der Soziologie, den Medien-, Kultur- und Musikwissenschaften, den Informations- und Bibliothekswissenschaften sowie angrenzenden Bereichen.

  • Bitte reichen Sie auf Ihrem geplanten Paper basierende Abstracts(maximal 400 Worte und Literaturangaben) sowie eine kurze biografische Notiz (ca. 100 Worte) bis zum 15. Oktober 2019 unter fa-urheberrecht@musikwirtschaftsforschung.de ein.
  • Bis spätestens zum 15. November 2019 erhalten Sie Rückmeldung.
  • Die akzeptierten Beiträge sind bis zum 15. Januar 2020 als Working Paper (2500-5000 Worte) auszuarbeiten und werden als Diskussionsgrundlage für die Tagung den Teilnehmer:innen zur Verfügung gestellt.
  • Eine anschließende Publikation ausgewählter Beiträge in einem interdisziplinären und via open access zugänglichen Sammelband ist geplant.
  • Ggf. besteht die Möglichkeit einer Übernahme von Reise- und Übernachtungskosten.

Bei Fragen wenden Sie sich bitte an das Organisationsteam unter:

fa-urheberrecht@musikwirtschaftsforschung.de

Sophie Beaucamp, LL.M., Rechtswissenschaften, Weizenbaum Institut / HU Berlin

Dr. Sarah-Mai Dang, Medienwissenschaft, Philipps Universität Marburg

PD Dr. Frédéric Döhl, Deutsche Nationalbibliothek (für die DSM-RL-Themenkomplexe TDM und vergriffene Werke)

Lorenz Grünewald-Schukalla, Kommunikationswissenschaft, HIIG Berlin

Georg Fischer, Soziologie, TU Berlin

Konstantin Hondros, Soziologie, Universität Duisburg-Essen

Dr. Henrike Maier, Rechtswissenschaften

Simon Schrör, Soziologie, Weizenbaum Institut / HU Berlin

Dr. Holger Schwetter, Musikwissenschaft

Organisation:Fachausschuss Urheberrecht der Gesellschaft für Musikwirtschafts- und Musikkulturforschung (GMM) zusammen mit dem Weizenbaum-Institut für die vernetzte Gesellschaft

Seit seiner Gründung im September 2015 diskutieren die Mitglieder des Fachausschusses Urheberrecht der GMM die vielfältigen Dimensionen und Konsequenzen des technologisch-rechtlich-sozialen Wandels. Dem vielfältigen Problembereich entsprechend ist der Ausschuss interdisziplinär zusammengesetzt: er bringt rechtswissenschaftliche, sozial- und organisationswissenschaftliche sowie musik-, kultur- und medienwissenschaftliche Perspektiven zusammen. Gleichermaßen suchen und fördern wir auch den Austausch mit Akteur:innen aus der Praxis, der Medienindustrie, dem Bibliothekswesen und der Kreativbranche, um die engen Grenzen rein juristischer Diskurse zum Urheberrecht zu überwinden. (Link: http://musikwirtschaftsforschung.de/?page_id=443)

Das Weizenbaum-Institut für die vernetzte Gesellschaft – Das Deutsche Internet-Institut ist ein vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) gefördertes Verbundprojekt aus Berlin und Brandenburg. Das Weizenbaum-Institut erforscht interdisziplinär und grundlagenorientiert den Wandel der Gesellschaft durch die Digitalisierung und entwickelt Gestaltungsoptionen für Politik, Wirtschaft und Zivilgesellschaft. Ziel ist es, die Dynamiken, Mechanismen und Implikationen der Digitalisierung besser zu verstehen. Hierzu werden am Weizenbaum-Institut die ethischen, rechtlichen, ökonomischen und politischen Aspekte des digitalen Wandels untersucht. Damit wird eine empirische Grundlage geschaffen, die Digitalisierung verantwortungsvoll zu gestalten. Um Handlungsoptionen für Politik, Wirtschaft und Gesellschaft zu entwickeln, verknüpft das Weizenbaum-Institut die interdisziplinäre problemorientierte Grundlagenforschung mit der Exploration konkreter Lösungen und dem Dialog mit der Gesellschaft. (Link: https://weizenbaum-institut.de/)

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Call for Papers: GMM Best Paper Award 2019

Für den Nachwuchsförderungspreis der GMM auf der Most Wanted Music (MW:M) vom 6. und 7.11.2019 in Berlin suchen wir: 

a)    laufende studentische Forschungsprojekte
b)    abgeschlossene Bachelorarbeiten und
c)    abgeschlossene Masterarbeiten

Die Projekte sollen sich mit musikwirtschaftlichen oder musikkulturellen Themen auseinandersetzen und dürfen nicht älter als 12 Monate ab Einsendung sein. Teilnehmen können Studierende und Absolvent*innen aller Deutschen Hochschulen und Universitäten.

Beispiele für Themen können sich im Themenkomplex der MW:M bewegen, sind jedoch nicht darauf beschränkt:

  • Musik und Wert: Wertschöpfung, Geschäftsmodelle, Branding, Investments, Strategien oder Produkte
  • Musik und Experience: Festivals, Konzerte, VR, AR, Apps, Hologramme
  • Social Impact of Music: Kultur & Ästhetik, Gesundheit, Bildung, Empowerment, Gleichberechtigung, Gender
  • New Music Markets: Internationale und Globale Perspektiven, neue Musik-Trends und Praktiken

Bewerbt Euch bis zum 15.09.2019 mit einer E-Mail an best-paper@musikwirtschaftsforschung.de. Schickt uns dazu eine Zusammenfassung (max. 1,5 Seiten) Eures Forschungs- oder Abschlussprojekts (Deutsch oder Englisch). Wir wählen die besten Einreichungen aus, die auf der MW:M einer fachkundigen Jury und vor Publikum präsentiert werden. Die Präsentationen finden auf Deutsch oder vorzugsweise auf Englisch statt. Alle Teilnemer*innen bekommen Zugang zur MW:M

Preise: Die Gewinner*innen erhalten eine einjährige Mitgliedschaft in der GMM, über die sie an Aktivitäten der Musikwirtschafts- und Musikkulturforschung, sowie an Nachwuchsveranstaltungen, Forschungs- und Industrieworkshops und Fachausschüssen teilnehmen können. Darüber werden Preise für die Karriereentwicklung junger Forscher*innen vergeben. So erhält die beste Arbeit die Möglichkeit zur Publikation im Jahrbuch der GMM

Fragen? Dann einfach eine Mail an: best-paper@musikwirtschaftsforschung.de

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GMM Summer Institute 2019 in Porto: Ein Rückblick

von Matthes Köppinghoff

Informationsaustausch, Networking, spannende Vorträge – und das alles mit Blick aufs Meer: Zum fünften Mal ereignete sich das Spring Institute der Gesellschaft für Musikwirtschaft- und Musikkulturforschung (GMM). In ausgeruhter und produktiver Atmosphäre haben sich im März 2019 in Porto wieder Musikforscher_innen zum Austausch getroffen.

Auch in diesem Jahr kamen zum Spring Institute Interessierte rund um Fragen zur Musikwirtschafts- und Musikkulturforschung in die zweitgrößte Stadt Portugals. Was ein wenig nach Urlaub klingt, hat damit aber in erster Linie nichts zu tun. Statt Freizeit steht die Wissenschaft im Vordergrund: Innerhalb von einer Woche gilt es für die teilnehmenden Wissenschaftler*innen und Musikforscher*innen, konzeptuelle Herausforderungen von Musikwirtschafts- und Musikkulturforschung zu beleuchten. Was sind neue Entwicklungen, ökonomisch und kulturell? Welche sozialen Innovationen gibt es in Musikwirtschaft und Musikkultur? Der entspannte Rahmen gibt dabei Kraft für die geistige Arbeit, nach zahlreichen Arbeitsstunden klingen die Tage auch gern am Atlantikstrand oder am Flussufer des Douro aus.

Prof. Dr. Carsten Winter von der Hochschule für Musik, Theater und Medien in Hannover begrüßt die Teilnehmer_innen. Spannende Vorträge gibt es unter anderem von Prof. Dr. Barbara Hornberger („Zwischen Ignoranz und Kolonialisierung: Populäre Musik und kulturelle Bildung“) und Dr. Anita Jóri („What’s your Problem with Electronic Dance Music?“). Diese, aber auch der Vortrag von Prof. Dr. Thomas Düllo („Pop ist rund. Das Narrativ des Runden und Rollenden, Kugelnden und Kreisenden im Pop“) leiten in spannende und dazu intensive Diskussionen über.

Die Tagesablaufpläne sind eng getaktet: So stellen Prof. Dr. Carsten Winter und Christine Preitauer auch ihr Forschungsprojekt zur Festivalformatentwicklung vor. Weiter geht es mit dem Methodenkolloquium: In diesem Jahr steht besonders die Situationsanalyse nach Adele Clarke im Fokus. Die Teilnehmer*innen können sich mit der Methode in Workshops vertraut machen, sich austauschen, von bereits gemachten Erfahrungen berichten. Daniel Suer (Universität Siegen) möchte in seinem Dissertationsvorhaben („Spannungsfelder: zur situationsanalytischen Untersuchung von Tanz im Heavy Metal“) auch die Situationsanalyse nutzen – und bekommt in Porto direkt Unterstützung von anderen Forschenden, Einschätzungen und Ratschläge.

Ein sehr wichtiges Ziel des Summer Institute ist es, jüngeren Forscher_innen strukturierte und individuelle Hilfestellung zu geben; sowohl bei Arbeiten ganz am Anfang, aber auch bei schon fortgeschrittenen Dissertationsvorhaben. Die Fortschritte der Kolleg_innen werden durchdacht und konstruktiv diskutiert.

Für die Teilnehmer_innen hat das den Vorteil, unmittelbar qualifiziertes, wissenschaftliches Feedback für die eigene Arbeit zu bekommen und auch im Anschluss nach den Vorträgen noch die Zeit und Luft zu haben, sich über die Dissertationsvorhaben unterhalten und austauschen zu können. Wann hat man sonst im normalen Alltag zuhause solche Möglichkeiten und kann fruchtbare Gedanken mit anderen in dieser Form teilen? Klarer Vorteil: GMMSI.

Ein Dissertationsvorhaben kann kostbare Nerven rauben. Umso wichtiger ist da, dass das Spring Institute motiviert. Wer sich über mehrere Stunden den Kopf über das eigene Forschungsvorhaben und das der anderen gemacht hat, der hat sich am Ende auch einen entspannten Tagesausklang verdient. Umso besser, wenn man dann mit Gleichgesinnten den Tag und die eigene Arbeit Revue passieren lassen und auch daraus wieder Kraft tanken kann.

Fazit: Auch das Spring Institute 2019 ist wieder sehr kurzweilig gewesen; anstrengend, ja, aber vor allem auch sehr ergiebig und effektiv. Schon jetzt steht fest, dass es weitergeht – und die Teilnehmer*innen freuen sich schon auf das nächste Mal.

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Dokumentation der BMC-Backstage „Music meets Research“ mit der GMM

Musikwirtschaft und Musikwirtschaftsforschung – beide Felder könnten kaum enger beieinander liegen und doch sind Praxis und Wissenschaft komplett verschiedene Welten. Dabei kann die Branche von den Ergebnissen der Forschung klar profitieren. Gleichermaßen vertraut die Wissenschaft auf die Branche, um ihnen Informationen, Daten und überhaupt Themen sowie Forschungsaufgaben zu geben. Eine intensive und langfristige Zusammenarbeit bleibt jedoch oft aus.

Um dies zu ändern, behandelte die BMC Backstage am 09. Oktober 2018 in Kooperation mit der GMM (Gesellschaft für Musikwirtschafts- und Musikkulturforschung e.V.) das Thema „Music meets Research“. Ziel war es, Musikwirtschafts- und Musikkulturforschung für die Branche sichtbar zu machen und ein gemeinsames Verständnis davon zu entwickeln, wo zusammengearbeitet werden kann.

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Abschlussbericht zum 4. Spring Institute der Gesellschaft für Musikwirtschafts- und Musikkulturforschung “Music, Media, Culture and Economy: Konzeptuelle Herausforderungen“, 23.-29. März 2018, Porto, Portugal

In Porto bot die Gesellschaft für Musikwirtschafts- und Musikforschung zum 4. Mal in Form des „Spring Institute“ einen Rahmen für wissenschaftlichen Austausch zwischen Musikforscher_innen und jungen Wissenschaftler_innen. Die jährlich stattfindende Veranstaltung setzte in dieser Ausgabe ihren Fokus auf die inhaltliche Auseinandersetzung mit Forschungsarbeiten von Promovierenden sowie Dissertationsvorhaben des wissenschaftlichen Nachwuchses. Das ermöglichte den Teilnehmer_innen ein fundiertes wissenschaftliches Feedback, neue Impulse für die weitere Bearbeitung der jeweiligen wissenschaftlichen Arbeit, individuelle Hilfestellung sowie spannende Einblicke in andere Forschungsgebiete.

In der thematischen Bandbreit der vorgestellten wissenschaftlichen Arbeiten zeigte sich einmal mehr, dass die Diskussion hinsichtlich der inter- und transdisziplinären Konzeptualisierung von Musikkultur- und Musikwirtschaftsforschung von großer Bedeutung ist.

Einblicke in ein fortgeschrittenes Promotionsvorhaben und erste Ergebnisse erlaubte der Vortrag von Christian Rhein zum Thema „Fassaden-Medien“ und deren praktische Umsetzung im Werbeumfeld. Über Internationalisierungspotentiale innerhalb des Universitätswesens und den Stand seiner Arbeit dazu sprach Alexander Schories, während Felicitas Cardenas Carbajal über ihre konzeptionellen und historisch-empirischen Fortschritte beim Verständnis der Bedeutung von YouTube für die Musikindustrie berichtete. Ebenfalls vorgestellt wurden neue Dissertationsvorhaben von Christine Preitauer, die die Rolle von Musikfestivals mit Konferenzanteil für die Internationalisierung der Musikwirtschaft untersucht, und Matthes Köppinghoff, der sich mit der Entwicklung des Musikjournalismus in Deutschland befasst. Dass man durchaus auch den Themenschwerpunkt wechseln kann, zeigte Gunda Schwaninger den Wissenschaftler_innen und gab spannende Einblicke in ihren Forschungsbereich des „Genetic Counseling“.

Während in den letzten Jahren meist ausschließlich Forscher_innen aus Deutschland am GMM SI teilnahmen, konnten dieses Jahr zwei Wissenschaftler_innen aus China begrüßt werden. So stellte Xue YuFan erste konzeptionelle Ideen und den Forschungsstand hinsichtlich ihres Dissertationsvorhaben im Kontext klassischer Musik vor. Mit ihrem Enthusiasmus begeisterte sie die anderen Teilnehmer_innen für die traditionelle chinesische Musik. Emily Chen widmet sich in ihrem Vorhaben der Herausforderung interkulturelle Transformationsprozesse auf Unternehmensebene zu untersuchen, um so interkulturelle Unternehmenskommunikation in Anbetracht einer digitalen und vernetzten Welt besser verstehen zu können.

Neben der Präsentation der unterschiedlichen wissenschaftlichen Projekte wurde unter Leitung von Prof. Dr. Carsten Winter im Rahmen eines Theoriekolloquiums über die Klassiker der Sozial- und Kommunikationswissenschaften diskutiert. Weitere Methodenkompetenzen erlangten die Teilnehmer_innen im Workshop zur „Grounded Theory“ von Christian Rhein. Natürlich darf neben all dem wissenschaftlichen Austausch das persönliche Miteinander nicht fehlen. Dazu bot Porto wieder eine hervorragende Kulisse: gemeinsame Spaziergänge am Douro, gutes Essen auf der Dachterasse „Intrigo“ und der unumgängliche Besuch der legendären Caipi-Bar förderten nicht nur das Netzwerken untereinander, sondern schürten zusätzlich noch die Vorfreude auf das nächste GMM Institute.

– Felicitas Cardenas Carbajal

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GMM Best Paper Award verliehen

Zum dritten Mal in Folge wurde am 06.11.2018 im Rahmen der Most Wanted: Music- Konferenz in Berlin der GMM Best Paper Award (BPA) verliehen. Der BPA richtet sich an junge Wissenschaftler*innen, die erst vor kurzem ihre Bachelor- oder Masterarbeiten zu einem Thema der Musikwirtschafts- und Musikkulturforschung abgeschlossen haben. Die Studierenden reichen dabei ihre Arbeit ein. Eine Reihe von etablierten Forscher*innen prüft die Arbeit. Die wissenschaftliche Qualität entscheidet dabei, wer beim Finale in Berlin dabei sein kann.

Dieser dritte BPA hatte dabei mehr Einreichungen als je zuvor. Nur acht Finalist*innen konnten jedoch auf der Most Wanted: Music ihre Arbeiten präsentieren, darunter Arbeiten zu „Unternehmerische Leidenschaft als Erfolgsfaktor bei Gründern erfolgreicher
Independent-Labels” oder zur „Renaissance des Musikvideos“.

Die acht Finalist*innen Max Alt, Lisann Bach, Sarah Badke, Leo Feisthauer, Niklas Franke, Susann Grossmann, Steffen Riske und Charlotte Rudolph präsentierten ihre Arbeiten einer fachkundigen Jury aus Forschung und Praxis. Anita Jóri (Universität der Künste, Vorsitzende der GMM), Kata Katz (Hochschule Macromedia), Steinunn Arnardottir (Native Instruments), Luise Wolf (Universität Paderborn) und Lorenz Grünewald-Schukalla (Alexander von Humboldt-Institut für Internet und Gesellschaft, Geschäftsführer der GMM) bewerteten dabei die Arbeiten hinsichtlich ihrer wissenschaftlichen Qualität und Relevanz. Zu gewinnen gab es dabei Preise, die die Studierenden in ihrer wissenschaftlichen Qualifikation weiterbringen sollen: Eine Teilname an der GMM Spring School in Porto in der Kategorie Bachelor sowie die Möglichkeit der Publikation im Jahrbuch der GMM in der Kategorie Master.

Die Finalist*innen und Joror*innen des GMM Best Paper Awards: Leo Feisthauer, Niklas Franke, Sarah Badke, Charlotte Rudolph, Lisann Bach, Max Alt, Susann Grossmann, Steinunn Arnardottir, Steffen Riske, Luise Wolf, Anita Jóri und Lorenz Grünewald-Schukalla (v.l.n.r)

Prämiert wurden:

  • In der Kategorie Master: Max Alt von der Humboldt Universität zu Berlin mit der Arbeit „Neurechte Pop-Sounds? Über die Auswirkungen des Rechtsrucks auf die deutschsprachige Popmusik am Beispiel von Frei.Wild“
  • In der Kategorie Bachelor: Charlotte Rudolph von der Hochschule Macromedia mit der Arbeit „Ein offenes Ohr für Musik trotz Hörschädigung – Musikrezeption von Hörgeschädigten und ihre Bedeutung für die Musikwirtschaft“
  • Mit einem Sonderpreis für die Relevanz der Arbeit für das Policy-Making: Susann Grossmann von der Hochschule Merseburg mit der Arbeit „Eine quantitative schriftliche Befragung der Arbeits-und Lebensbedingungen von Musikern der unabhängigen Popmusikszene Sachsens vor dem Hintergrund einer kritischen Reflexion des Popmusikkonzeptes in Wissenschaft, Politik, Medien und Kreativwirtschaft“

Wir wünschen allen Gewinner*innen viel Erfolg für ihre weitere Laufbahn!

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Call for Papers: Musik & Empowerment

Für das vierte Jahrbuch Musikwirtschafts- und Musikkulturforschung 2020, Herausgeber*innen: Prof. Dr. Michael Ahlers, Lorenz Grünewald-Schukalla M.A., Dr. Anita Jóri, Dr. Holger Schwetter.

Die Gesellschaft für Musikwirtschafts- und Musikkulturforschung e.V. publiziert ein Jahrbuch, das neben einem Hauptthema über den Stand der Forschung zu Musikwirtschafts- und Musikkultur informiert. Musikwirtschafts- und Musikkulturforschung wird nicht als disziplinäre Forschung konzipiert, sondern als ein Forschungsfeld, das situativ und interdisziplinär auf Problemlagen und neue Fragen reagiert und diese zugleich auch aufwirft. Im Zentrum stehen reale Probleme und Fragen, wie in diesem Fall die Frage nach den Möglichkeiten und Grenzen von Empowerment in populärer Musik.Erstens: Seit den 1960er Jahren gilt populäre Musik als in besonderem Maß mit emanzipatorischem, gesellschaftlichen Wandel verbunden. Uns interessiert im Besonderen die Verbindung von Musik, Wirtschaft und Empowerment, verstanden als die Möglichkeit des Sichtbarwerdens und der Ermächtigung marginalisierter oder relativ machtloser Gruppen und allgemein die Frage von Macht und Ausschluss in Musikkulturen und am Musikmarkt. Dies betrifft u.a. (aber nicht ausschließlich) die momentan stark diskutierten Themenfelder Gender und Diversität. Wie sehen diese Verbindungen aktuell (und historisch) aus? Kann auch heute noch davon ausgegangen werden, dass allein die Teilnahme an Gruppenprozessen bereits einen wesentlichen Motor für das Entstehen eines Ermächtigungsgefühls darstellt (Zimmermann und Rappaport 1988)? Wenn man  attestiert, dass Empowerment mit Musik verbunden sein kann, so gilt zweitens auch, dass der Musikmarkt und Musikkulturen oftmals gesellschaftliche Ungleichheiten reproduzieren oder eigene Ausschlussmechanismen hervorbringen. Daher wollen wir wissen: Wie werden momentan in Musikunternehmen und Musikszenen Auseinandersetzungen um Empowerment geführt? Zum Dritten replizieren sich auch in der Musikforschung Machtstrukturen aus Ausschlussmechanismen, die noch kaum erforscht sind.

Mögliche Fragen sind:

  • Wie wird Empowerment in populärer Musik verhandelt und thematisiert?
  • Wie trägt populäre Musik zum Empowerment marginalisierter gesellschaftlichen Gruppen bei?
  • Wie können Prozesse des Empowerments institutionell oder gemeinschaftlich unterstützt werden?
  • Wie werden in Musikszenen und Musikkulturen Auseinandersetzungen um Macht ausgetragen? Wer entscheidet, wer auftritt und wer auflegt?
  • Wer sind die Gatekeeper und wie wird man eine/r? Beispiel Türpolitik: Wie wird entschieden, wer dabei sein darf?
  • Wie replizieren sich Netzwerke am Musikmarkt und in Musikkulturen und wie kann das durchbrochen, subvertiert oder umgestaltet werden? Wie wird das Thema Empowerment und Diversität in kleinen und großen Musikunternehmen verhandelt?
  • Wie laufen die Auseinandersetzungen um Leadership in der Musikindustrie ab? Welche Erfahrungen machen die, die ihre Karrieren nicht aus traditionell privilegierten Positionen starten?
  • Welche Zusammenhänge gibt es zwischen musikbezogener Forschung und akademischen Machtstrukturen sowie ggf. musikwirtschaftlichen oder musikkulturellen Kontexten?

Der Call richtet sich an Wissenschaftler*innen aller Disziplinen, die zu Musik und Empowerment arbeiten oder die ihre eigene Situation in der Wissenschaft reflektieren wollen, sowie an Praktiker*innen, die als selbständige Akteur*innen oder Mitarbeiter*innen von Musikunternehmen ihre eigenen Biographien, aktuelle Tendenzen und Probleme reflektieren wollen.

Erbeten sind Beitragsskizzen (max. 1.500 Worte, Word-Datei) bis zum 10.12.2018 an jahrbuch@musikwirtschaftsforschung.de. Über die Annahme wird bis zum 15.12.2018 entschieden.

Die Abgabe der Beiträge wird bis zum 31.3.2019 erwartet. Der Band wird Anfang 2020 publiziert. Über Hinweise zur Manuskriptgestaltung wird in einer separaten Mail informiert. Bei Rückfragen wenden Sie sich an jahrbuch@musikwirtschaftsforschung.de

Veröffentlicht am

GMM veröffentlicht Buch: Big Data und Musik. Jahrbuch für Musikwirtschafts- und Musikkulturforschung 1/2018

Die Gesellschaft für Musikwirtschafts- und Musikkulturforschung [GMM] hat im September 2018 ihr erstes Jarhbuch veröffentlicht. Unter dem Titel „Big Data und Musik“ werden Artikel von WissenschaftlerInnen und ExpertInnen versammelt die einen aktuellen Blick auf die Rolle und die Perspektiven von Big Data und Blockchains in der Musikwirtschaft werden.

Big Data ist nicht nur Sache von Versicherungen und Internetunternehmen. Auch für die global agierende Musikwirtschaft, die in den letzten knapp 20 Jahren bereits zahlreiche Transformationen überstehen musste, werden Sammlung, Analyse und Verwertung großer Datenmengen zu einem immer zentraleren Thema. Das Jahrbuch der Gesellschaft für Musikwirtschaftsund Musikkulturforschung versammelt hierzu unterschiedliche Ansätzeund Perspektiven auf das Thema Big Data und Musik: Von den Datafication-Algorithmen Spotifys über die rechtlichen Implikationen von Music Data Mining, die Blockchain bis zu der Nutzung von Big Data im Artist & Repertoire Management werden zentrale Anwendungsfelder von Musik und Big Data in den Blick genommen.

Das Jahrbuch für Musikwirtschafts- und Musikkulturforschung [JMMF] ist explizit überdisziplinär angelegt dokumentiert und als thematisches und zugleich offenes Forum aktuelle Forschung, Diskussionen, Publikationen und Veranstaltungen zu Entwicklungen der Musikwirtschaft und Musikkultur dokumentieren. „Die Jahrbücher sollen den Stand der Forschung aufarbeiten aber auch über aktuelle Publikationen und Veranstaltungen informieren“, so Prof. Martin Lücke, der den Band als erster Vorsitzender der GMM mit herausgegeben hat. Gleichzeitig ist das JMMF auch als Plattform für den wissenschaftlichen Nachwuchs konzipiert und jederzeit für Einreichungen offen.

Inhalts- und AutoreInnenverzeichnis

Der Inhalt

  • Musik und Big Data
  • GMM Best Paper Award
  • Veranstaltungsbesprechungen
  • Rezensionen

Die Zielgruppen

  • Studierende, Lehrende und WissenschaftlerInnen der Kultur- Sozial- und Wirtschaftswissenschaften
  • Praktiker in der Musikwirtschaft

Die Herausgebenden

  • Dr. Michael Ahlers ist Professor für Musikdidaktik mit dem Schwerpunkt Populärmusik und stellvertretender Direktor des Instituts für Kunst, Musik und ihre Vermittlung an der Leuphana Universität Lüneburg.
  • Lorenz Grünewald-Schukalla ist Medien- und Managementwissenschaftler sowie Geschäftsführer der Gesellschaft für Musikwirtschafts- und Musikkulturforschunge.V.
  • Dr. Martin Lücke ist Professor für Musikmanagement sowie Head of Media School der Hochschule Macromedia, Campus Berlin.
  • Dr. Matthias Rauch leitet die Kulturelle Stadtentwicklung Mannheim.

Keywords

Data Mining in der Musikwirtschaft, Geschäftsmodelle in der Musikwirtschaft, Musik-Streaming, Blockchain, Streamingdienste für Musik Artist & Repertoire in der Musik Urheberrecht Musik

Link zu Buchpräsentation und Download beim Verlag: https://link.springer.com/book/10.1007/978-3-658-21220-9#toc